Von draußen, vom Walde kommen wir her…

Ich hatte es ja schon auf verschiedenste Weise angekündigt: die Ola war wieder kochen, bei Frank Petzchen, und zwar dieses Mal ein Pilzmenü. Wie lange habe ich darauf gewartet?! Ich wollte dieses Event nämlich schon im Oktober machen und es hat damals nicht geklappt. Erst waren überhaupt keine Anmeldungen und dann waren auf einmal alle Plätze weg. Uih, hab ich mich da geärgert. Aber Geduld zahlt sich wohl doch ab und an auch mal aus und gestern Abend war es dann endlich soweit und ich konnte zusammen mit 6 Mitstreitern unter Anleitung des Koches Alexandre „Alex“ Mathon und tatkräftiger Unterstützung (Aufräumarbeit) von Smutje Thomas folgendes Menü kochen und anschließend genießen:

  1. Ragout fin von Waldpilzen im Blätterteigpastetchen
  2. Morchelcremesuppe mit Trüffeljulienne
  3. Kalbsmedaillon unter der Pfifferlingskruste mit Pilzessenz, karamellisierten Birnenspalten & Nudelnest
  4. Zwetschen-Crumble mit Gewürzsahne

Na, wem läuft denn da jetzt das Wasser im Munde zusammen? Ihr hättet ja mitkommen können, selber schuld. Inbesondere der Hauptgang war wirklich außerordentlich lecker, das kann ich euch sagen. Das Kalb wunderbar zart und rosa, die selbstgemachten (!) Nudeln ein Gedicht, Birnen und Sauce haben das Ganze noch schön abgerundet. Die Pilzessenz ist allerdings ins Wasser gefallen, würde ich mal sagen, denn Smutje Thomas hat sie leider entsorgt, bevor sie überhaupt zum Einsatz kommen konnte. Mühsam zubereitet aus getrockneten Pilzen, in Kalbsfond eingeweicht, ausgekocht und dann die wenigen Tropfen durch ein Sieb gequetscht und als wir mit der Suppe fertig waren, war die Essenz verschwunden. Öh, Thomas? Naja, passiert ist passiert und wir haben dann eine Alternativsauce mit Resten von der Morchelsuppe und ein bißchen Alkohol gebastelt. War auch super, bestimmt viel besser als die olle Pilzessenz, wer braucht die schon. Ja, und dann, zum Nachtisch, gab es Zwetschen-Crumble. Darauf habe ich mich wohl im Vorfeld am meisten gefreut und weil’s so lecker war und das Rezept auch viel einfacher & kürzer ist als das für den Hauptgang, findet ihr es hier:

Zutaten & Zubereitung, für 4 Personen:

  • 500 g Zwetschgen, halbiert oder geviertelt, entsteint
  • 1 EL Zucker & 1 TL Zimt, zu den Zwetschgen geben

Die Obstmischung in eine Auflaufform (oder mehrere kleine) geben. Sollten die Zwetschgen noch zu fest sein, vorher ein wenig einkochen.

  • 40 g Haselnüsse, grob gehackt
  • 50 g Haselnüsse, gemahlen
  • 40 g Zucker
  • 40 g Butter, flüssig

Alles miteinander vermischen bis es schön krümelig wird. Dann auf den Zwetschgen verteilen und im Ofen 15 Minuten bei 200°C backen. Dazu haben wir etwas geschlagene Sahne, mit Vanille und Lebkuchengewürz (weil wir den Anis nicht gefunden haben und nur Nelkenpulver blöd gewesen wäre), gegessen. Ich hätte mich ja auch gefreut, wenn wir mal wieder Eis selbst gemacht hätten, paßt ja super zu warmen Crumble, aber man kann eben nicht alles haben.

Vorschau für nächstes Mal: Cucina de la Nonna (Mitte Februar)

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