30 Minuten Zauberei

Ach Leute, schwierig ist es heute wieder, denn in den letzten Tagen war ich mehr oder weniger ständig im Fotomodus, da bleibt die Schreiberei einfach ein wenig auf der Strecke. Und schließlich habe ich ja auch noch einen Job, der tagsüber ein klein wenig von meiner Aufmerksamkeit erfordert und Schlaf hatte ich natürlich auch noch nachzuholen. Eigentlich müßte ja jetzt erstmal ein bißchen was über meinen Trip nach Dubai am letzten Wochenende kommen, aber zum einen ging es darum ja bereits im letzten Post, zum anderen habe ich jetzt gerade nicht so die Lust auf einen Reisebericht und würd außerdem gerne vorher noch das eine oder andere Bild heraussuchen. Habt also noch ein wenig Geduld und erfreut euch derweil an einem neuen Kochpost.

Am vergangenen Dienstag habe ich mal wieder den Frodo „gestalkt“ und im Keller der Kochbuchhandlung ein paar leckere Sachen aus „Jamies 30 Minuten Menüs“-Kochbuch ausprobiert (ein Buch, das ich wirklich sehr empfehlen kann, würde ausnahmslos jedes Menü gerne mal kochen und auch essen wollen). Wir wollten es natürlich wissen, schafft man es denn wirklich in 30 Minuten ein ganzes Menü zu kochen? Und bei 3 Menüs an einem 4 stündigen Kochabend – lohnt es sich da überhaupt, Stress zu machen? Na, man muss es ja auch nicht übertreiben und kann es auch etwas lockerer angehen lassen. In einer fremden Küche ist es ja auch nicht unbedingt ganz so einfach wie daheim und man muss schon schauen, wo alles ist und auch, dass einem keiner der anderen Köche die Zutaten klaut bzw. wegräumt. Ich hab allerdings trotzdem ein wenig auf die Zeit geschaut und die Uhr mal einfach mitlaufen lassen. Mein Fazit: 30 Minuten sind schon knapp und wir waren zu dritt. Mit ein klein wenig mehr Vorbereitung und Organisation, vielleicht auch Improvisation, und nicht zu vergessen einer ordentlichen Küchenausstattung, kommt man aber recht nah dran. Und bei einem ganzen Menü aus 3 Gängen kann das Kochen meinetwegen auch gerne 45 oder 60 Minuten dauern. Hauptsache es macht Spaß und schmeckt. Und weil es das entsprechende Kochbuch ja auch noch zum Kurs dazu gab, kann ich jetzt eben nochmal schnell gucken, was wir denn alles zusammengebraut haben. Es gab also folgende Menüs:

  1. Schweinekoteletts mit Knusperkruste, Quetschkartoffeln, Wirsing mit Minze, heiße Pfirsiche mit Vanillesauce
  2. Schwedische Fischfrikadellen, geröstete neue Kartoffeln, Sprossensalat, frische Chili-Salsa mit Limetten
  3. Jool’s Pasta, bunter Chicorée-Rucola-Salat, Mandelcreme-Törtchen

Der Kurs war mit 10 Leuten wieder voll belegt und so haben sich jeweils 3 bzw. 4 Leute um ein Menü gekümmert. Gegessen wurde alles dann mehr oder weniger durcheinander. Ich muß sagen, ich bin jetzt nicht so ein riesiger Kotelettfan, schmeckt mir halt einfach zu langweilig, aber in der Zubereitung mit etwas Honig, Salbei und Knoblauch fand ich es gar nicht mal so verkehrt. Mein Lieblings-Menü des Abends war allerdings Kandidat Nr. 3 und das nicht nur, weil ich an Törtchen und Salat mitgebastelt habe. Im Buch sieht das ganze dann so aus:

Es war wirklich sehr lecker, einfach und doch raffiniert, deshalb gibt es heute natürlich die entsprechenden Rezepte. Und weil ich mir gerade ein wenig Sorgen mache (und außerdem gern bald ins Bett gehen würde), dass kein Mensch womöglich Lust hat, den damit so unheimlich langen Post zu lesen, hab ich mal eben schnell gegooglet und doch tatsächlich einen Link mit der exakten Rezeptbeschreibung für Jool’s Pasta gefunden. Das finde ich ja äußerst praktisch und so schleichen sich auch keine Fehlerchen ein. Normalerweise veröffentliche ich an dieser Stelle ja nicht nur Rezepte sondern auch Fotos von den Ergebnissen unserer unheimlich erschöpfenden Kochtätigkeit, ärgere mich aber zum wiederholten Male über die schlechte Qualität der mit meinem Handy geknipsten Bilder. Daher habe ich beschlossen, es wird sich etwas ändern und ich werde ab dem nächsten Kochabend meine Kamera mitnehmen und mich ein wenig an Food Art versuchen. Damit es hier aber trotzdem noch allzu trostlos aussieht, ist da oben ein Foto des Menüs aus dem Kochbuch eingefügt. Unser Ergebnis sah wirklich sehr ähnlich aus, wir haben nur andere Nudeln genommen. Und vom Mandeltörtchen habe ich auch gar kein Foto gemacht, denn als ich daran gedacht habe, hatte ich das Törtchen schon komplett verspeist. Wirklich köstlich und wenn man noch Eis anstelle der Creme Fraiche dazu serviert, bestimmt total göttlich. Leider auch nicht unbedingt der schlanken Linie zuträglich, aber man muß ja auch mal genießen. So, und weil ich gerade heute mittag noch ein paar schöne Aufnahmen machen konnte, kommt hier die Vorschau für die beiden nächsten Kochevents, an den ich im Mai und Juni teilnehmen werde, einfach mal in Bildern. Ich freu mich jetzt schon!

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