Wild West – Day 4 & 5

Auch der vierte Tag unserer Reise war voll von wunderbaren Eindrücken, aber auch sehr anstrengend und ermüdend so dass ich beschlossen habe, nicht vor dem Schlafengehen sondern erst am nächsten Morgen davon zu berichten. Wir haben den Tag begonnen mit einem Ausflug in den Canyon de Chelly, den wir am Tag zuvor ja nur kurz in der Abenddämmerung gesehen haben. Und anders als beim Grand Canyon hatten wir auch entschieden, eine kleine Wanderung hinein in den Canyon zu machen. Der ca. 1,5 Meilen lange Weg nannte sich ‚White Ruins Trail‘, nach seinem Endpunkt, ein paar alten Ruinen der Pueblo-Indianer, auf dem Rückweg habe ich jedoch beschlossen, dass er für mich eher ‚Endless long trail of extremely sweatiness‘ heißen sollte. Ich glaube, ich hatte noch andere, äußerst einfallsreiche und ausdrucksstarke Namen für ihn, die ich in meiner Erschöpfung und Freude beim Erreichen des Ausgangs wieder vergessen habe. Schön war es trotzdem, durch den Canyon zu laufen, vorbei an kleinen Indianerhütten und Farmen, Bäumen in ganz zartem Grün und über den leise plätschernden Fluss. Vermutlich tatsächlich eines der am besten gehütetsten Geheimnisses Arizonas und mein bisheriges Highlight der Reise.

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Anschließend ging es in in Richtung Osten und zwar nach Durango, Colorado am Fusse der Rocky Mountains, wo wir  heute unseren 5. Reisetag verbracht haben und auch noch ein zweites Mal übernachten. Ein sehr nettes Städtchen mit vielen kleinen Läden und Restaurants entlang der Hauptstraße, sehr zu empfehlen ist das Brauereirestaurant Pub Carver Brewing Co., wo mir gestern Steak, Garlic Mashers und Berry Crisp schon sehr gut geschmeckt haben und ich heute einen köstlichen Burger mit Potato Wedges und Caesar Salad verdrückt habe, alles runtergespült mit einem schönen, kühlen Glas hausgemachter Lemonade. Aber genug vom Essen jetzt. Als wir gestern im Canyon waren, schwebten ganz plötzlich lauter weiße Flocken um uns herum und auch wenn ich wußte, dass es nur die Pollen der Bäume waren, dachte ich mir sie sehen aus wie Schneeflocken. Nunja, heute flogen uns dann tatsächlich die Schneeflocken um die Ohren in den Rocky Mountains. Wir fuhren immer höher in die Berge,  durch die Wolken hindurch, immer ganz nah am Angrund die gewundene Strasse entlang, vorbei an rauhen Felsen, Schmelzwasserrinnsalen und schneebedeckten Nadelwäldern. Gestern noch unter der sengenden Wüstensonne, einen Tag später im Winterwunderland. Was für ein Urlaub. Und als weiteres kleines Leckerli kann ich euch ganz stolz das allererste Wildtierfoto präsentieren. Die Chipmunks waren zu scheu und zu schnell, aber ein Murmeltier war so nett uns für einen Schnappschuss Modell zu stehen.

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2 Replies to “Wild West – Day 4 & 5”

  1. Wirklich ein toller Urlaub! Das mit den Wettergegensätzen hab ich dort auch erlebt. Schon krass, gell? Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

    Liebe Grüße von Ruthie

  2. Viola,

    habe alle Reiseberichte -und Fotos in einem Schwung gelesen. Bilder und Text passen echt gut zusammen.

    Liebe Grüße aus dem Land, in dem man auch schwitzt.
    Heute ist Matthew in der Stadt und gleich gehen wir mit ihm essen.
    Viel Spaß bei deinen weiteren Entdeckungen..

    LG M

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