Wild West – Day 6 & 7

So, auch dieses Mal mußtet ihr wieder ein wenig auf mich warten und bekommt 2 Reisetage auf einmal serviert. Der Grund: Extrem langsames Internet in den Hotels in der Wildnis gepaart mit schlechtem Wetter und anhaltender Olamüdigkeit. An beiden Tagen war es die mesite Zeit über bewölkt, gestern bei den Natural Bridges hat es zunächst einmal geregnet und wir haben mit etwas Glück gerade ein für eine kleine Wanderung ausreichendes Gut-Wetter-Fenster erwischt. Im Anschluss gab es zur Belohnung noch einen wunderschönen und riesigen Regenbogen zu bestaunen, für den Effekt erscheint er unten als erstes und nicht als zweites Bild, und schließlich ist er ja auch irgendwie eine natürliche Brücke. Das Gold der Kobolde haben wir allerdings nicht mehr gesucht, sondern sind weiter gefahren Richtung Nordwesten, vorbei an alten, halbverrosteten Buicks, jeder Menge Felsen natürlich und schließlich auch wieder entlang des Colorado Rivers und dem Beginn des Stausees Lake Powell. So gab es doch noch ein paar nette Bildchen des Tages und übernachtet haben wir in einem sehr netten Hotel in Torrey, Utah mit super Blick auf die Berge – schön ruhig war es noch dazu.

Am nächsten Morgen, unserem 7. Urlaubstag, war es immer noch ziemlich kalt und hat natürlich geregnet. Wir hatten eigentlich vor, ein bißchen im Capitol Reef National Park zu wandern, sind dann aber erstmal zum Besucherzentrum und dann in eine kleine Bäckerei in der Nähe, hatte ich doch erfahren, dass es dort selbstgebackene Scones gibt. Da habe ich natürlich gleich zugeschlagen und einen riesigen Cranberrie Scone erbeutet, als Wegzehrung für die Wanderung, die wir dank eines spontanen, kurzzeitigen Wetterumschwungs doch noch machen konnten. Und das war nicht mein einziges kulinarisches Vergnügen heute, oh nein. In dieser kleiner wundervollen Bäckerei warten nämlich noch viel, viel größere Leckereien in Form eines randvoll mit frischgebackenen Minitaturpies – Berries, Apple, Peach, Cherry, Blackberry – eine sehr schwere Entscheidung, das könnt ihr mir glauben. Ich habe mich dann als Homage an unsere Heimat für einen Strawberry-Rhubarb-Pie entschieden, den ich dann mit sehr viel Genuss zur Kaffeezeit im Auto auf unsere fahrt zum Bryce Canyon verspeist habe. Und wie sich herausstellte, brauchte ich ihn wirklich dringend, zur Stimmungsstabilisierung und zur Stärkung der Abwehrkräfte, denn schon bald fuhren wir wieder durch verschneite Berge und mußten schließlich auch unseren Canyonbesuch wegen Schneefall und Kälte komplett auf morgen verlegen. Den Umständen entsprechend ist die Bildauswahl des Tages ein wenig beschränkt und am passendsten wäre es vermutlich gewesen ich hätte ein Foto vom Scone, ein Foto vom Pie und ein Foto vom German Chocolate Cake, den ich zum Nachtisch beim Dinner hatte, gemacht, bevor ich sie aufgefuttert habe, aber ihr wißt: Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach. Und weil der Tag ohnehin schon total grau war und ich auch nicht schon wieder nur Steine zeigen wollte, gibt es heute mal was Buntes, einen kleinen Blümchenknipsergruß an die Ruthie.

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2 Kommentare

  1. Allerbesten und herzlichen Dank! Das ist sehr nett – meine 3 Jahre in El Paso, Texas, haben mir auch sehr viele Kakteenbilder gebracht. Dies erinnert mich einmal mehr. Sehr, sehr lieb von Dir!

    Schade, dass das Wetter nicht so mitspielt. Aber gut, dass Ihr trotzdem was seht vom Wilden Westen 😀

    Ich wünsche Euch alles Gute und bin wie immer sehr gespannt!

    1. Gerngeschehen 🙂 Und es freut mich sehr, dass Du meinen Blog so fleissig verfolgst. Wir sind inzwischen wieder in Las Vegas, d.h. der Ostteil der Route ist geschafft und das Wetter wieder deutlich besser. Ich hoffe, dass es so bleibt, nochmal so frieren muß nicht sein. Melde mich bald mit Neuigkeiten, geh jetzt erstmal schlafen…

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