Wild West – Day 8

Wirklich ein Tag der Extreme, unser 8. Reisetag. Außerordentlich früh sind wir aufgestanden, weil wir am Vortag ja nichts mehr gesehen haben vom Bryce Canyon, dazu war das Wetter auch viel zu schlecht. Der morgendliche Blick aus dem Fenster war jedoch alles andere als berauschend, graue Wolken und Regen, da konnte auch die ‚Lakeview‘ des Hotels nichts mehr retten. Bei erfrischenden Temperaturen um den Gefrierpunkt sind wir dann außerordentlich enthusiatisch und frohgelaunt zur Canyonbesichtigung aufgebrochen und hatten wieder einmal Glück. Ein klein wenig Sonne und blauer Himmel ließen sich dann doch noch blicken und wir sind wider Erwarten auch nicht erfroren, obwohl ich zeitweise schon das Gefühl in meinen Beinen verloren hatte und an einigen View Points den Ausstieg aus dem Auto einfach mal glatt verweigern mußte. Irgendwo ist halt auch Schluß mit lustig, ich bin halt ein Feuerkind und mag’s lieber warm.

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Am Ende der Route gab es auch wieder Schnee und nochmehr Schnee, so als kleine Steigerung zum Morgenregen quasi. Später auf der Fahrt in wärmere Gefilde, also Richtung Westen bzw. Las Vegas, hatten wir dann noch das vergnügen eines kräftigen Hagelschauers und Gewitters. Durch den Zion Nationalpark sind wir dann einfach nur mal durchgefahren und haben ein bißchen links und rechts geguckt. Und dann, auf einmal, wurde es von Meile zu Meile wärmer, die grauen Wolken verschwanden und machten immer mehr Platz für blauen Himmel, die Sonne schien durch das Autofenster auf mein Gesicht und ich konnte mir kaum mehr vorstellen, dass ich Stunden zuvor noch so sehr gefroren hatte.  Kurz darauf lief ich dann auch schon in kurzen Hosen und FlipFlops Straßen von Las Vegas, über den Strip mit seinen vielen verschiedenen Hotels und Casinos, vorbei am Eifelturm, den Pyramiden, der Freiheitsstatue und an Autokolonnen, die mit ihren Abgasen die ohnehin schon stickige Wüstenluft noch schwerer machten, durch bunte Menschenmassen hindurch, auf der Suche nach Glück, Abenteuer, Liebe, Lust und wer weiß was noch. Ja, Vegas ist schon eine verrückte Stadt und ich muß leider sagen bei Tageslicht außerordentlich häßlich und irgendwie trostlos, nur im Dunkeln scheinen die vielen bunten Lichter ein anderes Bild zu zeichnen, dann hat sie schon irgendwie etwas Magisches und Faszinierendes an sich, diese Stadt inmitten der Wüste Nevadas. Und vielleicht komme ich doch irgendwann noch einmal wieder.

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One Reply to “Wild West – Day 8”

  1. Es wundert Dich sicher nicht wirklich, dass ich das auch genauso empfunden habe. In der Nacht bedeckt die Dunkelheit das Unscheinbare und Hässliche, die Lichter sind die Faszination!

    Im Bryce-Canyon war ich nicht mit, aber die Bilder meines Mannes sehen so ähnlich aus – auch mit Schnee in den Höhen … (Ich weiß gar nicht, ob das im Sommer mal anders ist – wahrscheinlich…)

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