Denn das Auge isst mit

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch daran, dass ich in meinem letzten Food Report angekündigt hatte, als nächstes etwas mit Bärlauch und Spargel zu kochen. Das habe ich auch, natürlich wie immer im Rahmen eines von Frank Petzchen organisierten Events und wieder mal bei meinem vermutlich mittlerweile unumstrittenen Lieblingskoch und -entertainer Frodo. Durch meinen langen Urlaub und ein paar andere teils positive, teils weniger positive Ereignisse außerhalb der wunderbaren Welt der Küche bin ich nur leider nicht so richtig dazu gekommen, von diesen letzten Kocherlebnissen zu berichten, was diese jedoch in keinster Weise herabsetzen soll. Ganz im Gegenteil, sowohl das Bärlauch als auch das (vegetarische) Spargelmenü haben wir mit sehr viel Vergnügen gekocht und der liebe Frodo läßt sich ja auch wirklich immer sehr spannende und köstliche Sachen für uns einfallen, es ist nicht nur eine Freude für den Gaumen sondern auch fürs Auge. Und endlich, endlich habe ich mal daran gedacht, eine vernünftige Kamera mitzunehmen um zum einen mal ein klein bißchen zu experimentieren zum Thema Food Art und zum anderen, um mal ein paar meiner Eindrücke mit euch zu teilen. Vielleicht bekommt der eine oder andere ja Lust, mich einmal zu begleiten oder aber mit mir zusammen daheim zu kochen. Die nachfolgenden Bilder sind alle vom Spargelmenü, das wir vor einer Woche gekocht haben. Die Menüfolge war dabei:

  1. Kleiner Gruß vom Chef: Baguettebrot mit Pesto und Parmesan
  2. Gebackene Spargel-Käseröllchen auf Romanasalat mit Senfdressing und Parmesan
  3. Große gratinierte Öhrchen-Nudeln gefüllt mit Spargel-Tomaten-Ragout
  4. Spargel und Nüsse aus der Pfanne mit Kartoffelsoufflee und Ziegenkäse
  5. Rhabarber Tarte mit Erdbeereis (Rezept weiter unten)

Das Lustigste an diesem Tag war als wir alle ganz am Anfang um einen gr0ßen Topf herum standen und mit Teelöffeln den darin brodelnden Spargelsud probierten, um herauszufinden, wieviel Salz und Zucker denn nun ungefähr hinein gehört. Das Interessantes war herauszufinden, dass gebratener weißer Spargel nicht nur sehr einfach und schnell zu machen ist, sondern auch noch außerordentlich lecker schmeckt (hab ich jetzt schon zweimal nachgemacht). Das Beste, Tollste, Schönste war jedoch, dass wir statt 10 nur 5 Mädels in einem Kurs waren, bei dem es Kuchen zum Nachtisch gab, d.h. jede von uns konnte 2 Stückchen essen, was wir natürlich auch gemacht haben.

Wie oben schon versprochen, kommt hier noch schnell zum nachbacken das Rezept für die Rhabarber Tarte.

Für den Mürbeteig braucht ihr:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter, in Flöckchen
  • 50 g Zucker
  • Salz
  • 1 Ei

Für die Füllung:

  • hellen Karamell aus 150 g Zucker und 50 g Butter
  • 600 g Rhabarber, geschält und in 2-3 cm lange Stückchen geschnitten
  • 2 EL Kokosflocken
  • 40 g Butterflökchen

Den fertigen Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 h im Kühlschrank kühlen. Den flüssigen Karamell in eine feuerfeste Form gießen, Rhabarber, Kokosflocken und Butter darauf verteilen, mit ausgerolltem Teig vollständig bedecken, der Teig sollte die Form komplett verschließen und am Rand fest angedrückt sein. Die Teighaube mit einer Gabel einstechen und den Kuchen bei 200°C Ober/Unterhitze ca. 20 min backen. Tarte später vorsichtig auf einen großen Teller stürzen und am besten mit Eiscreme servieren.

Und weils so schön war, hab ich als Homage heute nachmittag mal eine einfache, schnelle Tarte Tatin in meiner eigenen Küche gebastelt. Et Voilá…

tarte1 tarte2 tarte3

Ich habe neulich beim Einkaufen einfach mal spontan fertigen Mürbeteig mitgenommen. Heute nachmittag habe ich dann ein wenig Karamell gemacht und in eine Backform gegossen, 3 Äpfel, die ich noch im Haus hatte geschält und in Spalten geschnitten, auf dem Karamell verteilt und mit gehackten Pecannüssen bestreut, den fertigen Teig darüber verteilt, durchlöchert und das Ganze für ca. 20 Minuten rein in den Ofen bei 200°C. Fazit: Der Boden wird ein klein wenig zu dünn mit dem fertigen Teig, ich habe wohl auch ein wenig zuviel Karamell gemacht und noch dazu vergessen, Vanilleeis als Beilage zu besorgen, es war aber trotzdem sehr, sehr lecker und Übung macht ja bekanntlich den Meister.

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5 Kommentare

  1. Oh man, sieht das alles GUT aus! Lecker lecker..da kriegt man richtig Hunger *_*

    Liebe Grüße
    Der Point.

    1. Ja, der Frodo gibt sich mit dem Anrichten immer sehr viel Mühe. Hab schon einige Menüs mit ihm gekocht und wirklich jedes einzelne Gericht war lecker, ausnahmslos. Rosmarineis, hmmmmm…

  2. Oh, da müsste man ja vorher gewarnt werden, wenn so viele so leckere Sachen kommen. Da läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen!!

    1. Ok, meine Liebe, dann sei hiermit schonmal ganz pauschal vorgewarnt, habe nämlich vor, meine große Kamera jetzt jedes Mal zum Kochen mitzunehmen. Für 2 Kurse im Juli habe ich mich schon angemeldet – Köstliches Liguerien und dann noch einmal Fitnessküche. Und vielleicht backe ich vorher nochmal 🙂

  3. von spargel bin ich persönlich ja nicht so der freund, aber die bilder sehen großartig aus und das essen wirklich lecker! wow!!!

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