Hamburg monochrom

Nach langer, langer Zeit habe ich mal wieder einer der, in meinen Augen, wohl schönsten Städte Deutschlands einen kleinen Besuch abgestattet. Und obwohl die Hansestadt Hamburg garnicht einmal so weit entfernt von meiner Heimathansestadt Rostock liegt, war ich in der Vergangenheit nur sehr selten da, meistens auch nur am Bahnhof, und kenne die Stadt eigentlich kaum, so dass ich diesbezüglich ein klein wenig Nachholbedarf hatte. Und ich denke, die Stadt hat sich vielleicht ein klein wenig auf meinen Besuch gefreut, vielleicht waren die Wettergötter aber auch gerade nur äußert gnädig gestimmt, das Wetter jedenfalls präsentierte sich von seiner besten Seite und glänzte mit einem ganz wunderbar sonnigen und warmen Altweibersommer, keine Selbstverständlichkeit in der sonst oft grauen und verregneten Stadt an der Elbe. Nun, in Anbetracht dieser Umstände wird sich der eine oder andere von euch vielleicht ein wenig über die Titel- und Bildauswahl dieses Posts wundern, doch alles hat seinen Grund. Ich hatte natürlich meine Kamera mit dabei und auch vor möglichst viele Fotos zu machen, ein bißchen was am Hafen und neues Material für eine Sockenstory, schließlich geht es ja um die Abenteuer der Throx Sox in Deutschland. Blöd nur, dass ich in meiner Hektik und Eile, vielleicht auch Schusseligkeit, total vergessen habe, auch tatsächlich ein paar Socken mitzunehmen. Fiel mir natürlich erst auf, als ich später im Zug sass und darüber nachdachte, wie ich die Kleinen wohl am besten in Szene setze, um auch mal was anderes zu zeigen bzw. auszuprobieren. Naja, ist aber auch halb so wild, ich habe trotzdem ein paar schöne, bunte Aufnahmen gemacht, die ich aber erst später zeigen werde. Auf der Rückfahrt, im Zug, habe ich erstmal ein paar andere Bilder zusammen gesucht und monochrom bearbeitet, weil mir irgendwie die Stimmung gefiel und auch, weil dieser Besuch wie eine Reise in die Vergangenheit für mich war. Ich hab dort nämlich einen Freund aus alten bzw. jungen Zeiten besucht; jemanden, den ich schon sehr lange nicht gesehen oder gesprochen habe; den ich aber in meiner Jugend mehrere Jahre lang fast jeden Tag gesehen habe. Wir haben eigentlich garnicht so viel über die Vergangenheit geredet, aber ganz viele alte Fotos angeschaut und auch wenn ich eigentlich immer glaube, mich noch gut an Vergangenes zu erinnern oder das Gefühl habe, es ist doch noch garnicht so lange her, war es sehr spannend und schön, diese Reise zu machen. Ich stellte fest, so viele Gesichter, Namen, Freunde hatte ich schon vergessen und es ist doch schon alles sehr lange her, wir waren so jung damals und haben uns alle irgendwie verändert und irgendwie vielleicht auch nicht. Ich finde es doch immer wieder schön, Menschen aus der Vergangenheit, aus dieser ganz bestimmten Zeit, wieder zu sehen und ganz egal, welchen Weg jeder von uns auch gemacht hat im späteren Leben, unsere gemeinsame Vergangenheit verbindet uns doch nach wie vor und so ist es nie wirklich befremdlich oder verkrampft, sondern immer irgendwie schön. Und auch wenn es damals durchaus schon Farbfotografie gab, so paßt das Monochrome doch ganz gut zu meiner leicht nostalgischen Stimmung und vertuscht zudem ein wenig die Überbelichtung in einigen Bildern. Ach übrigens, alle Aufnahmen wurden in der Speicherstadt bzw. an den St. Pauli Landungsbrücken gemacht und damit sage ich: Gute Nacht, Freunde!

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12 Replies to “Hamburg monochrom”

  1. Schöne Bilder. Besonders das dritte mit der Möwe im Himmel gefällt mir.

    1. Vielen Dank! Freut mich wirklich sehr, dass Dir die Bilder gefallen haben und auch, dass Du mal hier vorbei geschaut hast 🙂

  2. Sehr schöne Bilder. Nr. 1 und Nr.4 sind klasse, das letzte Bild von der Speicherstadt hat eine tolle Tiefe. Bin ja jetzt schon sehr gespannt auf die Farbfotos. 🙂

    1. Oh das freut mich aber sehr, Daniel 🙂 Ich hoffe du bist am Ende nicht enttäuscht. Musst auch leider noch etwas warten auf die bunten HH-Fotos, habs gestern nicht mehr geschafft und dieses WE mach ich erstmal Dresden unsicher, bei hamburgtypischen Regenwetter wie es aussieht :/

      1. Ach, ich hab Geduld und bin ziemlich enttäuschungsresistent. 😉 Wenn ich überlege wie lange meine Leser jetzt schon auf meine Urlaubsfotos aus Prag warten müssen wird mir ja auch bald ganz anders, hoffentlich sind da nicht die Erwartungen ins Unermessliche gestiegen… : Sollte das Wetter in Dresden allerdings so, ähm, „großartig“ sein wie hier solltest Du Dich warm und regenfest anziehen…

        1. Also erstmal: Gratuliere, der 200. Kommentar auf meinem Blog 😀 Was es zur Belohnung gibt, weiss ich noch nicht, aber vielleicht fällt mir noch was ein. Deine Vorschau von Prag war ja schonmal nicht schlecht, da warten Deine Leser doch sicherlich gerne. Ich hab in Dresden auch wieder Material für mindestens 4 verschiedene Posts geschossen, msl sehn, wann ich dazu komme 🙂

          1. Yippie, ein Jubiläums-Kommentar. Da bin ich ja jetzt doppelt gespannt, zum einen auf Deine Fotos, zum anderen darauf, was Du Dir als Belohnung ausdenkst. 🙂
            Und Deinen Satz zu meinen Prag-Fotos nehm ich einfach mal als kleines Kompliment… danke. 😉

          2. Na was bin froh, dass Du enttäuschungsresistent bist, da kann ich ja schlecht was falsch machen 🙂 Und: Gerngeschehen! Werd demnächst noch weiter bei Dir im Blog rumschnuppern…

  3. Schöne Hamburg Impressionen! 🙂

    Es ist halt auch enfach ne hübsche und fotogene Stadt 😀 !

    Der Point.

  4. ich glaub ich hab genau dasselbe bild von der speicherstadt (: die monochrome bearbeitung passt gut und vermittelt wirklich etwas nostalgisches. eine schöne idee.
    aber ein paar socken hättest du dir ja kaufen können (; ?
    cool, dass du so kurz nach mir in HH warst. es ist einfach großartig bilder von motiven zu finden, die man selber gerade erst gesehen hat (:
    und auf deine farbfotos bin ich auch schon gespannt.

    übrigens muss ich mir bald die rede von steve jobs anhören, die wurde ein paar mal auch auf facebook gepostet aber ich kam noch nicht dazu. es war total eigenartig, habe ich doch genau am tag seines todes mit meiner mama über ihn gesprochen (sonst nie). und am nächsten tag hab ichs dann gelesen. immer wieder erschreckend, dass kein geld der welt, kein erfolg und kein reichtum einen vor so einem schicksal bewahren kann.

    1. Das ist ja lustig, aber vermutlich auch normal, wenn man an den gleichen Orten war 🙂 Und außer der Speicherstadt und den Landungsbrücken habe ich dieses Mal auch nicht viel mehr geschafft, also relativ wenig Fotos. Dafür hab ich umso mehr in Dresden geknipst 🙂
      Socken konnte ich leider nicht so einfach kaufen, die Stars meine Stories sind ja ganz besondere Exemplare aus Amerika und gefakt wird nicht. Ist aber nicht schlimm, bin ja öfter unterwegs und sicher auch mal wieder in Hamburg 🙂
      Die Rede von Steve ist wirklich sehenswert. Ich hatte vorher nicht so wirklich einen Bezug zu ihm, aber seine Geschichten sind sehr schön und inspirierend, gerade für junge Leute, die noch ihren Weg bzw. Platz in der Welt suchen…

      1. oooh verstehe ^.^ ich hab dafür gar keine fotos von den landungsbrücken. wir sind da total oft vorbeigefahren, waren aber nur einmal ne stunde dort und da wars kalt, windig und wir hatten nicht besonders viel zeit >.<
        auf die dresden-pics bin ich auch schon gespannt!
        oooh na das ist dann natürlich was anderes! ärgerlich wenn man das daheim liegen lässt. aber wenn hamburg von dir nicht sooo weit ist dann kannst du das ja mal nachholen!

        dann werde ichs mir heute mal anhören, denn ich hab ein paar stündchen zeit…

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