Two walks in Da‘ Hood

Und weiter gehts es mit unserem Spaziergang durch die Nachbarschaft. Nachdem ich ein paar Minuten am Tarzanbaum mit der Kamera ein bißchen Verstecken gespielt habe, klingelte plötzlich mein Handy und meine Mutter wies mich aus sicherer Entfernung dezent darauf hin, das der kleine Felix doch gerne seinen Spaziergang mit uns fortsetzen würde. Also hab ich schnell zusammengepackt und bin durch die Modder über die Wiese zurück zum Weg gestapft. Doch auch im weiteren Verlauf unseres etwas ausgedehnteren Spaziergangs mußte ich mich leider immer wieder unerlaubt von der Truppe entfernen, um weiter im Dreck herum zu krabbeln und auch mal hier und da ein Bildchen machen. Irgendwie war die Ausbeute am Ende doch ein wenig mager/enttäuschend, der graue Himmel und vielleicht auch die Ungeduld meiner Weggefährten, die es doch sehr stark in Richtung des zu Hause wartenden, frisch gebackenen Apfelkuchens zog, haben es mir nicht leicht gemacht. Und daher gibt es als Ergänzung noch ein paar Aufnahmen von Gassi gehen am Abend, kleine Runde dieses Mal und wieder mit einem Gastauftritt von Felix. So ganz zufrieden bin ich mit den Bildern im Dunkeln nicht, da muß ich wohl noch ein bißle üben, aber ich finde einfach den Effekt, den das gelbe Laub auf der Straße und an den Bäumen macht ganz nett. Und im Grunde ist das alles auch nur mal ein kleiner Gruß an alte Freunde; an diejenigen, die noch immer ganz in der Nähe leben und die, die inzwischen ganz weit weg sind.

Ach ja, ist schon lustig was für Gedanken einem beim Anblick dieser Bilder kommen. An der Stelle, an der Felix steht, hab ich mir oft morgens vor der Schule die erste Kippe angezündet, in dem Glauben, mich würde keiner von den Nachbarn mehr sehn und ein paar Meter weiter rechts stand ich dann ein paar Jährchen später an der Straßenbahnhaltestelle und hab mir gedacht: Mensch, du rauchst ja garnicht mehr! Und fast jedes Mal, wenn ich zu Besuch bei meinen Eltern bin und mit meinem Koffer aus der Bahn hüpfe, steht auf der anderen Straßenseite ein alter Bekannter von mir, der sich auch nach all den Jahren nie die Frage verkneifen kann: „Und, haste nun endlich nen Kerl?“. Das ist schon langsam ein Running Gag zwischen uns, vielleicht drucke ich mir aus Spaß einfach mal ein T-Shirt oder auch ein Banner mit der Aufschrift: „Hab einen erledigt!“ oder sowas. Ich laß mir das nochmal in Ruhe durch den Kopf gehen…

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5 Kommentare

  1. achja, diese running gags aus früheren zeiten… seufz. am liebsten mag ich übrigens das große bild in der mitte, eher von unten mit den herbstblättern, die den weg umrahmen.

  2. Hihi, die Perspektive im großen Bild und auch in dem darauffolgenden Hochformat, das nur ein paar Meter zuvor aufgenommen wurde, hab ich ja extra gewählt als schrittweise Annäherung zu deinen ‚Cam under Foot‘ Bilder. Man muß halt ab und an auch mal den Blickwinkel wechseln 😉

    Ich mag in dem Bild vor allem die roten Sträucher, obwohl ich ein ganz, ganz kleines bißchen nachgefärbt und einen leichten Rotfilter drüber gelegt habe.

    1. das macht ja nix. darf ja auch sein. ich hab meine herbstbilder auch ganz schön farblich verändert. ich weiß selber nicht so genau, wie ich dem gegenüberstehe, aber wenn das ergebnis schön ist… (:

  3. Am liebsten gefällt mir das letzte mit dem Hund 🙂 Der steht da so toll.

    Der Point.

    1. Ja, so isser unser kleiner Racker, immer gerne im Rampenlicht und dabei ganz lässig und ahnungslos gucken 🙂

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