Schlemmerei mit Pumpkin Pie

Also ich finde ja, ein Post geht noch diesen Monat, wird auch nur ein ganz kleiner und im Grunde ist es ja auch nur ein Nachtrag zu der am vergangenen Sonntag behandelten Thanksgiving-Kocherei-thematik. Denn so lecker und reichhaltig mein zusammengebasteltes Menü auch war, es war doch ein wenig unvollständig, so ganz ohne Kuchen. Und weil ich nun wirklich, wirklich gerne endlich mal einen Kürbiskuchen (Pumpkin Pie) probieren wollte und den Kürbis ja auch schon gekauft hatte, habe ich am Montag Abend nach dem Sport noch schnell ein bißchen in der Küche herumgeferkelt. Ich kann euch schon einmal vorab sagen: Es hat sich wirklich gelohnt!

Doch zurück zum Thema, dem Kuchen. Ich hatte wie gesagt bereits einen ca. 1 kg schweren Hokkaidokürbis gekauft, den habe ich einfach nur halbiert, die Kerne entfernt und dann auf einem Backblech weichgebrutzelt. Anschließend einfach das Fruchtfleich herauslöffeln und fertig ist das Kürbispüree. Da man bei dieser Sorte generell die Schale mitkochen bzw. – essen kann, könnte man sie vielleicht auch mit ins Püree machen, hab ich beim ersten Versuch aber mal nicht ausprobiert. Das Kürbismassaker ergab eine Ausbeute von etwas mehr als 300 g, da die meisten Rezepte aber etwas mehr erforderten, hieß es mal wieder munter improvisieren. Das Rezept für die Kürbisfüllung habe ich wie so oft auf meiner Lieblings-backseite JoyofBaking.com gefunden, dort gibt es im Übrigen auch ein Video mit der kompletten Backanleitung, und die Mengenangaben von dort um ein Viertel reduziert. Für den Teig habe ich allerdings ein Rezept aus meiner Piebibel verwendet, weil ich das schon einmal im Sommer ausprobiert und für gut befunden habe. Also, hier zum mitschreiben meine Zutatenliste und die Zubereitung:

Für den Teig: 300 g Mehl, 110 g Puderzucker, 185 g kalte Butter (in Würfeln), 2 Eigelbe, etwa 1 EL Eiswasser, 1 Prise Salz

Mehl, Zucker und Butter zu Streuseln verarbeiten (ich mach das meist mit den Händen), Eigelbe und soviel Wasser hinzufügen, dass sich die Zutaten verbinden. Auf der Arbeitsplatte durchkneten, in Frischhaltefolie wickeln und 30 min im Kühlschrank ruhen lassen. Da diese Teigmenge für einen gedeckten Kuchen ist, braucht man später nur 2/3 davon, um die (gefettete) Pie-Form auszukleiden. Ich mach mir davon später noch einen kleinen Pie, man kann aber auch einfach die Zutaten reduzieren oder aber eine größere Form nehmen. Oder noch dekorativ ein paar Blätter ausstechen für den Kuchenrand.

Kleines Extraleckerli: 2-3 Ingwerkekse (z.B. Stem Ginger Shortbread), ein paar geröstete Pekannüsse

Die Kekse und Nüsse zu Krümeln verarbeiten (in Plastiktüte geben und mit Nudelholz draufhauen) und auf den Teig geben, leicht andrücken. Das verhindert wohl, dass der Kuchen später durchsuppt, schmeckt aber auch sehr lecker und gibt dem Ganzen noch ein bißchen Extracrunch.

Für die Füllung: ca. 300 g Kürbispüree, 2 Eier, 85 g braunen Zucker, 90 ml Sahne, etwas Zimt, Ingwer und gemahlene Nelken, 1 Prise Salz

Eier und Zucker schaumig schlagen, Sahne hinzufügen, anschließend Kürbispüree dazugeben und nach Geschmack würzen. Füllung in die vorbereitete Teigschale gießen und bei 190°C in den vorgeheizten Ofen schieben. Der Kuchen braucht so ca. 45-55 Minuten, einfach mal gucken, ob die Kürbismasse schon gestockt ist. Ich hatte ja etwas Bedenken, ob meine Mischung was wird, aber es hat tatsächlich geklappt. Und weil es dann doch schon recht spät und dunkel war, hab ich den Kuchen erst am nächsten Tag fotografiert – schon geschnitten und um eine kleines Stückchen ärmer, mußte ja schließlich probieren, ob er auch wirklich schmeckt. Serviert wurde er mit etwas geschlagener Sahne, paßt wirklich ganz hervorragend dazu.

PumpkinPie1 PumpkinPie2

Ach ja, an solchen Tagen zweifle ich ja schon immer ein wenig an dem Realitätsgehalt des Christopher Moore Zitates ‚I love you above all things, even Pie‘. Ok, Stollen, Topfkuchen und vielleicht auch so ne olle Biskuitrolle, aber Pie? Der Mann muß wohl erst noch kommen. Und vielleicht kann er ja backen.

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5 Kommentare

  1. (((: und der pie sieht sehr lecker aus. den würd ich auch gern mal kosten!

  2. Sieht super lecker aus, muß ich mal ausprbieren! 🙂

  3. Ich mach mal eben einen Kommentar für euch beide 🙂 Der hat auch sehr lecker geschmeckt, nachts bei einem Abstecher in die Küche, dann am nächsten Tag im Büro und auch noch am übernachsten Tag. Ist eigentlich auch nicht schwer zu machen und eben mal was anderes.

    Vielleicht sollte ich ja mal einen Kuchenversandservice anbieten, für besonders treue Leser 😉

    1. DA wär ich voll dabei (: kriegst auch ne sachertorte retour geschickt. oder ein paar weihnachtskekse +g+

  4. […] Beete und Kartoffelpürree. Später geht es dann mit einem ebenfalls schon gestern Abend gebackenen Kürbiskuchen nach Neuss, um ein Wiedersehen mit Freunden zu feiern und die hoffentlich endgültig letzten Sachen […]

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