A Very British Christmas Dinner

Nachdem ich neulich bei Frank Petzchen ja schon ein italienisches Weihnachtsessen gekocht habe, stand ein paar Tage später auch noch ein typisch englisches Festessen auf dem Plan. Ich hatte ja schon seit einiger Zeit gehofft, dass es auch mal etwas zur englischen Küche geben wird, denn die ist nicht ganz so schlecht wie ihr Ruf und wie es aussieht, ging es wohl nicht nur mir alleine so, denn in diesem Winter stehen tatsächlich ein paar solcher Kurse im Programm. Pub Food wird erst im Februar gekocht, daher hab ich mich zuerst einmal für ‚British Christmas‘ angemeldet, vermutlich auch um doch noch zu meinem Truthahnessen zu kommen, wo Thanksgiving ja ausgefallen ist. Durch den Abend delegierte uns Köchin Nina Matsunaga, die dafür extra aus Manchester rüber gekommen ist, mit lauter feinen Zutaten im Gepäck. Aus verlässlichen Quellen weiß ich, dass das von ihr zusammengestellte und von uns Hobbyköchen zubereitete Menü dem typisch englischen Weihnachtsessen ziemlich nahegekommen ist und das alles gab es an dem Abend:

  1. Selleriesuppe mit Stilton-Käse (Celery Soup with Stilton)
  2. Gänseleberpastete (Goose Liver Pâté)
  3. Truthahn mit gerösteten Kartoffeln (Roasted Potatoes), karamellisierten Karotten (Glazed Carrots), Rosenkohl und Maronen mit Speck und Sahne (Creamy Brussels Sprouts with Chestnuts and Bacon), gebackenen Pastinaken (Roasted Parsnips), Würstchen im Speckmantel (Pigs in a Blanket), Salbei-Zwiebel-Füllung (Sage Onion Stuffing), Bratensoße (Gravy) und Brotsoße (Bread Sauce)
  4. Christmas Pudding, Rum Sauce, Brandy Butter, Mince Pies

Es war ein wahrlich reichhaltiges Menü, dass ich vermutlich in diesem Umfang nicht nachkochen würde, es sei denn, ich hätte wieder 9 Helfer und eine ausreichend große Küche zur Verfügung. Andererseits braucht man bei der Vielzahl an Komponenten im Hauptgang die anderen 3 Gänge auch nicht wirklich bzw. würde ich eher noch etwas Leichtes und Frisches als Kontrast dazu machen, z.B. einen Salat wie den Waldorfsalat an Thanksgiving und zum Nachtisch vielleicht eher etwas Eis und Früchte. Dennoch gab es wieder so einige kleine Besonderheiten und Neuigkeiten, die ich von dem Abend mitnehmen konnte; so habe ich zum allerersten Mal Pastinaken gegessen, welche mir außerordentlich gut geschmeckt haben, und auch eine neue Verwendungsmöglichkeit für Maronen entdeckt, in der Kombination mit Rosenkohl und Speck eine sehr schöne Beilage zu Fleisch. Und auch wenn ich Staudensellerie eigentlich so gar nicht mag, fand ich die Suppe doch recht gut, was allerdings auch daran gelegen haben könnte, dass der Käse doch relativ dominant war. Ähnlich ging es mir mit dem Christmas Pudding. Der enthält ja wirklich sehr, sehr viele Rosinen  besteht überhaupt aus einer recht merkwürdigen Mischung an Zutaten, war aber wirklich sehr schmackhaft, vorallem zusammen mit der Rumsoße und Brandybutter. Momentan bin ich bin noch etwas unschlüssig, welches Rezept ich aus letzendlich diesem Menü hier teilen möchte, da ich aber ohnehin alle Zettelchen im Büro liegen lassen habe, kommen heute nur noch die Fotos, alles andere nach den Feiertagen.


 
 


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3 Replies to “A Very British Christmas Dinner”

  1. ich liebe deine essensfotos! ein wahnsinn!

    1. Ist schon immer schön da beim kochen, weil das Essen nicht nur lecker sondern meist auch fotogen ist 🙂 Kann es kaum erwarten, beim nächsten Mal das neue Makro zu testen. Weiß allerdings noch nicht genau, wann das sein wird und was gekocht wird, denn den für den 15.1. geplanten Kurs mußte ich verschieben, weil wir Karten für den Zirkus ‚Flic Flac‘ haben ^^

  2. […] Runde zusammen zu genießen. Da ich diesen Kurs bereits zum zweiten Mal mache und vor einem Jahr hier mit etwas mehr Detail darüber berichtet habe, wollte ich dieses Mal nur ein paar Makroaufnahmen […]

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