Mein allerliebster Lieblingskuchen

Weihnachten steht nun tatsächlich direkt vor der Tür, ich bin inzwischen bei meinen Eltern eingetrudelt und meine Nerven liegen ein ganz klein wenig blank, weil deren DSL-Anschluss die Geschwindigkeit eines 56k Modems zu haben scheint und ich nicht einmal ein Youtube-Video anschauen kann. Aber egal, momentan scheint hier ein bißchen was zu gehen und so nutze ich die Gelegenheit, um den einen oder anderen ausstehenden Artikel zu schreiben bzw. zumindest vorzubereiten, Fotos hochzuladen und so was alles. Gerade komme ich aus der Küche, wo ich frisch gebackenes Shortbread in einer Dose verstaut habe, da liegt es natürlich nahe, gleich weiter über das Backen zu schreiben. Als ich vor 2 Wochen in Köln war, um die Liebesschlösser zu fotografieren und mir von Comiczeichnerin Dagmar Gosejacob eine Nacktkatze-Yoda-Weihnachtskarte malen zu lassen, hatte ich in meinem Gepäck nicht nur die Kamera, sondern auch ein paar selbstgemachte Carrot Cupcakes mit Cream Cheese Frosting. Ich denke, es ist vermutlich nicht übertrieben, wenn ich sage, dass dieser Kuchen, den ich normalerweise in Normalgröße und aus zwei Schichten bestehend backe, sich in den letzten Jahren zu meinen absoluten Lieblingskuchen entwickelt hat. Daher kommt hier und heute das Rezept (Quelle: joyofbaking.com):

Für den Kuchen

  • 100 g Pekan- oder Walnüsse, geröstet und gehackt
  • 340 g Möhren, fein geraspelt
  • 260 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 1/2 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 1 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 4 großer Eier
  • 300 g Zucker (weiß oder braun)
  • 240 ml Pflanzenöl
  • 2 TL Vanilleextrakt (oder Bourbon-Vanillezucker)
  • wahlweise noch ein wenig klein gewürfelte Dosenananas oder auch etwas Apfelmus

Die Eier in einer Schüssel leicht schaumig schlagen (ca. 1 min), dann den Zucker hinzufügen und so lange mit dem Mixer rühren, bis die Masse so richtig schön ‚fluffig‘ ist und eine helle Farbe hat (ca. 3-4 min). Anschließend langsam das Öl hineinfließen lassen, den Vanilleextrakt hinzugeben, dann das mit Natron, Backpulver, Salz und Zimt vermischte Mehl einrühren. Zum Schluß Möhren, Nüsse und Ananas hinzufügen und kurz vermischen. Normalerweise würde ich den Teig in zwei gefetteten und mit Backpapier belegten Springformen (23 oder max. 26 cm Durchmesser) backen, bei 180°C braucht jeder Kuchen etwa 25-30 Minuten. Man kann aber auch eine tiefes Backblech (23 x 33 cm) nehmen oder eben Muffinförmchen (die Menge ergibt etwa 24 Stück). Für die zweistöckige Variante, beide Kuchenböden vor dem Zusammensetzen gut abkühlen lassen.

Für die Frischkäseglasur

  • 57 g weiche Butter
  • 227 g Frischkäse
  • 230 g Puderzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 TL geriebene Zitronenschale

Butter und Frischkäse langsam miteinander verrühren, so dass keine Klumpen entstehen. Anschließend nach und nach den Puderzucker und zum Schluss den Vanilleextrakt und die Zitronenschale hinzufügen. Nach meiner Erfahrung wird die Glasur mit diesen Mengen meistens erst nach zwei Tagen etwas fester, ich nehme daher inzwischen etwas weniger Frischkäse und etwas mehr Zucker, schmecken tut es aber so oder so. Bei der Blech- und Muffinvariante, einfach etwas Glasur auf den bzw. die Kuchen streichen; bei der runden, zweistöckigen Variante, zuerst den unteren Boden bestreichen, dann den zweiten Boden darauf setzen und anschließen das Ganze oben und an den Seiten mit der Glasurmasse bestreichen. Wer mag, kann auch noch mit Nüssen oder Marzipankarotten dekorieren. Der Kuchen schmeckt meistens noch besser, wenn er ein oder zwei Tage gestanden hat und läßt sich hervorragend einfrieren. Immer wieder ein Genuß, ich liebe diesen Kuchen einfach.

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