Freitag der 13. in Serie

Ich hoffe, ich stosse jetzt niemanden vor den Kopf, wenn ich nochmal ausdrücklich darauf hinweise, dass heute Freitag der 13. ist, ein ganz besonders schrecklicher Tag für Abergläubische. Für alle anderen, mich dabei eingeschlossen, ist es einfach nur ein Freitag wie jeder andere, der beste Tag der Woche, weil er das oftmals lang ersehnte Wochenende herbeiläutet. Es war keine wirklich gute Woche für mich und ich weiß noch nicht, ob oder wann ich darüber schreiben werde, warum dies so war, für heute soll daher genügen zu erwähnen, dass die Schwermut der vergangenen Tage offenbar nicht nur auf meiner Seele lag, sondern auch stark auf meinen Schultern lastete und sich so der Schmerz überall verteilte. Das war vermutlich einer der Gründe, warum ich mich diese Woche nicht besonders viel mit neuen Beiträgen für den Blog beschäftigt habe, ein anderer war, dass ich mir für ein 52 Wochenprojekt der englischen Zeitung The Guardian einen Flickr-Account zugelegt habe, für den ich noch ein paar Bilder heraussuchen mußte. Nun ja, und dann hatte ich noch das Problem, dass ich in den vergangenen Tagen zwar einige neue Fotos gemacht habe, die ich auch hier zeigen wollte, doch irgendwie fehlte mir eine passende Geschichte oder aber ich fand es waren einfach nicht genug Bilder zu einem Thema, Bilder, die auch für sich alleine stehen können.  Als ich dann heute abend auf dem Heimweg so in der Strassenbahn vor mich hindöste, kam mir schließlich die Idee, die verschiedenen Aufnahmen der Woche als Kollagen darzustellen und so habe ich eben ein wenig gebastelt.

Los geht es am Sonntag, als ich mich bei anfangs nur leichtem Nieselregen aufs Rad schwang, um ein paar Fotos vom Hochwasser am Rhein zu machen. Als ich an der Erft entlang durch den Wald fuhr, sah ich plötzlich eine Stelle zwischen den Bäumen und Büschen, an der viele verschiedene Pilze wuchsen, die ich mir natürlich durch die Linse etwas genauer anschauen mußte.

Etwas später im Neusser Sporthafen stapfte ich dann durch den Uferschlamm über nasse Braune Blätter und versuchte irgendwie ansehnlich das Hochwasser in Bildern zu erfassen. Ich hatte ursprünglich vor noch weiter am Ufer entlang zu fahren und von der Brücke aus die überfluteten Wiesen zu fotografieren, leider fing es nur immer wieder an zu regnen und da vergeht mir dann doch etwas die Lust. Die Bilder, die ich dann letzendlich im Kasten hatte, waren nicht sehr spannend so mit grauem Himmel und braunen Wasser, daher kommen sie in dezentem SchwarzWeiss daher. Paßt auch viel besser zu meiner Stimmung an dem Tag.

Zwei Tage später, am Dienstag, war das Wetter schon etwas besser und ich hatte meine Kamera mit zur Arbeit genommen, da mir noch immer ein buntes Bild für den Mittwoch fehlte. Wie gesagt, ich hatte ursprünglich etwas Blaues im Sinn und machte mich daher auf den Weg zum GAP 15, einem Hochhaus in der Düsseldorfer Innenstadt, dass aus Sicherheitsgründen seit einigen Monaten in grüne Netze gehüllt ist, die wiederrum an Betonklötzen und blauen Fässern befestigt sind. Und eben diese Fässer hatte ich mir als Objekte ausgesucht, nur irgendwie fand ich es dann doch etwas komisch, da so lange herumzuknipsen und so ist die Auswahl an Motiven recht beschränkt.

Chronologisch kommen die letzen Bilder eigentlich noch vor den Fässern, da ich sie auf dem Weg dorthin fotografiert habe, aber das spielt ja im Grunde keine Rolle. Wer in der Stadt lebt, kennt es vermutlich, dass man hier und da verstümmelte Fahrradleichen herumstehen sieht, irgendwo angekettet, von Randalen verbogen und geschändet, von ihren Besitzern dann einfach im Stich gelassen. So ein Exemplar habe ich neulich auf dem Weg zur Arbeit entdeckt und mußte auch dort mit der Kamera einen Moment innehalten. Zwei der entstandenen Aufnahmen sieht man links und rechts in der Kollage, das mittlere Bild stammt von einem noch unversehrten Fahrrad, das mir ein Stückchen weiter begegnet ist. Diese Bilder hätten vielleicht auch gut groß und alleine stehen können, aber so mit den anderen zusammen find ichs auch nicht so schlecht. Abwechslung muss ja auch mal sein.

Teile diesen Beitrag:

9 Replies to “Freitag der 13. in Serie”

  1. *_* Ich bin begeistert. So viele alltägliche Szenen mit so viel Zauber

    – Ich liebe ja Pilzfotos irgendwie 😀 Auch wenn diese hier nicht sehr bunt sind. Sie warten halt eher mit interessanten Formen auf 😀

    – Also die Hochwasser sind ja niemandem zu wünschen. Auch wenn sie hier zu Lande nicht so schlimm sind, wie anderswo (ich muss es wissen, auch wenn meine Füße nicht nass geworden sind) aber für Fotos können sie doch interessante Motive bieten. Bäume und Zäune und Bänke – mitten im „Meer“! Und die Spiegelungen :>

    – Tolles Spiel mit der Schärfe

    – Diese Serie finde ich am besten von den Farben, Bildaufbau und allgemein das Motiv…

    Hoffe dein Wochenende und die kommende Woche wird schön!

    Der Point.

    1. Haha, vielen Dank, dann hab ich es ja zumindest geschafft, dich für die vorangegangenen Bilder zu entschädigen. Das Hochwasser war eigentlich nicht sehr dramatisch und es gibt hier in der Gegend genug Pufferzone. Inzwischen ist auch wieder alles iim normalen Bereich, was ich fast schon ein wenig schade finde, denn beim derzeit anhaltenden Sonnenschein hätte ich vielleicht noch ein paar schöne Aufnahmen machen können. Obwohl, ich glaube, das habe ich vielleicht auch so geschafft, muss die Ausbeute erst noch sichten. Das Wochenende war tatsächlich schön, klirrend kalt aber sonnig, und ich habe auch heute, am Montag, noch frei. Dir auch eine schöne Woche mit vielen spannenden Bildern!

  2. Also ich kann mich Point. nur anschließen: ich bin echt begeistert von Deinen Aufnahmen!
    Das mittige Pilzfoto verleitet mich richtig, ihn anfassen zu wollen 😀 Und auch die blauen Fässer sind toll aufgenommen!
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
    LG, Consu

    1. Danke, Consuela! Die Wünsche haben geholfen, das Wochenende war wirklich schön und vor allem endlich mal wieder sonnig. Mit den Pilzaufnahmen scheine ich auch echt Glück gehabt zu haben, war eben nochmal dort spazieren und da sahen sie schon nicht mehr ganz so schön aus 🙂

  3. die flooded-serie mag ich sehr. die hat was richtig dramatisches, das durch den monochromeffekt noch unterstützt wird.
    die letzte serie finde ich als serie nicht ganz so harmonisch, aber jedes bild einzeln finde ich richtig toll. von allen ist aber das erste auch noch mein favorit (:

    ich halte da auhc nix davon, aber der tag hat trotzdem damit begonnen, dass ich mir schön in den finger geschnitten hab -.-

    1. Oh man, weißt du, ich hab beim ersten Mal gelesen, du hast dir den Finger abgeschnitten und geadcht O.O Ich glaube, es war schon spät 🙂

      Das Hochwasser hat sich inzwischen schon wieder zurückgezogen, war gestern mit dem Rad am Rhein und heute an der Erft spazieren, alles wieder im normalen Bereich. Von den Serienbildern werde ich eventuell einige einzelne Aufnahmen bei Flickr reinstellen, dann kannst du sie nochmal genauer sehen ^^

      1. haha nein das zum glück nicht (;

        das ist fein (: na dann muss ich mal wieder ein bisschen bei flickr herumstöbern.

  4. Vier ganz tolle Serien. Jede für sich spannend und interessant. Und in sich stimming.
    Du findest mich begeistert.
    LG Michel

    1. Vielen, vielen Dank, lieber Michel. Freut mich, dass ich dich begeistern konnte 🙂

      Liebe Grüße,
      Viola

Wenn Du auch etwas dazu sagen möchtest...