7 of 12 Colours of Cold & Flic Flac

Das Bild der Woche kommt dieses Mal schon wieder ein wenig düster, hoffentlich doch aber auch ein ganz klein bunter daher und ich stelle es auch ganz bewußt an den Rand und nicht ins Zentrum des Blickfeldes, denn dieses Mal dient es tatsächlich nur als Einleitung für das was noch kommt. Meine Stimmung ist noch immer ein wenig sehr am Boden, aber glücklicherweise schaffe ich es dennoch, morgens zur Arbeit zu schlürfen und bei jeder sich mir bietenden Gelegenheit den Auslöser meiner verschiedenen Kamera(s) zu betätigen. Einige Bilder vom Wochenende habe ich ja schon gezeigt, zumindest die von Paule’s Abenteuern, andere liegen noch immer ungesichtet auf meiner Festplatte und auch wenn vielleicht ein paar schöne Aufnahmen dabei sind, so sind es doch eher ganz ’normale‘ Bilder. Daher habe ich mich gestern Abend erst einmal den Aufnahmen gewidmet, die ich am Sonntag Abend gemacht habe, da war ich nämlich mit Freunden in Dortmund beim Zirkus Flic Flac. Wir hatten auch recht gute Plätze nicht zu weit weg von der Bühne, allerdings mußte ich während der ersten Hälfte immer zwischen den Köpfen zweier mit üppiger Frisur ausgestatteten Damen hindurch fotografieren. Und natürlich hatte ich kein Stativ mitgenommen, ich wollte ja auch die Show sehen und nebenbei halt ein bißchen rumknipsen in der Hoffnung es kommt irgendetwas halbwegs brauchbares dabei heraus. Richtig professionelle Fotos hat meine Freundin Iris gemacht, direkt vom Bühnenrand aus, und als ich gestern Abend dann meine eigene, doch recht unscharfe Ausbeute betrachtete, dachte ich daran, dass sie öfters mal mit Körnung arbeitet und ich damit vielleicht doch noch ein paar Kunstobjekte für den Blog erschaffen könnte. Ich kenne mich ja noch immer nicht so gut mit meinem Fotoshop Elements 9 aus, ganz einfach weil ich nicht zu lange an Bildern herumwerkeln möchte und immer hoffe, sie sehen halt auch so gut aus wie sie aus der Kamera kommen. Gezielte Unschärfe in Bildern gefällt mir ja und ist wohl auch einer der Hauptgründe, warum ich den Kauf einer DSLR niemals bereut habe, ansonsten jedoch finde ich es oft ärgerlich und fast noch schlimmer als Überbelichtung. Nun ja, manchmal passiert es halt leider trotzdem und man kann dann entweder alles in den Papierkorb werfen oder aber versuchen noch irgendwas zu retten, vor allem, wenn es um einmalig Erlebtes geht. Und auch wenn ich noch nicht so recht weiß, was ich selbst von den Endergebnissen halte und auch stark vermute, dass dieser Stil nicht zur Gewohnheit wird, fand ich es schon ganz spannend mal wieder etwas mit der Fotografie bzw. Bildbearbeitung herum zu experimentieren. Ok, ich hör dann mal auf zu quasseln und zeig euch die Bilder.Bin gespannt, was ihr sagt.






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7 Replies to “7 of 12 Colours of Cold & Flic Flac”

  1. Erst einmal im Großen: Die Fotos vermitteln Atmosphäre! -> Me gusta.
    Dann im Kleinen: Ich hätte mir an mancher Stelle ein paar interessantere Perspektiven neben der totalen gewünscht, näher am Geschehen, hier an den Körpern der Künstler und deren Bewegungen. So geht die Atmosphäre im Großen zwar nicht flöten, tritt manchmal aber etwas zurück, etwa bei den beiden Herren, die ihre Körper senkrecht aufeinander abstützen, hier vielleicht eine (Halb-)Seitenperspektive? Es bleibt eine Sache der Dynamik. Aber hier eher nur ’ne Kleinigkeit, da die Bilder trotzdem funktionieren, im Falle des Trapez-Bilds durch die Unschärfe z.B..
    Ganz toll finde ich die körnigen (passt prima/knisternde Stimmung :D) ersten beiden S/W-Bilder (Nr. 4 & 5). Hier passt die Totale sehr gut, (um die Größe der Darstellung herauszuarbeiten), ebenso auch im darauf Folgenden (blauton/stimmungsvoll!). Und auch das zweitletzte zeigt eine hübsche Pose, zu dem das Licht links auch wunderbar passt.

    Die Nuss

    1. Freut mich, dass sie Dir gefallen, vielen Dank. Mit den Perspektiven hast Du womöglich nicht unrecht und sicherlich hätte ich aus so einer Veranstaltung noch so einiges herausholen lassen, nur hatte ich irgendwie zuviel anderes um die ohren, um mir darüber Gedanken zu machen. Außerdem kam ich von meinem Platz im Publikum nicht weg und von dort aus mit meinem 18-55 mm Objektiv nicht näher ans Geschehen. Auf den nächsten Weihnachtszirkus im Flic Flac bin ich dann besser vorbereitet und ich kann ja nochmal schauen, ob bei meinen anderen Bilder doch noch etwas dabei ist bzw. kann ich vielleicht auch Fotos von meiner Freundin zeigen, die hatte eine andere Perspektive 🙂

      Die 3 Querformatbilder sind, glaube ich, auch meine Favouriten und die eher ruhigen Elemente der Show, sehr beeindruckend.

  2. ich kenne die gefühle die du da so beschreibst gut. manchmal ist bildbearbeitung nur spaß und da ist sie toll, wenn sie aber notwendig ist ist es irgendwie unerfreulich.
    ich mag besonders die ersten beiden s/w stark gekörnt im querformat, die finde ich richtig toll!

    1. Ja, es ist schon komisch und wenn mich dann auch noch jemand fragt, ob ich denn in RAW fotografiere, sag ich meistens ganz entsetzt: Oh Gott, nein! Das ist ja noch mehr Arbeit. Naja, vielleicht beschäftige ich irgendwann nochmal etwas mehr damit, zur Zeit hab ich dafür echt keinen Nerv, für eine Spielerei hier und da ist es aber ok.

      Die beiden s/w Querformate waren auch mit die ersten, die ich gemacht habe. Erst hab ich überlegt ob ich überhaupt beide zeige, weil es ja fast das gleiche Motiv ist, hätte mich aber auch nicht für eins entscheiden können. Und es wwar schon sehr beeindruckend anzuschauen.

      1. ich fotografiere auch nicht in RAW. mir sagt das einfach überhaupt nicht zu, dass man keine bildvorschau hat. das nervt total. und im moment brauch das auch bis dato nicht, von dem her ist es schon in ordnung für mich.

        ja das glaub ich dir (:

  3. Ich mag die querformatigen Bilder (auch) am liebsten – so viel Raum drum herum, so ein tolles Licht, die eingefrorenen Bewegungn. Das vermittelt so eine gewisse Ruhe und Stille, auch Spannung. Besonders die in schwarz-weiß natürlich, aber auch das blaue.

    Insgesamt konntest du jdf schon sehr schöne Eindrücke sammeln 🙂

    Der Point.

    1. Oh, das freut mich aber und genau dieses Gefühl von Ruhe, Stille und Spannung hatten wir auch während der Vorstellung. Alles war ganz ruhig, nur ein wenig Musik, ein Summen, langsame Bewegungen, dann der Druck, der von der Künstlerin abfiel als die gesamte Skulptur fertig auf einem weiteren Stab ruhte, das gewollte Zusammenfallen am Schluss. Und sehr schön fand ich auch den Wechsel der Beleuchtung in der Manege, den man durch die teilweise schwarz/weiße Bearbeitung nicht so sieht – weiß, gelb, orange, rot, lila, pink, blau, grün, sehr cool.

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