Ein alberner Sonntag

Vor knapp zwei Monaten habe ich das letzte Mal ein paar Selbstporträts gemacht und die waren doch eher ein wenig düster, vielleicht auch ein bißchen morbide und experimentell, aber so ist das eben manchmal. Das neue Jahr fing auch nicht unbedingt besonders gut an und der Winter mit seinem Grau-in-Grau wollte mich einfach nicht aus seinen Krallen lassen, doch dank Paule’s Einzug hier konnte ich zumindest immer ein kleines spielerischen Element am Leben halten, darüber bin ich sehr froh. Wie ihr vielleicht in seinem letzten Bild gesehen hab, lagen in Hintergrund vom Karnevalshasen ein paar Gipsmasken herum, die ich am Tag vorher gemacht hatte. Ursprünglich wollte ich nämlich anläßlich der letzen jecken Tage noch ein paar Porträts im Stil des venezianischen Karnevals machen, der dieses Jahr unter dem Motto „Life is Theater. Time to get masked.“ stand. Aber die Masken trockneten langsam und benötigen noch etwas Nachbearbeitung, so dass es wohl noch eine Weile dauern wird, bis ich diese Bildidee umsetzen kann.

Außerdem hatte ich schon seit einiger Zeit vor, mal ein paar Nahaufnahmen von mir mit dem neuen Makro zu machen, da ich für Businessnetzwerke und auch unser Firmenintranet endlich mal ein Bild haben wollte. Nachdem ich mich dann erstmal mit ein paar Blumen und Paule warmgeknipst hatte, habe ich dann im Wohnzimmer ein bißchen umgebaut und mich schön brav mit Bluse, gestriegelten Haaren und einem halbwegs freundlichen Gesichtsausdruck abgelichtet. Wo ich nun schon so dabei war und alles aufgebaut hatte (also Hintergrund, Stuhl, Stativ), fiel mir ein, dass ich doch schon seit Monaten mal eine Serie mit meiner Ray-Ban und den billigen Look-a-likes machen wollte, aus Amerika hatte ich mir nämlich drei solcher 5$ Sonnenbrillen mitgebracht. Die mit dem durchsichtigen Gestell habe ich kurz nach dem Urlaub jemandem geschenkt, der sie vermutlich inzwischen weggeworfen hat; die mit dem roten Gestell und den verspiegelten Gläsern hat sich eine Freundin von mir erbettelt und die bei mir gebliebene mit den Leopardenmustergestell hat inzwischen ein gesprungenes Glas, aber ich hab sie trotzdem noch. Irgendwann im Sommer hatte ich mir außerdem das gleiche Brillenmodell mit durchsichtigen Plastikgläsern gekauft, nur mal so aus Spaß und als Ergänzung zur komplett schwarzen Ray-Ban von Ebay. Ich hatte also heute 3 Brillen zum spielen und rumalbern, da ich aber aus irgendeinem Grund unbedingt 4 Motive zeigen wollte und meine Pilotenbrille nicht finden konnte, hab ich improvisiert und am Ende dann von jedem Motiv jeweils 2 Variationen heraus gesucht. Lustig wars und ausnahmsweise gucke ich mal nicht nur ernst.

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9 Replies to “Ein alberner Sonntag”

  1. Süß 🙂 Freut mich, dass du offensichtlich viel Spaß an diesem kleinen Shooting hattest!

    Übrigens, klappt das jetzt mit dem Feed-Reader 🙂 Danke!

    Der Point.

    1. Gern geschehen und Danke 🙂

  2. Lustige Fotoserie! Schön, Dich mal wieder lachen zu sehen 🙂

    1. Haha, vielen Dank! Ich betrete quasi unberührten Boden, Lachen auf Fotos ist ja nicht so wirklich meine Spezialität. Du hättest mich übrigens mal gestern abend sehen sollen, als ich doch tatsächlich noch ein Sitzplatz-Ticket für BossHoss in Berlin bekommen habe. Bin schon den ganzen Morgen total hippelig deswegen 🙂 Schätze wir sehn uns ^^ Ich schick Dir die Tage nochmal ne extra Nachricht dazu…Yee-Haw!

  3. ich hab die serie ja schon bei facebook gesehen (: die idee ist echt witzig, auch mit der ‚brillenadaption‘ mittendrin. wie es aussieht hattest du spaß dabei (: es ist schön, hier öfter mal was fröhliches zu sehen (auch wenn ich gut verstehen kann, dass nicht immer raum dafür ist).

    alles liebe,
    paleica

    1. Hihi, das ist wohl wahr 🙂 Als ich den Blog damals gebastelt habe, wollte ich hier ja auch haupsächliche lustige und verrückte Sachen machen, bloß nicht zu ernst und auf keinen Fall rummeckern oder so. Da ich dann Dank Dir später viel mehr als ursprünglich geplant in die Fotowelt abgedriftet bin, blieb der Schabernack manchmal etwas auf der Strecke, da ich ja auch andere sachen ausprobieren wollte, aber wie es aussieht, wird es so langsam wieder was 😉

      1. ui, na ich hoffe das ist trotzdem eine positive sache, das abdriften in die fotografie (((: ich will ja nicht für negatives und zielverfehlung verantwortlich sein (;

        ich hab das aber auch, ich will in meinem blog keine allzu ernsthaften sachen drin haben. wobei nachdenklichkeit ist finde ich voll in ordnung. alltägliches/politisches oder sowas, das hat bei mir gar keinen platz.

  4. Nee, keine Sorge, ist alles gut und ich hatte ja am Anfang auch kein bestimmtes Ziel, ich wollte halt einfach nur verschiedene Sachen ausprobieren und gucken, wohin mich das Blogabenteuer führt. Und die Erfahrung, sowohl hier als auch in Facebook, zeigt halt auch, dass man mit Bildern einfach Menschen besser oder einfacher erreichen kann als mit Worten. Da mir in den letzten Monaten die Worte ein bißchen ausgegangen sind, ist das auch sehr praktisch.

    Ein paar Kleinigkeiten aus dem Alltag sind ja durchaus ok, vorallem wenn man sie ein bißchen schick einpackt und etwas daraus/darum gestaltet. Politik muß ich auch echt nicht haben, dafür gibt es mehr als genug Blogs und Webseiten, mir persönlich gibt das nichts und die Diskussionen dazu sind in der Regel auch eher negativ. In diesem Sinne, laß uns weiter möglichst froh und munter sein 🙂

    1. das kenn ich. irgendwie lustig, bei mir hat sich die entwicklung irgendwie sehr ähnlich ergeben.
      finde ich super und ich seh das genauso (: nur keine negativen schwingungen im blog!

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