Kleine Helden am Wegesrand

Wißt ihr, ich blogge wirklich sehr, sehr gerne und liebe es die Welt um mich herum zu erkunden, meine kleinen Entdeckungen hier zu teilen und auch einfach mal nur so richtig rumzualbern. Letzteres kommt zur Zeit irgendwie ein bißchen zu kurz bzw. wird vielleicht eher im wirklichen Leben, der Welt dort draußen, ausgelebt, weil mir oft einfach die Zeit dafür fehlt, dem Wirrwarr mittels Keyboard seinen Lauf zu lassen. Aber manchmal kann man eben nicht so wie man es gerne hätte und in den vergangenen Tagen hat mir eine fette Erkältung ziemlich zu schaffen gemacht. Absurderweise genieße ich solche Krankheitsphasen in gewisser Weise, denn wenn mein Körper so geschwächt ist, das er nahezu meine komplette Aufmerksamkeit für sich beansprucht und noch viel mehr Ruhephasen fordert, bleibt einfach keine Kraft mehr für endlose Gedankenspiralen und Grübeleien, mein Geist nimmt sich dann ebenfalls eine Auszeit und zieht nur ein Minimum an Energie für die allernotwendigsten Grundfunktionen ab. Leider kann ich mir allzu langes Herumvegetieren zu Hause selten leisten, diese Woche waren immerhin 2 Tage machbar, und obwohl ich mich im Büro ziemlich daneben und sehr schlapp gefühlt habe, glaube ich, keinen meiner Kollegen angesteckt zu haben. Besonders knifflige Arbeiten standen glücklicherweise diese Woche nicht an und das Routineprogramm gelingt mir krank meistens leichter, weil ich viel weniger von anderen Dingen und Tagträumereien abgelenkt mit.

Nun ja, wie dem auch sei, so langsam scheint das Ganze überstanden zu sein, das Wetter hat sich auch sehr positiv, fast schon sommerlich, entwickelt und durch den Feiertag am kommenden Dienstag und einen Brückentag freue ich mich gerade sehr auf zwei weitere freie Tage. Heute am späten Nachmittag konnte ich mich auch endlich wieder dazu aufraffen, mit der Kamera um den Hals und ein paar Objektiven in der Tasche einen kleinen Spaziergang durch die Nachbarschaft zu machen. Ich hatte da nämlich eine Idee für das 4 Elemente Projekt, genauer gesagt für eine Interpretation des Elements Erde, die ein baldiges Handeln erforderlich machte. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob es mir so gelungen ist und veröffentlicht wird das nächste Bild ja ohnehin erst am 15. Mai, daher gibt es davon heute nichts zu sehen, aber ich habe ja auch noch andere Fotos gemacht. Heute durfte das Makro mal wieder ran und ich habe versucht, ein paar Winzlinge am Wegesrand in den Mittelpunkt zu rücken, ohne viel Schnickschnack im Hintergrund, mit viel Raum drumherum. Alles ganz schlicht und einfach. Mit einem Hauch von Farbe und Frische. Die Unscheinbaren, von vielen Übersehenen, für die man runter auf die Knie gehen und ganz genau hinsehen muss. Natürlich wieder ohne Stativ, mit wenig Zeit und Geduld, trotzdem voller Entzücken. Nicht alle Modelle haben am Ende ein Foto bekommen, ein paar durften dennoch im Anschluss eine Runde durch Photoshop. Und auch hier gab es wieder Überraschungen; beim Verschieben der Regler, beim probieren hin und her, zufällig und oft auch willkürlich, kamen Dinge zum Vorschein, die vorher nicht da waren. Am Ende war alles auf einmal ganz anders und ich irgendwie bezaubert und berauscht von den Möglichkeiten.



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12 Replies to “Kleine Helden am Wegesrand”

  1. Da hast Du nicht nur niedliche Hauptdarsteller, sondern sie auch noch schön in Szene gesetzt. Wunderbare Frühlingsimpressionen.
    LG Michel

    1. Vielen Dank, lieber Michel. Freut mich sehr, dass sie Dir gefallen. Ich glaube sie sind ein bißchen von Deinen Sichten inspiriert 🙂

      1. Was wiederum mich sehr freut 😉

  2. Was ist denn das für ein lustiges pinkfarbenes Tierchen auf dem letzten Bild?
    Wirklich schöne Aufnahmen! Gute Besserung weiterhin an Dich 🙂

    1. Hm, gute Frage, ich habe keine Ahnung,was das für ein Tierchen gewesen ist. Eigentlich hatte ich einen auf dem Nachbargrashalm schlafenden Marienkäfer im Visier und dann krabbelte es auf einmal durch mein Blickfeld, Halm hoch und wieder runter. Soviel Einsatz muss doch belohnt werden, daher blieb der Marienkäfer draußen.

      Oh, und natürlich: DANKE 🙂

  3. Die ganze Fotoreihe gefällt mir sehr gut! Reduziert, zentriert, kraftvoll in den Farben.
    Wirklich gut. 🙂

    Der Point.

    1. Vielen Dank! Du weißt ja vielleicht, dass ich solche Aufnahmen eher selten mache, weil ich nicht ganz so viel Geduld und Ehrgeiz habe wie Du und andere Blümchenmakroknipser, daher freut es mich umso mehr, dass sie Dir gefallen. Ab und zu werde ich mich sicherlich weiterhin daran versuchen.

      1. Die Geduld hat sich hier wirklich sowas von gelohnt! 🙂

        Der Point.

  4. Das kleine Käferfoto ist ja mal prima – sieht faszinierend aus. 🙂

    Das mit der Gedankenruhe beim Krank-Sein kann ich für mich leider nicht so ganz unterschreiben. Als ich dann im Bett rumlag, nichts richtig tun konnte, gabs Gedankenwirrwarr pur. Na ja, so kaputt war ich da aber auch nicht mehr. Nicht kaputt genug, könnte ich meinen.

    Die Nuss

  5. ich finde sie alle miteinander wunderschön. jedes einzelne davon ein malerisches meisterwerk!
    und ich hoffe, du bist mittlerweile wieder gesundet!

    1. Vielen dank, das freut mich sehr und ja, ich bin inzwischen wieder gesund. Wurde auch Zeit, bei Sommerwetter krank sein ist noch blöder als sonst 🙂

      1. das stimmt, weil es noch schwerer fällt, sich zu schonen (: na ein glück ist alles wieder gut!!!

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