Cake time continued

Als ich vor ein paar Tagen das Rezept für meinen Lieblingsblaubeerkuchen gepostet habe, gab es zum größten Teil freudige Reaktionen, sowohl in der virtuellen als auch in der realen Welt. Meine Kollegen im Büro sind dabei eigentlich relativ anspruchslos und vertilgen so ziemlich alles, was ich an Gekochtem oder Gebackenem mitbringe, in ausgeschriebener Bestzeit, dass sie zwei Tage lang stille Laute der Entzückung von sich geben, passiert allerdings nicht ganz so oft. Trotz allem gibt es doch auch Menschen in meinem Freundeskreis, deren Begeisterung sich in Grenzen hielt, da sie entweder keine Streusel oder eben keine Blaubeeren (bzw. rote Früchte im Allgemeinen) mögen. Für diejenigen habe ich gestern eine streusel- und beerenfreie Alternative gebacken, den Apfel-Amaretto-Kuchen aus dem Toskana-Kochkurs bei Frank Petzchen im letzten Jahr, über den ich bisher nicht berichtet habe, weil ich damals die Kamera vergessen hatte. Und Rezepte ohne Bilder oder nur mit unscharfen Handybildern zu posten bringe ich einfach nicht mehr übers Herz.

Für Obstbelag und Baiserhaube: 3 Boskop Äpfel, 2 Eiweiße, 100 g Zucker, Puderzucker zum Bestäuben

Für den Teig: 125 g weiche Butter, 100 g Zucker, 2 ganze Eier + 2 Eigelbe, 150 g Mehl, 50 g Speisestärke, 2 gestrichene TL Backpulver, 2 EL Amaretto, 75 g zerbröselte Amarettini

Die Butter mit dem Zucker cremig rühren, anschließend Eier und Eigelbe hintereinander einrühren. Das Mehl mit der Stärke und dem Backpulver mischen und ebenfalls dazu geben. Anschließend den Amaretto und die zerkleinerten Amarettini unterheben. Den Boden einer kleinen Springform (23-26 cm) mit Backpapier auslegen und die Ränder gut einfetten. Den fertigen Teig in die Form füllen und glatt streichen. Die Äpfel (habe Braeburn genommen, Boskop gibt es ja jetzt noch nicht) schälen und in Spalten schneiden, auf dem Teigboden verteilen. Etwas Zucker darauf streuen (hab ich vergessen, wie ich gerade sehe). Im vorgeheizten Backofen bei 150 °C ca. 35-40 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Eiweiße steif schlagen, dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und die Baisermasse darauf verteilen. Bei gleicher Temperatur noch weitere 12-15 Minuten backen, bis der Baiser eine leichte Bräunung bekommt. Fertigen Kuchen nach dem Erkalten mit Puderzucker bestreuen und dann Freunde und/oder Kollegen glücklich machen.

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5 Replies to “Cake time continued”

  1. Du bist ein Schatz! Vielen lieben Dank :-* Ich kann mich jetzt nicht entscheiden, ob ich den Blaubeer-Streusel oder doch den Apfel-Amaretto-Kuchen für meine Lieblingskollegen zum Abschied mache… Qual der Wahl 😀

    1. Gern geschehen 🙂 Wenn Du Dich zwischen den beiden entscheiden willst, empfehle ich Blaubeer. Es gibt aber weiter hinten noch ein paar Kuchenrezepte. Mein Favourit ist eindeutig Carrot Cake, der Schoko-Birne-Kuchen fetzt aber auch. Ich hab noch ein sehr geiles Schokokuchenrezept ohne Mehl, das schick ich Dir nochmal separat ^^

      1. Himmel, ich schau jetzt nicht in die anderen Rezepte, sonst kann ich mich nie entscheiden! *lach* Ich denke, ich werde für meine Kollegen den Blaubeer machen – aber die anderen speichere ich für uns ab 😉 Schokokuchen ohne Mehl? Na das klingt doch sehr interessant! :-*

  2. Der sieht sehr gut aus! Und vor allem das erste Foto macht Appetit auf Teignaschen 😀 Ich bin ja eine Teignascherin..

    1. Teignaschen ist immer das Beste. Ich habe nur ein Kuchenrezept, bei dem es nicht so schön ist, denn der Teig wird mit ganzen, gekochten Clementinen gemacht und ist so noch eher bitter wegen der enthaltenen Schale. Der Kuchen schmeckt erst so richtig gut, wenn er fertig gebacken ein paar Tage oder Wochen gestanden hat. Bei dem Apfelkuchen hier schmeckt der Teig allerdings besonders gut, wegen der Kekse 🙂

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