Lomographic Rabbit

Gestern war ich mit einer Freundin auf der Photokina in Köln. Ich habe mich schon seit Wochen darauf gefreut, hatte aber im Grunde keine konkreten Vorstellungen, was ich mir dort genau ansehen wollte. Die Anmeldung für einen Workshop zum Entwickeln von Film mit natürlichen Zutaten scheint irgendwo im Ether verloren gegangen zu sein und so liefen wir dann mehr oder weniger planlos durch die Hallen. Und das übrigens im wahrsten Sinne des Wortes, ordentliche Hallenpläne waren dort nämlich nicht aufzutreiben und Infostände spärlich gesäht. Eins unserer Ziele war  natürlich der Lomography-Stand, über den wir letztendlich mehr oder weniger durch Zufall gestolpert sind, er befand sich nämlich im Verbindungsgang zwischen zwei Hallen. Während meine Freundin die ausgestellten Kameramodelle begutachtete und versuchte, sich zu erinnern, welche Lomo-Kamera sie früher mal hatte, machte ich als erstes mein Hasenbild der Woche. Die Idee für dieses Motiv hatte ich schon vor einer ganzen Weile, schließlich habe ich schon oft Bilder der Kamera Fisheye Baby gesehen, die so winzig klein ist, dass ich mich noch immer frage, wie um Himmels willen paßt da denn ein Film rein. Ich habe vergessen, vor Ort mal genau nach zuschauen, für Paule hat die Kleine auf jeden Fall die perfekte Größe.

Ein paar neue Rollfilme habe ich mich mir bei der Gelegenheit auch gleich mitgenommen und meine Freundin hat am Ende ebenfalls die lange vermisste Kamera, eine LC-A, in der Menge entdeckt. Ich hatte neben meiner DSLR auch die Diana dabei, fand das Finden schöner Motive vor Ort allerdings sehr schwierig. Es war im Grunde nicht überraschend, wie viele der Besucher eine Kamera um den Hals hängen hatten, trotzdem fand ich es ein wenig verwunderlich und frage mich noch immer, was die dort wohl alle fotografiert haben. Ich finde Messen immer so schrecklich unruhig, viel zu viele Menschen, die einem durchs Bild hüpfen und mal ehrlich, die meisten Messestände sind nicht gerade besonders hübsch anzusehen. Ein paar Bilder habe ich dennoch hier und dort gemacht, größtenteils Nahaufnahmen, die ich vermutlich in einem Folgepost zeigen werde. Heute, passend zum Wochenbild und damit es eben nicht ’nur‘ schon wieder den Paule zu sehen gibt, habe ich schnell noch ein paar Schnappschüsse vom Lomostand heraus gesucht, an dem man nicht nur stöbern und Utensilien kaufen, sondern auch noch jede Menge ausprobieren, lernen und basteln konnte. So als kleine buntes Leckerli an einem herbstlichen, grauen Sonntagnachmittag.


 

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4 Replies to “Lomographic Rabbit”

  1. paule ist der coolste (: irgendwann mal will ich mir die photokina auch ansehen, aber nur deswegen gleich hinfliegen ist halt auch ein ziemlich großer aufwand. hmpfseufz.
    die bilder finde ich großartig!

    1. Naja, Du könntest die Reise ins Rheinland ja mit dem Besuch von Freunden verbinden. Nur so ein Gedanke *zwinker* Die nächste Photokina ist ja erst in zwei Jahren, da hast Du noch reichlich Zeit, darüber nachzudenken. Wir haben ja nur einen Bruchteil geschafft, sind so spät erst los und es gibt soviel zu sehen, zu probieren und zu erleben.

      Freut mich natürlich auch, dass die Bilder gefallen. Ich komm zur Zeit irgendwie nicht mit der Bearbeitung hinterher, was allerdings nur halb so schlimm ist, da ich erst in einer Woche endlich DSL in meiner neuen Wohnung habe und bis dahin ohnehin nur beschränkt bloggen kann. Dafür habe ich jetzt allerdings auch Lightroom, mal sehen, wie ich damit so klarkomme 🙂

  2. Großartige Impressionen…
    Wie gehts denn mit lightroom voran? Besser, schlechter, gleichwertig im Vergleich zu deinem Vorgänger-Programm? Ich bin bei Aperture, aber so langsam verliere ich die Lust. Zu viele Probleme bei sinkender Geschwindigkeit.

    Grüsse
    Jan

    1. Vielen Dank, Jan. Ich hab noch ein paar mehr Bilder, die muss ich aber erst noch auswählen und bearbeiten.

      Es geht ganz gut voran mit Lightroom, finde ich. Im Vergleich zu Photoshop Elements 9, meinem ersten Bildbearbeitungsprogramm, bietet es doch einige neue/andere Möglichkeiten. Vielleicht sind sie auch nur etwas einfacher zu finden, das macht für mich auch schon viel aus. Mir ist das ganze Drumherum noch etwas suspekt, ist aber wohl vermutlich nur Gewöhnungssache. Vielleicht sollte ich auch einfach nur weniger fotografieren, dann hätte ich weniger Arbeit. Haha.

      Mit Aperture kenn ich mich garnicht aus, so als Windows-User und Bildbearbeitungsfrischling. Lightroom gibt es ja auch für Mac und der Preis ist inzwischen ganz annehmbar. Photoshop CS ist mir das Geld nicht wert, da kauf ich lieber noch ein Objektiv oder was anderes Schönes.

      Liebe Gruss zurück,
      Viola

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