Pizzaboy Paule

Ich glaube, ich werde die nächsten 5 Wochen wohl dafür nutzen, die Bilder von Paule’s kleinen Alltagsabenteuern ganz ohne schlechtes Gewissen immer erst am Montag zu veröffentlichen, schließlich ist der Sonntag nun erstmal für das Dualismus-Projekt reserviert. Nachdem Paule ja bereits in der vergangenen Woche in der freien Natur unterwegs war und ich mich ja selbst auch gestern noch mit einem Herbstthema beschäftigt habe, wollte ich ihn für das aktuelle Wochenmotiv nicht unbedingt in einen Blätterhaufen werfen. Andererseits ist in der letzten Woche ja auch garnicht so viel Spannendes oder Außergewöhnliches passiert, da mußte ich schon ein bißchen überlegen.

Am Ende war es dann aber doch ganz einfach und so steht das Bild dieser Woche für zwei schöne Abende, die ich mit Freunden und Nachbarn gemütlich am Küchentisch verbracht habe. Mit guten Gesprächen, Gelächter, dem einen oder anderen Bier und, nach langer Zeit mal wieder, selbstgemachter Pizza. Macht mehr Arbeit als den Lieferservice anzurufen und dauert unter Umständen auch länger, schmeckt dafür aber auch besser und macht viel mehr Spass. Ich mache den Teig dafür nach einem Rezept meiner bulgarischen Oma, das ist eine irre Kneterei, aber beim abschließenden Knallen des Teigballens auf die Arbeitsplatte kann man auch ganz gut ein paar angestaute Aggressionen abbauen. Bevor es schließlich ans belegen ging, durfte mein kleiner, langohriger Pizzabackhase auch mal die Pfoten anlegen und sich eine Miniaturvariante basteln.

Und für den Fall, dass zufällig jemand irgendwann mal Lust hat, das Ganze zu hause nachzumachen, gibt es hier noch schnell das Teigrezept als kleinen Nachtrag.

Zutaten:

  • 2 Päckchen Trockenhefe bzw. 1 Würfel frische Hefe
  • 1 Prise Salz
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 400-450 g saure Sahne
  • 1 Ei
  • 1 kg + 200g Mehl

Zubereitung:

Hefe und Salz in eine grosse Schüssel geben, lauwarme Milch darüber giessen und die Hefe etwas auflösen. Saure Sahne und Ei dazu geben, mit den Händen verrühren. Jetzt kommt erstmal eine ganze Tüte (1 kg) Mehl rein, das mit dem Rest der Zutaten erstmal grob vermischt wird. Sobald das Ganze einigermaßen zusammenhält, gibt man es am Besten auf die bemehlte Arbeitsplatte und knetet dort weiter. Man gibt solange weiteres Mehl hinzu, bis der Teig nicht mehr klebt. Den fertigen Teigballen knallt man ein paar mal kräftig auf die Arbeitsfläche, ich mache das mit ordentlich Wucht aus so ca. 40 cm Höhe. Der Hefeteig muss ja vor der Zubereitung noch eine Weile gehen, dafür stecke ich ihn zuerst in ein leicht von innen gefettete Plastiktüte und stell ihn dann irgendwo in die Ecke. Für Pizza braucht man ihn dann einfach nur ausrollen, belegen und dann ab in den Ofen. Ursprünglich wird er aber als Brot verbacken; man macht zuerst kleine, runde Fladen, legt ein Stückchen Butter (wahlweise macht sich auch Feta sehr gut darin) hin und verknotet sie dann zu einer Art Brötchen. Ist ’ne schöne Beilage zum Grillen, sollte aber am besser direkt frischgebacken gegessen werden.

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