Bewegter Herbst

Es ist mal wieder so eine Woche, in der ich zwar jeden Abend gerne etwas hier veröffentlicht hätte, mich aber immer wieder nicht entscheiden konnte oder aber so lange mit anderen Sachen herumgetrödelt habe, dass es schon zu spät war, noch etwas anzufangen. Am Ende habe ich dann meistens nur ein neues Foto mit ein paar kurzen Worten in Facebook gepostet und mich gefragt, warum ich mich zu solch kleinen Einträgen hier im Blog eigentlich nicht durchringen kann und es immer viele Bilder und/oder Worte sein müssen. Heute abend habe ich auch erst wieder in meinem Bildmaterial herumgestöbert und noch das eine oder andere Foto bearbeitet, weil es ja vielleicht doch noch ganz gut zu den anderen passen würde, die schon seit einer Weile herum liegen. Ich wollte auf jeden Fall noch gerne ein paar herbstliche Bilder posten, die größtenteils im Rahmen des Projektes Dualismus entstanden sind und es dann doch nicht in die engere Auswahl geschafft haben. Damit es nicht zu viel auf einmal wird und auch ein kleines bißchen stimmiger, kommen jetzt erst einmal die experimentellen und auch etwas abstrakten Ergebnisse des Versuches ohne vorhandenen Wind Bewegung in den Herbst zu kriegen, chronologisch und nach Aufnahmeort sortiert.

Die ersten beiden Bilder sind in meiner unmittelbaren Nachbarschaft entstanden, ich habe auf dem Weg zur Arbeit einfach an verschiedenen Punkten Halt gemacht und hoch in die Baumkronen fotografiert. Ganz leichter Wind, etwas verlängerte Belichtungszeit.

Am gleichen Tag war ich in der Mittagspause noch einmal auf Motivsuche und habe mich nochmals an der Kombination von leichtem Wind und verlängerter Belichtungszeit versucht. Zwei Ergebnisse davon seht ihr hier.

Die letzten beiden Bilder habe ich während meines letzten Besuches in Köln gemacht. Das erste am frühen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein und viel zu viel Licht, das zweite am Abend kurz bevor ich nach Hause gefahren bin. In beiden Fällen habe ich versucht, den verwischten Effekt durch eine etwas längere Belichtungszeit und leichte Bewegung der Kamera zu erzeugen.

Das letzte Bild hätte ich beinahe für das Projekt genommen, aber es paßte irgendwie so garnicht zu den anderen 5 Bildern und so bin ich glücklicherweise noch einmal losgezogen und habe die schließlich mit dem Makro in der Hand am Magnolienbaum gerüttelt. Ist schon irgendwie verrückt, manchmal probiere ich ewig an einem Motiv und es will einfach nicht richtig erscheinen. Und dann gehe ich schnell noch einmal los und plötzlich ist es da, etwas ganz anderes, dass sich sofort richtig anfühlt und paßt. Find ich schon toll sowas.

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4 Replies to “Bewegter Herbst”

  1. Wunderbar sehen Deine „Fleckerlteppiche“ aus – eignen sich sicher als Postkartenserie!

    1. Vielen Dank, Ruthie. Und eine interessante Idee. Es gibt ja so eine Plattform, Postcrossing genannt, wo man Postkarten an Menschen in der ganzen Welt schicken kann und welche zurückbekommt. Ich beobachte das schon eine Weile und überlege, darüber einfach mal ein paar meiner Bilder hinaus in die Welt zu schicken. Mal sehen 🙂

  2. hat eindeutig was von impressionismus! sehr interessant!

    1. Danke 🙂 Du weißt ja, ich mag Experimente und solche Bewegungsgeschichten finde ich seit den Bildern, die ich schon aus fahrenden Zügen gemacht habe, irgendwie total spannend.

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