Rundherum im November

Gerade erst aus dem Bett gekrabbelt, ganz langsam erwachend mit einer Tasse Kaffee auf dem Sofa lümmelnd während die Sonne dort draußen Muster aus Licht und Schatten auf die gegenüberliegende Hauswand zeichnet – so beginnt mein Tag heute. Ein bißchen Zeit brauche ich noch, bevor ich mich hinaus wagen mag in die Welt, um ein bißchen frische Luft und Sonnenlicht zu tanken, Erledigungen zu machen und vielleicht auch noch das eine oder andere neue Foto zu knipsen. Von Paule zum Beispiel, immerhin ist die Woche beinahe rum, eine Woche, in der ich mich zwar viel mit Bildern beschäftigt, aber so gut wie gar nicht fotografiert habe. Bis zu dem Moment gestern Abend, als ich darüber nachdachte, was ich mir denn schönes zum Abendbrot machen könnte und plötzlich so richtig Lust auf ein schönes, deftiges Curry hatte. Das es draußen plötzlich regnete, bemerkte ich erst als ich schon vor der Tür stand und so wurde aus einem gemütlichen Zutateneinkauf in der City ein kurzer Besuch beim Supermarkt um die Ecke. Im Grunde war das aber nur halb so schlimm, denn wenn ich Curry koche, nehme ich ohnehin immer das,was halt gerade da ist an Fleisch und Gemüse, ich nenne das manchmal die europäische Variante, weil es mit oft ganz ohne Exoten daherkommt. Was ich am Currykochen besonders gerne mag, ist die Vorbereitung, das Zusammensuchen der Zutaten, das Schälen und Schneiden, das Füllen der verschiedenen, nebeneinander aufgereihten Schüsselchen. Und so kam mir die Idee, dass ich doch die Gelegenheit nutzen könnte, um die Bilder für das Rundherum-Projekt von Paleica zu nutzen, schließlich lautet das Thema für den Monat November ‚Mahlzeit‘.

Und so erzählt meine Kollage in diesem Monat von der schnellen und einfachen Zubereitung eines Curry’s, Schritt für Schritt von Zutat zu Zutat und Schüsselchen zu Schüsselchen bis hin zur fertigen Mahlzeit, natürlich serviert in einer Schüssel. In der Zusammensetzung ist es eigentlich relativ typisch dafür wie ich es normalerweise bzw. meistens mache. Anfangs  habe ich nur Gemüse und Fleisch miteinander verkocht und Reis dazu gegessen, inzwischen schnippel ich mir einfach noch Kartoffeln (in Anlehnung an das Massaman-Curry) mit rein und verzichte auf den Reis. Typische Gemüseeinlagen sind in der Regel Möhren, grüne Bohnen und Zuckerschoten (wahlweise Tiefkühlerbsen) und für die Fleischbeilage verwende ich gerne Kalb, Lamm, zartes Rind oder auch Hähnchenbrust. Die Grundlage bildet eine Kokosmilch und Currypaste (rot, gelb oder Massaman), zum Nachwürzen verwende ich etwas Ingwer und Honig, weil es manchmal etwas zu scharf wird für meinen Geschmack. Zubereitet ist alles ganz schnell, dazu erhitze ich im Topf zunächst etwas von der dicken Kokosnusscreme, die sich an der Oberfläche sammelt, und vermische sie mit der Currypaste (2-3 TL). Von den bereitgestellten Zutaten wird nun zuerst das Fleisch darin angebraten. Ingwer und Honig gebe ich auch schon am Anfang dazu, wenn das Fleisch anbrät. danach gebe ich Kartoffeln und Möhren dazu und lösche mit der Kokosmilch ab. Das Ganze kann dann erstmal eine Weile vor sich hinköcheln, Erbsen und Bohnen brauchen nur eine kurze Garzeit und kommen erst kurz vor Schluss dazu. Das ist auch schon alles. Gerade in der kalten Jahreszeit, ein tolles Gericht für kuschelige Abende zu Hause, das ich in den nächsten Monaten sicher noch sehr oft kochen werde.

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6 Replies to “Rundherum im November”

  1. das sieht wirklich wahnsinnig lecker aus und die collage hab ich ja schon auf facebook geliked (: sehr sehr schön umgesetzt, ich mag die zusammenstellung!

    1. Hihi, dankeschön. War auch sehr lecker, das kann ich Dir sagen. Und Currykochen macht immer voll Spass.

  2. Wow, das sieht ja sehr appetitlich aus, nix von Chaos in der Küche und auf das Curry hätte ich jetzt auch Lust. Muss mal überlegen, ja, wir haben die Zutaten auch im Haus. Sogar Currypaste und auch Fleisch. Na da weiß ich ja, was es hier bald gibt. 🙂 Vielen Dank für die Inspiration!

    1. Gern geschehen. Ich hoffe, es hat gut geschmeckt und ordentlich gewärmt, d.h. falls Du es inzwischen schon gekocht hast.

      Chaos in der Küche gibt’s meistens erst am Schluss oder wenn ich mit Mehl hantiere, ob nun beim Backen oder Nudelmachen. Das widerrum bringt mich auf eine Idee… 🙂

      1. Habe mich gerade an diesen schönen Blogeintrag erinnert und wollte mich noch mal inspirieren lassen. Da fiel mir auf, dass du auf dem Foto unten links auf dem Kokos irgendein Gewürz hast. Im Text sprichst du aber von Currypaste. Nimmst du vielleicht doch eher eine Currymischung in trocken?

        Liebe Grüße
        Silke

        1. Was für ein Zufall, Silke. Ich habe auch gerade gestern gedacht, so ein Curry wäre doch mal wieder was 🙂 Das Gewürz auf der Kokosmilch ist der Ingwer, getrocknet und pulverisiert. Ich nehme 2-3 TL fertige Currypaste aus dem Asiamarkt, die habe ich nur vergessen zu fotografieren. Fiel mir erst ein, als es Zeit war, sie in den Topf zu tun.

          Lieben Gruß zurück,
          Viola

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