The last and the first

Nachdem ich bereits am vergangenen Samstag den halben Tag mit einem heftigen Migräneanfall im Bett verbracht habe, hat das Schicksal heute Nachmittag gleich wieder zugeschlagen und mich erneut lahmgelegt. Da selbst ich nicht den ganzen Tag und die darauffolgende Nacht nur schlafen kann, wünsche ich mir schon mal, ich hätte vielleicht das eine oder andere Hobby, das man mit geschlossenen Augen und in absoluter Stille betreiben kann. Es ist wahrlich nicht einfach und lange werde ich es hier nicht aushalten, mit zusammengekniffenen Augen und dem Laptop auf dem Schoss, dafür ist das Pochen in meinem Schädel noch zu laut. Trotzdem möchte ich noch kurz, also wirklich ganz kurz, ein paar Fotos vom vergangenen Wochenende zeigen. Beide Bilder sind am Samstag entstanden, mehr oder weniger impulsiv zwischen Kopfschmerzattacken und Schlafphasen. Das erste zeigt die vermutlich allerletzte Blüte, die sich dieses Jahr auf meinem Balkon geöffnet hat, ein winzig kleiner Farbtupfer in weiß mit einer Spur von Gelb, der da inmitten des langsam verblassenden Grüns hervorlugt und vielleicht sogar von der einbrechenden Kälte für eine Weile konserviert werden wird anstatt wie seine Vorgänger langsam zu verwelken.

Als ich schließlich nach einem Abend auf dem Sofa beschloss, dass es langsam Zeit wird, in die Dunkelheit der Traumwelt zurückzukehren und nach und nach alle Lichter um mich herum losch, fiel mein Blick noch einmal nach draußen. Dort sah ich sie tanzen, im Licht der Straßenlaterne, die direkt vor meinem Wohnzimmerfenster steht: die allerersten Schneeflocken dieses Winters. Und auch wenn sie nicht von Dauer waren und schon kurz nachdem sie den Boden berührten bereits schmolzen, waren sie doch wunderschön.

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3 Replies to “The last and the first”

  1. dieses zweite bild liebe ich sehr! es ist wirklich ‚traum’haft! perfekt eingefangen, eine dieser tollen momentaufnahmen!

    1. Das freut mich sehr 🙂 In solchen Momenten bin ich echt froh, die Kamera griffbereit und ohne großes Zögern auf den Auslöser gedrückt zu haben. Nur einen Minute später waren die Schneeflocken schon wieder viel kleiner und ließen sich nicht mehr wirklich gut einfangen.

      1. das glaub ich dir. wie oft hab ich mir in der letzten zeit gedacht ‚warum hab ich nur jetzt die kamera nicht dabei‘. man sollte sich angewöhnen, sie viel öfter mitzunehmen. und sich viel mehr zeit zu nehmen. also zumindest ich sollte das…

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