Smoke ’n‘ Lights

Ich hatte dieses Wochenende Besuch von alten Freunden und wir sind gestern den ganzen Nachmittag bei überraschend warmen und teilweise sonnigem Wetter durch die Stadt gelaufen, waren aufgrund einer kleinen Verwechslung in zwei statt nur einer Fotoausstellung und haben abends ganz spontan und gemütlich zusammen gekocht, weil offensichtlich alle Restaurants der Stadt keinen Tisch mehr für uns frei hatten. Wenn ich Besuch von Freunden habe, stehe ich am Wochenende sogar freiwillig und fast ohne murren relativ früh auf, wir wollen schließlich nicht den halben Tag vertrödeln und haben meistens ja auch etwas vor. Solche Besuche sind so ziemlich die einzige Gelegenheit bei der ich tatsächlich zu Hause frühstücke, unter der Woche mache ich das in der Regel erst im Büro und am Wochenende stehe ich so spät auf, dass das Frühstück einfach ausfällt und ich mich gleich dem Mittagessen widme. Manchmal, an ganz besonders faulen Wochenende, könnte ich danach gleich wieder ein Nickerchen machen und so sehr ich mich auch über jeden Besuch freue, macht es mich manchmal auch noch schneller müde als sonst. Heute mittag, nachdem meine Freunde weg waren, wäre ich am allerliebsten auch gleich wieder zurück ins Bett gekrabbelt.

Dann hätte ich aber vermutlich das meiste des ohnehin noch sehr knappen Tageslichtes verpaßt und der Paule wollte ja noch unbedingt ein Fotoshooting machen, da wir in der Woche natürlich wieder einmal nichts geschafft haben. Von meinem Dresdenbesuch im letzten Jahr habe ich noch ein Minitaturräuchermännchen, das ich bereits als Shootingpartner für den Kleinen auserkoren hatte und nachdem ich neulich bei Paleica ein paar ganz zauberhafte, bokehreiche Fotos von Christkindlmarkt bestaunt habe, dachte ich mir, ich versuch mich noch an ein paar Lichtspielereien daheim. Einfacher gesagt, als getan. Der Rauch wollte sich nicht so wirklich im Bild einfangen lassen, vermutlich erschwert durch den hellen Hintergrund, denn als ich es letztes Jahr probiert habe, vor einem roten Tuch, ging es eigentlich ganz gut und rauchte sehr schön in einer kleinen Fahne. Außerdem hätte ich mir gewünscht, eine Lichterkette mit mindestens 100 Lämpchen zu besitzen, um noch viel, viel mehr Lichtpünktchen zu zaubern, aber vielleicht schaffe ich das ja noch, wenn ich über Weihnachten bei meinen Eltern bin. Den Rest des Nachmittags habe ich dann ganz gemütlich und faul eingekuschelt auf dem Sofa verbracht und die Prognose für den Rest des Abends sieht nicht sehr viel anders aus. Paule steht derweil draußen auf dem Balkon und läßt sein Fell noch etwas auslüften, Räucherkerzen sind schon irgendwie komische Dinger, Weihnachtsduft hin oder her. Ist zum Glück nur eine ganz kleine Packung, die hier bei mir sicher noch sehr, sehr lange halten wird.

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3 Replies to “Smoke ’n‘ Lights”

  1. Das Fotos ist Klasse! Die Lichtpunkte fantastisch!
    Roger Rabbit darf wieder ins Warme, da freut er sich aber 🙂

    Wir frühstücken am Wochenende immer recht spät, dann ist das Abendessen mehr oder weniger am Nachmittag. Mittagessen gibt es dann nicht.
    Liebe Grüße minibar

    1. Vielen Dank 🙂 War ein ganz schönes Gefummel mit den Lichtern und ich hab da immer so wenig Geduld. Ich glaube, der hase freut sich auch, dass es nur noch für zwei Bilder ran muss und sich dann ausruhen kann. Hab noch keine Ahnung, was ich diese Woche mit ihm anstelle. Schnee wird es in den nächsten Tagen wohl nicht mehr geben, vielleicht darf er aber wieder mit dem Hund meiner Eltern spielen 😉

      1. Genau, Schnee ist nicht in Sicht.
        Oh, du hast wenig Geduld? Danach schauen die Fotos bei dir aber gar nicht aus 😉

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