Eine Blume für Paule

Das Jahresende naht mit immer kleiner werdenden Schritten und irgendwie fehlt mir noch immer ein bißchen die Energie und Muße für ein Ende mit Pauken und Trompeten oder gar dem Bearbeiten und Nachreichen bisher liegengebliebener Bilder. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, noch einmal zurück zu blicken auf die vergangenen 52 Wochen, aber nicht hier und jetzt. Heute möchte ich nur schnell und vermutlich relativ unspektakulär mein kleines Hasenprojekt zum Abschluss bringen, mit einem Motiv, dass ich schon seit ein paar Monaten im Kopf hatte. Ich dachte dabei wohl ein klein wenig an Pinoccio denken, dessen größter Wunsch immer war, endlich ein richtiger Junge zu werden. Was dem kleinen Paule fehlte, um ein ‚richtiger‘ Hase zu werden, wurde ziemlich schnell klar, wenn man ihn und seine blanke Rückseite betrachtete. Zu Weihnachten war es nun endlich soweit und ich habe den Kleinen mit etwas Watte und Kleber eine schöne weiße Blume gebastelt, die er sich heute erstmal von allen Seiten angucken mußte. Momentan ist sie wohl eindeutig der sauberste Teil von ihm, wer weiß wie lange das noch so bleibt. Offiziell ist der kleine Paule zwar jetzt in Rente, ob er komplett aus der Welt ist, bleibt noch abzuwarten. Ein paar meiner Freunde haben mich schon nett gefragt bzw. gebeten, dass es doch bitte auch im nächsten Jahr noch weitere Abenteuer mit dem Kleinen geben soll, aber noch ist nichts entschieden oder geplant. Noch einmal 52 Wochen werden es sicherlich nicht werden und ein paar unveröffentlichte Bilder habe ich ja auch noch auf Lager, denn dieses Jahr sind statt der geplanten 52 insgesamt etwa 120 Hasenbilder entstanden. Was soll ich sagen, der Paule liebt die Kamera einfach. Eine Übersicht aller Wochenbeiträge gibt es übrigens auf der Projektseite.

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4 Kommentare

  1. mir ist paule auch sehr ans herz gewachsen. aber das kannst am besten du entscheiden, wieviel kreatives potenzial er für dich noch hat. dieses foto gefällt mir übrigens ganz besonders gut!

    1. Oh, ich denke, Potenzial hat er auf jeden Fall noch und an Ideen mangelt es nicht, im Grunde braucht man ihn ja einfach nur irgendwo dazu zu stellen, ein Projekt mit regelmäßigen Posts wollte ich aber nicht wieder mit ihm machen. Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja auch erstmal gar kein Projekt mitmachen, aber nachdem das 52 Wochen-Projekt bei Flickr am Jahresende ordentlich abgegangen ist, hab ich mich entschlossen noch eine zweite Runde mit dem Guardian zu machen. Und so ein 52 Wochen-Projekt ist halt auch irgendwie eine schöne Art, das Jahr zu dokumentieren.

      1. wer ist denn der guardian? da hab ich wohl schon was verpasst.
        ich kann dir gar nicht sagen, wie froh ich bin, wenn die uni abgeschlossen ist und ich endlich am wochenende wieder wirklich zeit habe, mich meinen hobbies zu widmen. jana hat ja auch so ein wunderbares projekt dieses jahr, http://delighted-fotoschule.de/2012/12/neu-delighted-project-2013-selfportrait/ ich würde da so gern mitmachen, aber im moment geht es einfach nicht. vielleicht gefällt es dir ja, nachdem du dich ja gern mit selbstporträts spielst?

        1. Nein, Du hast nichts verpaßt, das war ja nur ein Flickr-Projekt, für die englische Zeitung The Guardian. Es gibt keine Themenvorgaben, außer eben einem Bild pro Woche. Letztes Jahr habe ich nur Handybilder dafür genommen, weil die am ehesten Momente des Alltags wiederspigeln und ich die große Kamera ja selten dabei habe. Es gibt immer wöchentliche Gruppenbeiträge mit ein paar Bildern, die von den Administratoren zusammengestellt werden und zum Jahresende haben die ein ein Video als Rückblick gemacht, da waren einige meiner Bilder dabei. Es gab auch einen Artikel wo sie mich ebenfalls verlinkt hatten http://www.guardian.co.uk/artanddesign/photography-blog/2012/dec/21/52-weeks-photos-of-2012-end-of-year. Das war schon ziemlich cool 🙂 Und deshalb mach ich dieses Jahr auch wieder mit, aber vorwiegend mit ‚richtigen‘ Fotos. Ein Bild pro Woche ist ja auch nicht schwer, vielleicht wär’s ja auch was für Dich, mit dem Handy knipst Du doch nach wie vor häufig auch wenn für die große nicht immer Zeit ist und man kann ja auch mischen. Das ist die Gruppe: http://www.flickr.com/groups/photosof2012/

          Das Selbstporträt-Projekt von Jana habe ich mir neulich erst angeguckt, aber irgendwie ist mir das zu umständlich, wie die das aufziehen, gerade Selbstporträts mache ich eher spontan und wenn ich nicht in der Stimmung bin, ist’s halt doof. Deswegen gab es letztes Jahr auch deutlich weniger davon. Ich hab noch ein paar Ideen im Kopf, aber erstmal will ich mich dem nächsten analogen Experiment und der neuen Nikon widmen. Und so einigen anderen Sachen, sobald mehr Licht da ist.

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