Zwischen Licht und Dunkelheit

Ganze zwei Wochen ist die Wintersonnenwende nun schon her und trotzdem habe ich noch immer das Gefühl, dass sich die Tage verkürzen und die erdrückende Dunkelheit einfach nicht weichen will. Jeden Morgen scheint es immer länger dunkel zu bleiben und den ganzen Tag lang starre ich aus dem Fenster in  die endlose graue Trübseligkeit, die sich Himmel nennt, es ist fast so als hätte die Sonne einfach keine rechte Lust mehr sich hier bei uns blicken zu lassen. Ein paar schlechte Tage hier und da lassen sich ja durchaus auch mal gut auf dem Sofa ausharren, ganz gemütlich mit einer Decke, Kaffee und ein paar DVDs, doch wenn sich das Ganze über Wochen oder sogar Monate hinzieht, schlägt es mir ganz schön auf die Stimmung und ich muß mich echt anstrengen, um mir wirksame Gegenmittel zu suchen. Es fällt mir momentan noch immer etwas schwer, den Fokus wie geplant auf die schönen und besonderen Dinge im Leben zu richten anstatt mich von negativen Impulsen auffressen zu lassen, manchmal wird man jedoch durch die Umwelt auch ein bißchen zu seinem Glück gezwungen, in Form von überraschenden Erlebnissen und lieben Worten von nah und fern, von Fremden und Freunden. Am letzten Tag des alten Jahres entdeckte ich etwas, dass mich total hippelig machte vor Überraschung und Freude, erhielt eine Nachricht, die mich zu Tränen rührte und eine andere, die mich zum lächeln brachte. Momente, an die ich mich einfach erinnern sollte, anstatt mich über den weniger schöner Verlauf des Abends zu ärgern. Schlechte Gedanken und Gefühle zehren einfach zu viel an Energie. Energie, die man stattdessen lieber dafür nutzen sollte, etwas Schönes zu schaffen oder auch einfach nur zu leben.

Ich habe in den vergangenen zwei Wochen nicht besonders viel fotografiert und finde die meisten Bilder, die ich in dieser Zeit gemacht habe leider irgendwie langweilig und größtenteils viel zu verrauscht. Vielleicht liegt es an der Kamera, vielleicht am fehlenden Licht, vielleicht auch nur an mir. Manchmal soll es offenbar einfach nicht sein mit einem Bild, ob es nun darum geht, es zu machen oder auch nur darum, es zu zeigen. Manchmal kommen mir bei der Bildbearbeitung und Motivwahl auch ganz komische Ideen aus denen sich etwas entwickelt, dass ich mir so vorher eigentlich gar nicht vorgestellt habe. Und so habe ich heute wieder einmal ein bißchen die Realität verändert und aus Bildern, die ich während der Feiertage im Garten meiner Eltern gemacht habe, ein paar neue abstrakte Spielereien fabriziert. Das ist sicherlich etwas, mit dem ich mich in diesem Jahr noch etwas mehr beschäftigen werde, von meinen anderen fotografischen Plänen und Vorsätzen erzähle ich euch ein anderes Mal.

Teile diesen Beitrag:

3 Replies to “Zwischen Licht und Dunkelheit”

  1. Super, da hast du schön gespielt.
    Du weißt ja, positiv denken kann viel bewirken.
    Ich empfehle dir, mal hier zu schauen:
    http://minibares.wordpress.com/2013/01/04/fur-alle-die-das-grau-nicht-mehr-sehen-konnen/

    ganz liebe Grüße
    Bärbel

    1. Vielen Dank, Bärbel.
      Ich glaube, so ein kleines bißchen brennenden Himmel hab ich zur gleichen Zeit auch über Düsseldorf gesehen. Heute ist die Wolkendecke noch immer dicht, scheint aber zumindest etwas heller zu sein. Irgendwann muß das Elend ja auch mal ein Ende haben 🙂

      1. Wir haben seit morgens mal wieder Licht an. Nix zu erwarten an Sonnenschein.

Wenn Du auch etwas dazu sagen möchtest...