Toddling on

Kinder, wie die Zeit vergeht. Zwei Jahre ist es nun schon her, dass ich in meiner Neusser Schreibecke vor dem Computerbildschirm saß, WordPress Themes durchstöberte und die ersten Grundsteine für Ola’s Welt legte. Aus meinem Baby ist nun langsam ein Kleinkind geworden, dass immer mehr seinen eigenen Weg zu suchen scheint. Als ich damals mit dem Schreiben begann, hatte ich keine Ahnung, wohin das Alles letztendlich führen würde und wie das Ergebnis am Ende aussehen würde. Im Grunde weiß ich das bis heute nicht, es sollte mehr oder weniger so eine Art externe, virtuelle Festplatte für all die überzähligen Gedanken und Bilder in meinem Kopf werden und mir etwas mehr Raum geben. Es sollte auch ein Platz sein, um Dinge aus meinem Leben mit alten Freunden zu teilen, mit etwas mehr Details und auch Spinnereien, außerhalb der oftmals viel zu überladenen Facebookrealität. Ich habe damals nicht erwartet, dass mich mein Weg dabei so tief in die fotografisches Welt führen wird und ganz sicher hätte ich es mir nicht träumen lassen, dass ich durch diesen Blog nicht nur einige sehr kreative Menschen kennenlernen, sondern auch ein paar sehr liebe neue Freunde finden würde.

Natürlich gibt es immernoch einige Dinge, die ich hier gerne verändern bzw. umgestalten würde, Themen, mit denen ich mich noch befassen und Orte, die ich noch entdecken möchte. Fotografisch wird es vermutlich ein bißchen mehr Abstraktes geben, Stadtbilder und Industrielles, noch mehr Analoges und vielleicht auch wieder etwas mehr (Selbst-)Porträts. Es wird ganz sicher Wiedersehen mit bekannten Orten geben (Rostock und Berlin) und je nachdem, wie ich mich bezüglich der Urlaubsplanung letzendlich entscheide, geht es vielleicht bald nach Amerika oder sogar in Richtung Asien (Singapur). Ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit den Cowboys von The BossHoss im Herbst, das erste Streetartfestival in Düsseldorf und die hoffentlich baldige Rückkehr der warmen, lichtreichen Jahreszeit. Manchmal, wenn ich zurückblicke auf die vergangenen Jahre mit all ihren Höhepunkten und Tiefschlägen und mich frage ich mich ob ich mich wirklich so sehr verändert habe im Laufe der Zeit, denke ich an die Worte meiner besten Freundin aus Teenagertagen, die mir vor ein paar Monaten einmal schrieb ‚Deinen Blog zu lesen ist wie Dich reden zu hören.‘ Wir haben uns schon mehr als 15 Jahre nicht gesehen oder gesprochen, aber manche Dinge ändern sich offenbar nie.

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7 Replies to “Toddling on”

  1. alles alles gute für dich 🙂 und deinem fotografischen weg.

    1. Vielen Dank, Sabrina 🙂

  2. Alles Gute zum Bloggeburtstag! 🙂 Seit ich deinen Blog entdeckt habe schaue ich immer wieder gerne mal vorbei, ich bin gespannt, wohin dich dein fotografischer Weg weiterhin führen wird.

    1. Dankeschön, das freut mich wirklich sehr. Ich hab mir auch vorgenommen, dieses Jahr etwas öfter in anderen Blog stöbern bzw. zu schmökern 🙂

  3. oh wie schön solche wiederbegegnungen, wenn auch nicht face to face.
    beim bloggen gibt es die leute, die immer neue identitäten suchen und von URL zu URL pilgern und dann gibt es die, die ihr Projekt wachsen lassen. zu denen gehöre ich auch und ich finde es schön, andere menschen hinter anderen blogs zu kennen, bei denen es ebenfalls so ist. mein blog hat ursprünglich begonnen, weil ich menschenbeobachtungen niederschreiben wollte. nur ein paar wochen nach dem ersten post bin ich aber iregndwie auf die fotografie gekommen und mittlerweile ist es quasi der einzige inhalt. man kann soviele erlebnisse auch in den bildern nachvollziehen, in den titeln und worten.

    1. Ganz genau, das sind wir uns einig. Man merkt immer wieder in FB, wie einfach es ist, andere mit einem Bild zu erreichen. Was die wechselnden Identitäten mancher Blogger angeht, kann ich das nicht so ganz verstehen und für die Leser ists ja auch doof. Ich selbst hadere ja manchmal damit, ob ich nicht doch etwas unter meinem richtigen Namen machen sollte, ne Fotowebsite zum Beispiel. Da ich aber beruflich etwas so ganz anderes mache, möcht ich jetzt nicht unbedingt, dass man über Suchmachinen nur bei mir im Blog oder so landet. Es ist kompliziert manchmal 😉

      1. ja das kenne ich. deswegen gibts halt mein anderes (facebook) pseudonym und paleica. zwei verschiedene identitäten, die eine, die ich öffentlich gern hergebe und die andere, die eben versteckt bleibt. man muss nur aufpassen, dass sich das auch trennen lässt und nicht iregndwann mal alles miteinadner verwoben und für jeden auffindbar ist.

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