The happiness of pasta

Nudeln machen glücklich. Mich zumindest. Meistens. Leider machen sie auch dick. Mit der Zeit. Wenn man nicht aufpaßt. Trotzdem trage ich lieber das eine oder andere Extrakilo mit mir herum als auf diese teigigen Köstlichkeiten mit ihren endlosen Variationsmöglichkeiten zu verzichten. Als Kinder haben mein Bruder und ich sehr gerne Spagetti mit Tomatensoße und ganz, ganz viel Käse gegessen, heute freut sich meine Mutter jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn wir Nudeln auf diese Art für sie kochen. Man Nudeln auf ganze einfache Weise zubereiten, mit etwas Pesto und Parmesan, Öl und Knoblauch, Butter und Salbei, als süße Variante mit Zucker in der Pfanne oder auch in Milch gekocht. Man kann sie tintenfischtintenschwarz, spinatblattgrün oder kirschtomatenrot färben, in alle nur denkbaren Formen drehen, rollen oder ausstechen und die verschiedensten Füllungen mit ihnen umhüllen.

Daher ist es vielleicht auch wenig verwunderlich, dass mir vor ein paar Wochen beim Durchblättern des neuen Kursprogramms von Frank Petzchen der Kurs ‚Pasta de Luxe‘ mehr oder weniger ins Auge sprang und neben einem Wiedersehen mit Frodo Schäfer, einem meiner Lieblingsköche aus der Kochschule, so einige Gaumenfreuden versprach. Und so stand ich am vergangenen Freitagabend wieder einmal in der Kellerküche, bereit für folgendes Menü des Abends:

  1. Feigentortelli mit Cassisbutter und gebratener Gänsestopfleber
  2. Jakobsmuschel-Capelletti mit Karotten-Ingwer-Sauce
  3. Maronenagnolotti und Preiselbeerravioli mit Rehfilets
  4. Taglioni mit Vanilletomaten und Basilikumeis

Vorneweg gab es kleines Leckerli gedreht bzw. gerolltes aus Blätterteig und Pesto. Insgesamt ein schönes Menü mit vielen kleinen Besonderheiten, bei dem mir jedoch ein klein wenig die Gemüsebeilagen und auch der normalerweise bei mir zu jeder Nudelmahlzeit gehörende (Parmesan)Käse fehlten. Ich war außerdem nicht so richtig in Fotolaune an diesem Abend und so gibt es dieses Mal leider nur ein paar etwas verrauschte Aufnahmen der einzelnen, arrangierten Gänge ohne die  kleinen Extras von den Arbeiten und Schnippeleien zwischendurch. Ganz unten, im Anschluss an die Bilder gibt es das Rezept für den Nachtisch, weil ich den in seiner Ungewöhnlichkeit wirklich ganz besonders lecker fand.


Basilikumeis: 250 ml Sahne, 250 ml Milch, 1 Bund Basilikum, 3 Eigelbe, 70 g Zucker

Sahne, Milch und die Stiele vom Basilikum in einen Topf geben und erhitzen. In der Zwischenzeit die Eigelbe und den Zucker schaumig schlagen, dann in die Milch-Sahne-Mischung geben und unter ständigem Rühren andicken lassen. Den Topf vom Herd nehmen und passieren, um die Stiele zu entfernen. Die abgezupften Basilikumblätter mit etwas Milch oder Sahne pürieren und entweder gleich unter die Eismasse heben oder erst etwas später, wenn die Masse in der Eismaschine (oder im Gefrierfach) leicht angefroren ist. Alternativ könnte ich mir auch vorstellen, dass man fertiges Vanille- oder Sahneeis leicht antauen lassen und dann mit Basilikumpüree aromatisieren kann.

Vanilletomaten: 12 Kirschtomaten, 50 g Zucker, 500 ml weißer Portwein, 1 Vanilleschote

Die Kirschtomaten blanchieren, enthäuten und entkernen. Zucker in einem Topf karamellisieren, mit dem Portwein ablöschen und das Vanillemark und die Schote hinzufügen. Alles solange einkochen lassen bis ein Sirup entsteht, dann leicht abkühlen lassen. Zum Schluss die Tomaten hinzufügen und die Vanilleschote entfernen.

Taglioni: 350 g Taglioni, 1 Vanilleschote, 70 g Butter, 30 g Zucker

Frischen Nudelteig mache ich in der Regel immer nach einem ganz einfachen Rezept, 1 ganzes Ei auf 100 g Mehl, wobei ich meistens das Pastamehl von Diamant verwende, das auch gleich schon anteilig etwas Hartweizengries enthält und den Nudeln so schönen Biss gibt. Man kann natürlich auch fertige Nudeln kaufen, weil wir sie hier für ein Dessert verwenden, würde ich aber auf jeden Fall frische und sehr feine Nudeln verwenden. Falls man den Teig selbst macht, kann man das Mark der Vanilleschote auch einfach gleich mit einarbeiten anstatt es erst später in der Pfanne hinzu zu fügen. Die Nudeln zunächst in kochendem Wasser al dente garen. Butter und Zucker in der Pfanne erhitzen und die fertigen Taglioni darin kurz schwenken. Mit Basilikumeis und Vanilletomaten servieren. Genießen und glücklich sein.

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9 Replies to “The happiness of pasta”

  1. Wat lecker das AUGE ist ja bekanntlich mit..schau mal bei mir gibbet viel INTERESSANTES auf WP….wünsche dir einen schönen MITTWOCH….LG ANDREA:))

    1. Das stimmt und wenn der Frodo das Kommando hat, wird es meistens auch hübsch auf dem Teller. Die Pasta mit Erbsen bei Dir sieht auch nicht übel aus 🙂

  2. Wow. I’ve recently finished my dinner but these pictures and recipes make me hungry all over again 🙂

    1. That is good, huh? My plan succeeded 🙂 What I actually forgot to mention was that loved the food of pasta night so much that I went ahead, took the pasta maker out the day after and made my own. So it basically were 3 days full of pasta joy for me.

  3. Wow, so scharf bin ich gar nicht auf Nudeln.
    Aber wenn sie dich happy machen, super!
    Die Aufnahmen sind schon gut. Die machen Appetit.
    Liebe Grüße ♥

    1. Ich kenne noch jemanden, der Nudeln nicht so wirklich mag, was für ihn Vegetarier oft schwierig ist in Restaurants, wo fleischlose Gerichte meistens welche mit Pasta sind 🙂 Ich schieb Dir dann einfach mal den Nachtisch rüber, das Eis schmeckt auch ganz ohne Nudeln. Lieben gruß zurück.

  4. ich liebe nudeln auch!! herrlich und die bilder dazu, wunderbar! hmmm!!!

    1. Nudeln gehn einfach immer 🙂 Heute gab’s bei mir Gnocchi. Lecker!

      1. ich hab heute auch gnocchi gekauft. freu mich schon in meiner ‚lernwoche‘ daheim endlich wieder meine ganzen studentengerichte kochen zu können, die meisten sind fleischlos und daher für meinen freund nicht so willkommen 😉

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