Urban Artists: Pixelpancho

Mit nur knapp 4 Wochen Verspätung, bin ich heute endlich dazu gekommen, die Bilder von der letzten Vernissage in der Galerie Pretty Portal zu bearbeiten und ein paar davon für einen Blogbeitrag auszuwählen. Ziemlich knapp wenn man bedenkt, dass heute der letzte Tag ist an dem die Ausstellung ‚Rusted Ideas‚ des italienischen Künstlers Pixelpancho zu sehen ist, für nächsten Freitag steht nämlich bereits die nächste Vernissage in meinem Kalender. So viel kann ich selbst gar nicht über Pixelpancho, seinen Stil und seine Motive schreiben, daher zitiere ich mal einen kleinen Auszug aus der Beschreibung der Galerie:

„In seiner surrealistischen Bildwelt verschmelzen Marionetten, Roboter, Spielzeuge und uralte Kreaturen zu einer Verbildlichung und Anspielung auf große Marken des Kommerzes, Superhelden und namenhafte Popikonen, welchen – dem ständigen Wandel unterlegen-, der Zerfall droht. Pixelpancho gelingt es nicht bloß auf Grund seiner auffälligen Motive zu überzeugen, sondern auch wegen seines einzigartigen Stils, der aus verschiedenen und mannigfaltigen Quellen schöpft.“

Zu sehen gab es zweifellos eine bunte Mischung an Motiven, Farben und Materialien und einem ‚roten Pfaden‘ aus Robotern, wobei einige Bilder auch ein wenig an eine teilmetallierte Version von Alice im Wunderland erinnerten. Interessant fand ich auch zu sehen, dass u.a. auch Fotografien von Bildern, die der Künstler an eine Hauswand bzw. auf einen alten Wohnwagen in der Wüste gemalt hat, als Drucke verkauft wurden, ein klares Zeichen für das oft recht enge Zusammenwirken von Fotokunst und Urban Art. Insgesamt ein sehr spannendes Erlebnis, auch wenn die meisten Bilder nicht ganz so mein Geschmack waren bzw. ich keinen richtigen Zugang zu ihnen finden konnte. Was mich jedoch sehr begeistert hat, waren die drei kleinen, rostigen Roboterskulpturen, die hier deshalb gleich als erstes zu sehen sind. Wirklich ganz tolle Arbeiten, am liebsten hätte ich gleich alle drei mit nach Hause genommen, wenn ich nur Platz dafür hätte.

 

 
 

Normalerweise versuche ich bei solchen Veranstaltungen darauf zu achten, dass mir keine Personen ins Bild laufen und ich möglichst nur die Bilder bzw. Skulpturen in guten Ausschnitten und Perspektiven erwische. Dieses Mal wurde ich jedoch kurzfristig gefragt, ob ich vielleicht auch ein paar Bilder von den Leuten in der Ausstellung machen könnte und ein paar dieser Versuche seht ihr hier in schwarz/weiss. So ganz liegt mir diese Art der Dokumentation nicht, aber ein bißchen hat es mich schon gefreut, dass ich zufällig gerade am richtigen Ort war, als ein (Presse-) Fotograf den Künstler und Galerist Klaus für eine Doppelporträt in Szene setzte und ich schnell auch ein paar Aufnahmen von den beiden machen konnte. Ein paar Tage nach der Vernissage hörte bzw. sah ich außerdem auf Facebook, dass Pixelpancho in der Nähe der Galerie auf der Außenwand einer Squashhalle noch ein großes Wandbild gesprüht hat. Da genau davor jedoch zwei Autos parkten, als ich ein Foto davon machen wollte, kann ich euch hier nur einen Teil der ca. 10 m hohen Roboterkatze zeigen, die Gesamtansicht und noch mehr Bilder des Künstlers gibt es auf seiner Flickr-Seite. Und wenn nichts schief geht bzw. dazwischen kommt, kann ich ihm und anderen Künstlern vielleicht im Herbst auf dem 40° Urban Art Festival in Düsseldorf live bei der Arbeit fotografieren. In den nächsten Wochen und Monaten stehen aber noch einige weitere Ausstellungen im Pretty Portal, das Stroke Urban Art Festival in München sowie die Art Basel an, heute Abend ist Nacht der Museen und wenn ich es morgen schaffe, meine innere Schlafmütze zu überwinden, fahre ich vielleicht auch noch kurz zur Art Cologne. Busy times.



 

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6 Replies to “Urban Artists: Pixelpancho”

  1. Very cool. I’m with you, the portraits are not to my taste but I like the robots, expecially the ones that look like they’ve been lurking at the bottom of someone’s toilet cistern for 20 years … maybe they have been? 😉

    1. Ha, you never know where they have been, maybe I should have asked th artist. I was in the gallery again yesterday night, looking at these little guys and wondering if I should give one of them a home. None of them was sold yet but many of the pictures were. Well, beauty lies in the eye of the beholder but art, for many, is not always about beauty.

  2. ich finde es super, dass du dich so mit zeitgenössischen kunstrichtungen auseinandersetzt, an mir geht das ja alles ziemlich spurlos vorüber.
    ich kenn das gut, einerseits ist es ja immer wieder interessant, derartig ‚dokumentarisches‘ zu fotografieren, aber es liegt mir eigentlich auch nicht. bei dir hat da aber schon die eine oder andere gute impression rausgeschaut!

    1. Nun ja, irgendwie ist das mit der Urban Art auch eher so ein Nebenprodukt der Fotografie und ich bin da mehr oder weniger durch Facebook reingestolpert. Ansonsten hät sich mein Kunstinteresse doch eher in Grenzen und ist zum Teil auch einfach nur eine Art Gegenmittel, um nicht nur alleine zu Hause rumzuhocken. Ich war ja gestern Nacht wieder unterwegs in künstlerischer Mission, die Impressionen kommen in den nächsten Tagen.

      1. oh na dann bin ich ja gespannt! und ich finde, alle dinge, die einen interessieren und die einen davon abhalten, daheim trübsinnig zu grübeln, sind positiv!

  3. […] hat in dieser Zeit auch eins seiner Bilder an die Wände unserer Stadt gebracht, ich habe damals hier kurz darüber berichtet. Zum Künstler selbst gibt es nach wie vor wenig zu sagen bzw. […]

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