Boui Boui Bilk: Spaces

Es geht weiter mit dem Rundgang durch die Hallen des Boui Boui Bilk und einem kleinen Abstecher in den Keller. Vielleicht war letzteres auch die für Führungen angekündigte Luftschutzbunkeranlage, bitte entschuldigt das Rechercheloch, es war auf jeden Fall recht eng und düster dort unten in dem Labyrinth aus kleinen, verschachtelten Räumen voller leerer Regale, in die sich an dem Abend die eine oder andere leere Bierflasche ausgesetzt wurde. Verlaufen hat sich dort unten aber wohl niemand, auch wenn der besagte rote, richtungsweisende Strich auf dem Fussboden wohl schon seit einiger Zeit verblaßt ist, die Musik aus der Halle nebenan war vermutlich genug Anhaltspunkt für ein erfolgreiches Entkommen.

Abgesehen von den alten Hinweisschildern aus dem Untergrund habe ich für diesen Beitrag Bilder gewählt, die ein paar der von Kunst mehr oder weniger unberührten Zwischenräume zeige. Ein Teil davon ganz unbelassene Überbleibsel aus dem Fabrikdasein, ein anderer Teil bereits im Wandel oder gar völlig dem neuen Nutzen angepaßt, assimiliert.  Und auch die eine oder andere Momentaufnahme ist beim herum schlendern entstanden. Mehr davon dann im letzten Teil. Ich habe so ein bißchen das Gefühl, im Nachhinein, dass ein paar der Aufnahmen in analog bestimmt besser ausgesehen hätten, ein wenig vermisst habe ich meine Nikon zumindest in einigen Momenten und muß mir demnächst mal wieder etwas Zeit für sie nehmen. Für ein bißchen mehr Nostalgie, nicht nur in der Welt, sondern auch in der Hand.



 
 
 

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10 Replies to “Boui Boui Bilk: Spaces”

  1. Sehr interessante Eindrücke! Hach, ich liebe es in alten Gebäuden nach „verborgenen Schätzen“ zu suchen 🙂
    Das bepflanzte Pissoir und der Herzballon gefallen mir sehr!
    Liebste Grüße!

    1. Danke, Süsse! Ich würde sowas ja gerne viel öfter machen, immer her mit den Bauruinen, wenn es nur nicht so schwer wäre sich legal Zugang zu verschaffen. Eine Freundin will sich im Boui Boui ein Atelier mieten, bin mal gespannt, ob das klappt.
      Liebste Grüße zurück 🙂

  2. tolle bilder, sie haben etwas spartanisch-spannendes. eine schöne alliteration 🙂 sie sind wirklich toll, haben eine ganz eigene bildsprache und einen rhythmus. besonders mag ich das bild mit dem heizkörper und den pinken streifen und das letzte, mit der bierflasche und dem herz!

    1. Vielen Dank 🙂 Die beiden Bilder sind auch unter meinen Favouriten. Vorallem das mit dem Heizkörper, weil ich den Kontrast mit dem Pink so cool fand. Und als ich den Herzballon und die Flasche gesehen habe, das war so ein Fotokribbelmoment, hach. Ich glaube, ich hatte lange nicht so viel Spaß beim knipsen wie an diesem Abend.

      1. das ist fein, so solls ja auch sein 🙂 wirklich toll gesehen und gelungen!

  3. Tolle Fotos, hoffentlich pinkelt niemand in den schönen Blumenpott…
    😉

    1. Dankeschön! Der Blumenpott ist Teil einer kleiner Gruppe und hängt auf der jetzigen Damentoilette, sollte also eigentlich relativ sicher vor Wildpinklern sein 😉

      1. Ah ja, verstehe. Danke, dann bin ich beruhigt, lach.

  4. I’m with Paleica (and you it seems) those two pictures are my favourites too … love these old manufacturing houses … we have not the like in this city.

    1. Until recently, I didn’t even now that this old factory exists, it’s somewhat hidden in the middle of the city. I’m curious to see how this place will develop in the near future. I think the fact that it’s only been revived for a limited time and to be demolished anyway gives the artists residing within more freedom and will likely add to its character.

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