[18/52] Me time

Diese Woche bin ich schon recht früh fertig mit meinem nächsten Projektbeitrag, was wohl auch daran liegt, dass ich ein paar Tage frei und somit viel Zeit und Ruhe habe, nicht nur für die Fotografie, sondern auch für mich. Genug Zeit um lange zu schlafen, ein wenig zu lesen, Sport zu machen, spazieren zu gehen, zu kochen und natürlich auch mit der Kamera durch die Stadt und den Hofgarten zu bummeln. Eigentlich hatte ich vor für ein paar Tage wegzufahren, zum Stroke Urban Art Festival in München, doch da ich momentan nicht so wirklich in Reiselaune bin, habe ich die Pläne wieder verworfen und beschlossen, mir stattdessen ein paar schöne Tage hier in Düsseldorf zu machen und mich um ein paar Dinge zu kümmern, die sonst auch leicht mal in Vergessenheit geraten bzw. aufgeschoben werden.

Gestern nachmittag war ich beim Frisur, um mich mal wieder ein bißchen entstruppeln zu lassen und da am Abend, als ich nach Hause kam, noch immer ganz zauberhaftes Licht draußen war, dachte ich mir, es wäre doch eine gute Gelegenheit mal wieder ein Selbstporträt zu machen, bevor ich mir die Frisur beim Sport wieder ruiniere. Als Tatort sollte der Balkon herhalten und als Kulisse diente der weißblühende Kastanienbaum im Hinterhof, die Kamera war auch schnell aufs Stativ geschraubt und drinnen in der Küche aufgestellt, um den nötigen Abstand zu wahren. Der Rest war dann zunächst einmal Trial and Error, denn ohne eine Wand im Rücken mußte ich den Fixpunkt zum Fokussieren erstmal grob raten und darauf hoffen, dass ich mein Gesicht dann auch irgendwie an dieser Stelle positioniere und die Bildkomposition so in etwa stimmt. Hat ein bißchen gedauert und ging immer mal wieder da neben, aber das war noch gar nicht mal das Schwierigste an der ganzen Sache. Ich habe ja schon relativ lange keine Selbstporträts gemacht und die letzten Bilder waren etwas ernster und nachdenklicher, meine Freunde schmollten manchmal ein wenig, weil ihnen ein Lächeln fehlte. Nur, lächeln vor der Kamera liegt mir nicht besonders gut, ob ich nun tatsächlich gerade viel zu lachen habe oder nicht sei einmal dahin gestellt. Dieses Mal jedoch habe ich mir echt Mühe gegeben und versucht, zumindest ein kleines Lächeln mit ins Bild zu schmuggeln, für meine Freunde und den wunderschönen Frühlingstag. Hat ihnen gefallen, glaube ich. Deshalb gibt es diese Woche auch für euch einfach nur ein Bild von mir. Und dem Kastanienbaum.

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9 Replies to “[18/52] Me time”

  1. Ein sehr schönes Selbstportrait! Trotz der Hindernisse von Scharfstellen und Lächeln … ach, wie gut ich das kenne 🙂 Bin aber letzten Endes auch lieber hinter der Fotokamera.
    Ein schönes Wochenende dir!

    1. Vielen Dank, Anette, das freut mich sehr. Mein Wochenende war prima und fast ganz ohne Kamera dieses Mal, weder davor noch dahinter.

  2. Wie ich Dir ja schon geschrieben habe, ist das eine ganz tolle Aufnahme! 🙂
    Ich stehe persönlich auch lieber hinter der Kamera, aber morgen wollen wir mal meinen „freien Tag“ nutzen, um ein paar Aufnahmen zu machen. Der Held wird wieder leiden *gg*
    Fühl Dich lieb umärmelt, Süße!

    1. Danke nochmal, Süsse. Ich hoffe, ihr hattet eine tolle Zeit und ganz viel Spaß, vor und hinter der Kamera. Gib dem Helden einfach einen dicken Knutscher, dann ist alles gut. Drück Dich ganz dolle zurück.

  3. Well, hello! Long time no see … love the smuggled smile 🙂

    1. Yes, it’s been a while but now I’m back, with a little extra. Hello 🙂

  4. ich kenne das mit dem lächeln vor der kamera, das funktioniert bei mir auch gar nicht so toll. aber auf diesem bild ist dir einfach alles gelungen, ich finde es wunderschön!

    1. Vielen Dank nochmal 🙂 Ja, es ist wahrlich nicht leicht. Ich meinte neulich mal zu einer Freundin, die ich auf ihrer Hochzeit fotografiert habe, dass sie auf jedem Bild immer so schön lachen würde und sie erzählte mir, dass sie das auch lange vor dem Spiegel geübt hat 🙂 Manchen fällt es halt leicht, anderen weniger. Ich bin halt keine Grinsekatze und wenn mich jemand anderes fotografiert, guck ich meistens immer noch wie ein Reh im Scheinwerferlicht.

      1. haha was für ein vergleich 🙂 ja mir gehts genauso. und je mehr ich es ‚übe‘, umso verkrampfter wird es auch. ich weiß nicht, irgendwie ist das eigenartig. verstanden habe ich es bis jetzt noch nicht, warum das manchen so leicht fällt und anderen nicht.

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