Im Hangar mit Xavier

Diese Woche hatte für mich so einige kleine und große Überraschungen parat, frei nach dem Motto ‚Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt‚ und wenn ich diesen Blogtitel nicht bereits aufgebraucht hätte, wäre er spätestens jetzt dran gewesen. Als ich am Freitag morgen ins Büro kam und gerade meinen ersten Kaffee schlürfte, mit den Gedanken zu einem Teil noch im Land der Träume und zum anderen bereits im bevorstehenden Wochenende, kam ein Kollege vorbei und fragte mich, ob ich für den Abend schon etwas geplant habe. Er hätte zwei Karten für das Konzert von Xavier Naidoo, könnte aber doch nicht hingehen und würde sie mir daher gern geben, falls ich Lust dazu hätte. Nun bin ich zwar nicht gerade ein Fan von Xavier, was deutsche Musik angeht bin ich auch relativ monogam und höre seit mehr als 20 Jahre eigentlich nur eine Band, aber ich mag ihn so als Mensch eigentlich ganz gerne und auch seine Stimme, daher war ich zumindest nicht grundsätzlich abgeneigt. Zeit hatte ich an dem Abend auch und die Tatsache, dass das Konzert in einem Hangar am Düsseldorfer Flughafen stattfinden sollte, gut mit der Bahn zu erreichen und als Location bestimmt sehr cool,  hat mir die Entscheidung am Ende recht leicht gemacht. Nur eine Begleitung habe ich auf die Schnelle nicht mehr gefunden, aber so ist das halt, wenn man keine Freunde hat. Die in der Nähe wohnen. Und auch mal spontan Lust und Zeit für gemeinsame Unternehmungen haben. Aber davon lasse ich mich in der Regel ja nicht aufhalten und so habe ich mich alleine auf den Weg gemacht zu meinem Freitagabenddate mit Xavier. Ich hatte wieder nur meine kleine Lumix dabei, da ‚Profikameras‘ auch hier wieder nicht zugelassen waren, vermutlich wäre meine DSLR bei der Taschenkontrolle aber gar nicht aufgefallen und vielleicht wären die Bilder vom Konzert mit dem Tele besser geworden als mit dem Zoom der Lumix. Zunächst mal ein paar Aufnahmen von draußen:

Hangar Waiting outside

Obwohl das Konzert, im ürbigen eine Sonderveranstaltung im Rahmen der Düsseldorfer Jazz Rally, mit 1500 Besuchern komplett ausverkauft war und ich relativ spät dort angekommen bin, bot der Hangar soviel Platz, dass ich es in keinem Moment beklemmend fand und auch kein Problem hatte, noch einen guten Platz vorne auf der rechten Seite der Bühne zu finden. Die Sicht war aber auch weiter hinten noch sehr gut, auch dank der Videoleinwände auf bzw. neben der Bühne, so dass ich später noch ein bißchen rumgelaufen bin und über die Köpfe hinweg fotografiert habe. Es sind keine Meisterstücke, aber ein paar bildliche Eindrücke wollte ich euch zumindest mitbringen. Das Konzert selber war ehrlich gesagt toll, Xavier hat mit seiner 4-Mann-Band 2 Stunden lang die Halle gerockt und bekam zwischendurch noch eine kleine Unterstützung von Special Guest Moses Pelham, mit dem er zusammen einen Song zum Besten gab. Ich war vermutlich die Einzige im ganzen Hangar, die keinen seiner Songs mitsingen konnte, weder die alten noch die neuen, trotzdem habe ich den Abend sehr genossen und summe immer noch ‚Sieh mir noch einmal in die Augen…‚. Das lag zum Teil an der Location, die mir wirklich sehr gut gefallen hat, zum größten Teil aber wohl auch daran, dass Xavier so gut drauf war, charmant und humorvoll in den Pausen zwischen den Songs, mit viel Gefühl und Spass an der Sache. Ganz am Anfang, als er das Publikum begrüßte, sagte er ‚Wenn man so lange dabei ist, freut man sich, dass immer noch Leute kommen.‚, ich glaube, darüber braucht er sich wirklich keine Sorgen zu machen. Auch wenn es nicht so ganz meine Musik ist, ich würde wieder hingehen.


 

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7 Replies to “Im Hangar mit Xavier”

  1. Wow! Unverhofft kommt oft, hm?! Toll, freut mich für Dich! ☺

    1. Ja, manchmal ist das Leben voller Überraschungen. War echt super der Abend, danke 🙂

  2. Coole Location. Das hätte mich auch gereizt.
    Aber die Musik… Ich mag sein Gewimmere nicht.

    1. Glücklicherweise hat er nicht so viel gewimmert an dem Abend, war schon eher rockig. Ich mag ihn normalerweise auch nur, wenn er zusammen mit Rea Garvey, sasche und Michael Mittermeier als Rat Pack in Sachen Swing unterwegs ist. Die Location war es aber echt wert, mal ein Auge bzw. Ohr zuzudrücken. Wer weiß, ob dort noch einmal ein Konzert stattfindet, da muss man solche Gelegenheiten einfach beim Schopf packen 🙂

  3. cool. und dafür, dass du nur die lumix dabei hattest, finde ich die fotos ausgesprochen gelungen. besonders mag ich übrigens das 2. flugzeugbild!
    der abend klingt ja sehr nett und gelungen. ich glaube, ich würde für so eine aktion auch niemanden auf die schnelle finden, der mich da begleiten würde. schwierig ist das manchmal.

    1. Danke! Ich mag die Flugzeugbilder auch gerne und so wirklich nah dran kommt man die die Dinger ja auch selten. Ich hab beim Konzert auch ganz viele Bilder gemacht, die irre unscharf waren, aber ein paar Glückstreffer waren trotzdem dabei. Auch Dank der Serienbildfunktion, die ich dieses Mal verwendet habe, auch wenn nach 3 Bildern Schluss war. Im Herbst darf die Kleine ja nochmal ran, beim BossHoss-Konzert in Berlin, und besser als mit der Handykamera wird’s allemal.

      1. das stimmt allerdings. letztes jahr im urlaub hätte ich ein großartiges motiv gehabt, aber man kann halt leider nicht so einfach aufs rollfeld laufen /:

        das stimmt absolut! also eine freundin von mir fotografiert schon seit jahren immer mit einer kleinen casio glaube ich bei konzerten und obwohl der fotoapparat (kamera wäre zuviel gesagt ^.^) wirklich nicht die bombenqualität hat schaut schon immer wieder was ganz nettes dabei raus.

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