[20/52] Panorama am Abgrund

Mein aktuelles 52-Wochen-Projekt bringt mich ja durchaus mal ein wenig in Bedrängnis.  Immer dann nämlich, wenn ich entweder zu wenig Zeit zum Fotografieren hatte und auf den letzten Drücker noch ein Bild aus dem Hut zaubern muss oder aber wenn ich so viele verschiedene Bilder in einer Woche gemacht habe, dass mir die Auswahl am Ende echt schwer fällt. Im Letzteren Fall überlege ich dann meistens, welches Bild ich am ehesten losgelöst von den anderen zeigen könnte, welches am besten einen ganz besonderen Moment der Woche beschreibt oder vielleicht auch etwas neues zeigt. Die vergangene Woche war zum Ende hin recht reich an neuen Erlebnissen und Erfahrungen, voll mit neuen Begegnungen und Eindrücken. Und auch einer ganz neuen Perspektive, denn am Ende eines langen und schönen Tages bei Freunden auf dem Land wartete am Samstagabend eine weitere Überraschung auf mich.

Auf dem Rückweg nach Düsseldorf machten wir einen kleinen Abstecher zum südlichen Rand des Braunkohletagebaus Garzweiler und ich konnte von der dort gebauten Aussichtsplattform die ganze gigantische Grube überblicken, im Licht der Abenddämmerung ein ziemlich beeindruckendes Spektakel. Ich habe mich sehr darüber gefreut, da ich schon sehr lange mal einen näheren Blick in die riesige Kohlegrube werfen wollte und nicht wußte, dass es solche öffentlich zugänglichen Aussichtspunkte gibt. Natürlich habe ich auch ein paar Bilder gemacht und weil es sich anbot, die Gelegenheit genutzt, um auch mal mit der Panoramabildfunktion in Phtoshop herum zu spielen, auch wenn es mit Aufnahmen ohne Stativ etwas kniffliger ist. Weil es mal etwas anderes und neues war, habe ich als Bild der Woche ein aus drei Aufnahmen zusammengefügtes Panorama genommen und für euch hier noch ein paar Einzelaufnahmen ergänzt. Es war mal ganz interessant mit so einem anderen Bildformat zu arbeiten, wird in meinem Repertoire aber wohl eher die Ausnahme bleiben. Die letzten zwei Bilder zeigen eigentlich weniger den Tagebau, sondern eine neben der Baugrube aufgestellte Bewässerungsanlage, die ich sehr spannend fand, weil sie durch den vorherrschenden leichten Wind so schöne Wasserschleier über das Land verteilte. Wenn es nicht so kühl gewesen wäre, an einem anderen Tag und mit anderer Begleitung, hätte ich sie mir auch sehr gerne noch näher etwas angesehen, mit vor dem Wasser geschützter Kamera oder auch einfach nur, um einmal so richtig ausgelassen und unbeschwert durch den künstlichen Regen zu tanzen.

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6 Replies to “[20/52] Panorama am Abgrund”

  1. Beeindruckende Bilder.

  2. spannende bilder. besonders 1, 2 und das letzte gefallen mir. mal was ganz anderes.

    1. Ja, in der Tat mal was ganz anderes. Ich muss da bei Gelegenheit nochmal hin, war ja nur ganz kurz mit dem Kit-Objektiv und es war schon arg kühl. Ein Weitwinkel wäre dafür wohl perfekt, aber so schnell werde ich mir erstmal nichts Neues kaufen 🙂

      1. 🙂 ja mit diesen sachen darf man sich ja nie zu lang zeit lassen, sonst sieht es nicht mehr so aus 🙂
        ja das versteh cih, ich hätte zwar schon wieder x wünsche, aber bei mir muss auch mal schluss sein. die g15 im märz und die 2 objektive jetzt O_o
        irgendwann will ich aber mal was lichstärkeres dazwischen (oh, das wird teuer), evtl. ein 35mm sollte sich indoor mehr tun… ja und wer weiß ob irgendwann ein neuer body her muss…

  3. That certainly an extensive operation … sometimes the scale of these things boggles my mind 🙂

    1. Yes, it is. A 160 m deep pit that has already swallowed a highway and a few small villages. And it’s still being expanded. It was the first time I saw something like this for real as where I come from, there is mainly farmland and water, nothing in the ground to harvest.

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