[24/52] Licht und Schatten

Eine wechselhafte Woche, die sich scheinbar nur in Fragmenten zusammenfassen lassen will. Gerade jetzt, in diesem Augenblick. Auch wenn es eigentlich ganz anders geplant war. Doch die Schwüle des Tages, die Schwere des Sommers verlangsamt die Gedanken. Sie flattern umher, wie aufgescheuchte Schmetterlinge, von Erinnerung zu Erinnerung. Alles zerbricht und bleibt doch ein Ganzes. Das Dehnen der Zeit auf der Reise durch das Land. Die unaufhaltsame Rastlosigkeit, die sich in jeden Moment der Ruhe zu schleichen scheint. Die Schönheit eines Augenblicks, infinitesimale Glückseligkeit. Beinahe wortlose Tage, die keinen Raum lassen für Stille. Unbeholfenheit und das Scheitern von Begegnungen. Abenteuerliche Entdeckungen und die Inszenierung von Ideen. Gedanken fahren Karussell in der Endlosschleife. Warmer Sommerregen auf der Haut. Die Unerträglichkeit eines Blickes. Geschichten erzählen und in Träumen verloren gehen. Die endlose Helligkeit eines Sommerabends. Winternebelworte vom anderen Ende der Welt. Zurück in die Vergangenheit. Zweifel an dem, was einmal war. Bilder von dir. Winzige Schutzräume in den Bruchstücken der Nacht. Vertrauen und Vergessen. Der Blick nach vorn, die Unschärferelation der Zukunft. Licht und Dunkelheit. Versteckspiel in den Schatten. Wanderer zwischen den Welten. Jeden Tag aufs Neue. Irgendwann wird alles anders. Vielleicht schon morgen.

Teile diesen Beitrag:

3 Kommentare

  1. Du bist eine poetin – mit worten wie mit bildern und insbesondere: mit wortbildern.

    1. Danke 🙂 Manchmal mehr, manchmal weniger. Wortbilder sind mir die liebsten.

      1. sie sind auch die größte kunst und du beherrschst sie perfekt.

Wenn Du auch etwas dazu sagen möchtest...