Spying on birds

Schon wieder sind 4 Tage ohne einen Blogbeitrag vergangen. Eigentlich ist das nicht wirklich schlimm, ich könnte ja auch zu beschäftigt sein mit anderen Dingen oder auch einfach nichts zu sagen bzw. zeigen haben. Ich muß ja auch nicht, die Woche ist noch lang und ich habe noch genug Zeit, mit der Kamera auf die Jagd nach dem nächsten Bild zu gehen. Alles gut. Und dennoch, so lange Pausen und die dabei durchaus auftretenden Unentschlossenheit machen mich manchmal ein wenig unruhig und es kribbelt mir in den Fingern während ich darüber nachdenke, was denn nun als nächstes passen würde. Am besten etwas, dass nicht zu viel Arbeit macht, vorbereitete Bilder, die schon im Archiv schlummern und bisher anderen Themen den Vortritt lassen mußten. Etwas ganz leichteres, lockeres für zwischendurch, zum Aufheitern an einem grauen Fast-Sommertag. Wie wäre es denn, zum Beispiel, mit ein paar Bildern aus der tierischen Kinderstube der Stadt?

Nein, nicht noch ein Minikaninchen, es geht gefiedert weiter, dabei mag ich Vögel eigentlich garnicht so gerne. Ich glaube, es liegt an einem Kindheitstrauma, verursacht durch tieffliegende Tauben und einen total psychotischen Hahn, der mich und meinen Bruder als Kinder des öfteren quer durch den Garten scheuchte, wenn die Hühner mal Freigang hatten. Damals hatten wir noch Enten und Hühner daheim, mein Vater hat außerdem auch verschiedene Vogelarten wie Wellen-, Nymphen- und Rosellasittiche gezüchtet und wir mußten manchmal helfen, die winzigen, frischgeschlüpften Nackedeis zu begutachten, zu beringen und auch mal zu füttern. Und ich muß sagen, Tiere mit Fell sind mir dann doch deutlich lieber. In der Großstadt gibt es davon allerdings nicht so viele zu sehen, zumindest nicht keine freilebenden wenn man mal von Kaninchen und Ratten absieht. Doch seit ich ein Teleobjektiv habe, merke ich, dass ich erstaunlich oft Vögel fotografiere, überall und immer wieder. Ein Spaziergang durch den Hof- oder Volksgarten fühlt sich ohne Tele fast schon komisch an, weil sich dort immer mal wieder etwas Gefiedertes zwischen den Zeigen zu verstecken scheint. Da macht sich so eine Art Jagdtrieb bemerkbar, der mir manchmal fast schon ein wenig unheimlich ist. Mir sind schon Kormorane und Papageien durch die Lappen gegangen, weil ich nicht das richtige Objektiv dabei hatte, aber manchmal habe ich auch Glück und mir hüpft, watschelt oder schwimmt ganz überraschend etwas vor die Linse. Ich finde auch, man merkt, dass tatsächlich endlich Frühling ist und der Sommer vor der Tür steht, wenn einem ständig balzende Tauben vor die Füsse laufen und jede Ente oder Gans des Stadtparks plötzlich von einem Strang kleiner, puscheliger Küken verfolgt wird. Und die Kleinen sind in ihrer Tolpatschigkeit ja doch irgendwie auch ganz niedlich.

Bath Time

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11 Replies to “Spying on birds”

  1. Aaaaawwww… das sind absolut quietsch-süße Fotos! Wie die durch das hohe Gras watscheln – hachz <3

    1. Ja, die kleinen gelben Babygänse waren wirklich totla süss. Die watschelten so schnell die Böschung hoch durch das hohe Gras als hätten sie in mir eine neue Mama entdeckt 🙂

  2. Oh, wie süß….die sind ja echt super goldig….die Küken im gras, einfach wundervoll! Fühl dich herzlich aus München gegrüßt!

    1. Das sind sie wirklich und es hat richtig Freude gemacht, sie auf ihrer Erkundungstour zu beobachten. Ganz liebe Grüße zurück nach München.

  3. I absolutely love the picture with the ducklings following each other through the tall green grass … made me go ‚Awwww“. I strongly recall being chased by a cranky goose when I was little … it left a psychological scar and I treat with both respect (and good distance!) as a result ever since 🙂

    1. Thank you. I think some big ‚Awwww’s were exactly the reaction I had in my mind when I posted this 🙂 The little ones were just too cute and basically all over my feet, I didn’t show all pictures. Fortunately, their parents were pretty relaxed and didn’t mind. I’m not that keen on any future accounters with angry birds either.

  4. They are so sweet. And I love your title.

    1. Yes, they are 🙂 Thank you, Bente.

  5. ja das ist so eine sache mit dem bloggen. bei mir gibt es ja im moment recht viel, aber ich bin immer wieder überrasht davon, wieviel zeit es braucht, einen beitrag vorzubereiten. also einen, bei dem man bilder mit gedanken in zusammenhang bringt oder ein bisschen über etwas schreibt.

    mit den vögeln geht es mir gleich – mögen tu ich sie nicht besonders, aber irgendwie reizt es mich immer mal wieder, so zu fotografieren. nur enten sind eine ausnahme. die mag ich.

    1. Ja, es ist schon verrückt machmal. Selbst wenn ich denke, ich lad mal nur schnell ein paar Bilder hoch und schreib ein paar Zeilen, sind am Ende doch schnell mal 1-2 Stunden vorbei.

      Ich mag Enten ja besonders gerne, wenn sie untertauchen und nur der Popo aus dem Wasser guckt. War neulich schon wieder im Park und hab noch etliche Bilder für eine Fortsetzung der Vogelspionage 🙂

      1. so gehts mir auch immer. und während dem studium, wo man eh daheim am pc gesessen ist, ging das irgendwie so nebenbei. aber jetzt merke ich erst, wieviel zeit das wirklich in anspruch nimmt…

        hihi ja das ist süß. ich hatte vor ein paar wochen auch so eine entzückende begegnung mit schlafenden enten *_*

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