Fit in den Sommer

Mal abgesehen von meinem kleinen Ausflug in die industrielle Vergangenheit der Stadt, war die vergangene Woche fast durchweg von kulinarischen Highlights geprägt. Ich habe mir nicht nur daheim in meiner Küche zum vielleicht ersten Mal ein ordentliches Entrecote gezaubert (und das auch noch an zwei Abenden hintereinander), sondern war auch mit einer Freundin sehr lecker japanisch essen im Okinii und habe außerdem noch spontan für den Samstag einen Kochkurs bei Frank Petzchen gebucht. Es ging zur Abwechslung mal wieder in die Eventküche auf der Steinstraße, wo unter Anleitung von Koch Frodo Schäfer und Fitnesstrainer Yavuz Gökce ganz gesunde und sommerliche ‚Fitnessküche‘ auf dem Programm stand. Ich habe diesen Kurs vorher schon zweimal besucht, im Frühjahr und Herbst 2011, aber das macht nichts, denn das Menü ist war jedes Mal anders und ich stehe ganz gerne mal mit den beiden Jungs in der Küche. Außerdem hatte ich wohl auch die heimliche Agenda, endlich einmal ein paar vernünftige Bilder davon zu machen, denn beim ersten Mal hatte ich nur das Handy und beim zweiten Mal noch ’nur‘ das Kitobjektiv dabei, so richtig hübsch wird es aber doch erst mit dem Makro und ein wenig Übung. Gekocht haben wir das folgende Menü:

  1. Lauwarmer Spargelsalat aus der Pfanne auf Rindercarpaccio
  2. Gurken-Wasabi-Suppe mit Thunfischtartar
  3. Saftige Grillsteaks mit Grillpaprika auf lockerem Bulgur
  4. Erdbeerragout mit Rhabarberjoghurt und Mojitokandis

Da ich euch viel lieber ein paar mehr Bilder als nur die der fertigen vier Gänge zeigen möchte, gibt es hier dieses Mal kein ausgewähltes Rezept. Ihr könnt mich aber gerne danach fragen oder auch einfach bei Gelegenheit mal auf der Internetseite von Yavuz (oben verlinkt) nachschauen, dort gibt es nämlich auch Rezepte aus vergangenen Kursen zum Runterladen im PDF-Format. Meine Favoriten dieses Mal waren ganz eindeutig die letzten beiden Gänge, vor allem der Rhabarberjoghurt getoppt von dem mit Basilikum und Limettenschale zerstoßene Kandiszucker. Perfekt gemacht für den Sommer.

Zwischendurch habe ich natürlich auch wieder ab und zu die Kamera direkt in bzw. über Töpfe und Schüsseln gehalten, denn manchmal sind gerade die Rohmaterialien und auch die kleinen Zwischenschritte bei der Verarbeitung besonders schön anzuschauen. Man kann dabei oft noch viel besser die verschiedene Farben, Formen und Strukturen erkennen als später, wenn alles zusammen fertig auf dem Teller angerichtet ist. Zu sehen sind hier nachfolgend die Grundlage für den Spargelsalat in der Pfanne, der Thunfischtartrar, die Paprika-Zwiebelmischung, die später mit dem Couscous (statt Bulgur) gemischt wurde, und der für die Herstellung des Mojitokandis bereitstehende Mörser mit ein paar dekorativen Zitrusfrüchten im Hintergrund.

Inzwischen ist es außerdem so, dass ich beim Kochen nicht nur auf das Essen, sondern auch auf das Drumherum achte und nach Dingen suche, die durch die Kameralinse betrachtet gut aussehen. In der Regel sind das ebenfalls eher Detailaufnahmen als der komplette Raum oder Teile davon, ganz einfach weil in solch kleinen Ausschnitten oftmals mehr Ordnung und Symmetrie herrscht und ich es in dieser Form einfach schöner finde. Außerdem hatte ich bei den ersten beiden der hier am Schluss eingefügten Bilder ursprünglich noch mein Wochenprojekt im Sinn und wollte etwas erschaffen, dass das kulinarische Erlebnis eher symbolisiert als zu offensichtlich zu sein. Es tut mir fast ein bißchen leid, dass sie die aufgereihten Carpaccio-Teller am Ende einer verrosteten Zapfsäule geschlagen geben mußte, aber so ist es nun mal, es kann manchmal nur einen geben.

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9 Kommentare

  1. I think you have a definite future in food porn! These look delicious … I’ve never considered sprinkling fresh basil atop yoghurt and rhubarb but I am going to try it this summer 🙂

    1. Haha, thank you 🙂 I was thinking food porn as well but then decided for a different title.
      Basil works pretty well together with sweet things and fruits. We used this sugar once before and mixed the yoghurt with molten white chocolate. Basil or rosemary icecream is also very delicious. And the next summer will come for sure.

  2. ohje, der ärmste heißt wirklich frodo?????
    deine bilder sehen super lecker aus, food photography hast du sowas von drauf. wie gern hätt ich jetzt so ein steak!
    auch die bilder mit den tellern mag ich sehr!

    1. Ja, er heisst wirklich Frodo, ist immer mal wieder der Gag in den Kursen. Ich kenn ihn ja nun schon ne Weile und denke bei dem Namen schon garnicht mehr an Herr der Ringe 🙂
      Food Art ist ja schon irgendwie cool und macht mir immer wieder Spass. Ich glaube, ich muss dieses Jahr mal wieder öfter sowas machen. Ist durch den Umzug letztes Jahr ein bißchen auf der Strecke geblieben. Und mehr zu Hause kochen bzw. backen wäre auch mal wieder ganz nett, mach ich viel zu wenig.

      1. ist mir – zumindest was man an den fotos ablesen kann – schon aufgefallen 🙂 aber der nächste herbst kommt bestimmt und damit auch die back- und kochzeit!!

  3. Lecker! Das sieht ja fantastisch aus! Nicht nur die Rezepte, auch wie du es mit der Kamera eingefangen hast, einfach klasse! Ich bin dann mal kochen … 🙂

    1. Es war auch sehr lecker und hat viel Spaß gemacht. Ich hoffe, Dein Ausflug in die Küche auch 🙂 Bei mir gibt’s wohl am Wochenende wieder Couscous.

  4. Ein herrlicher Bericht und die Fotos sind ne Wucht.
    Die Gläser, die Teller, Klasse!
    Und beim Tomaten-Gemüse, da greif ich doch sofort zu!

    1. Vielen Dank 😀 Als kleines Leckerli vorneweg gab es noch mehr Tomaten in Form von Bruschetta. Das Bild hab ich aber dann doch nicht mit rein genommen, weil’s ja ohnehin schon so viel zu gucken gab.

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