[28/52] Backyard door

Schon wieder Sonntagabend und ich wünsche mir vermutlich nicht zum ersten Mal, dass das die Woche weniger Arbeitstage hätte und das Wochenende länger dauern würde. 48 Stunden sind einfach nicht lang genug, um den an 5 Tagen versäumten Schlaf nachzuholen und auch noch genug Zeit zu haben, um die freien Stunden ausgiebig zu genießen. Ein kleiner Trost ist für mich jedoch momentan die Tatsache, dass ich in 3 Tagen wieder frei habe, für für ein langes Wochenende in die Heimat fahre und vielleicht sogar endlich mal wieder in der Ostsee schwimmen zu gehen. Bis es soweit ist, habe ich aber noch ein bißchen was zu erzählen und zu zeigen, denn ich habe in den letzten Tagen etwas herum experimentiert mit zwei neuen Objektiven (50 mm 1.8 und 35 mm 2.0) und war auch wieder analog mit der Nikon unterwegs. Da die Filme noch im Labor sind und ich mich bei meinen anderen Bildexperimenten für keins so recht entscheiden konnte, hab ich mir als Bild der Woche eine Außenseiter-Aufnahme herausgesucht, die ich heute Nachmittag am Anfang meiner Tour gleich hier bei mir um die Ecke gemacht habe.

Sie zeigt eine eiserne Tür, die sich am Ende eines Parkplatzes befindet und sieht vermutlich etwas gruseliger aus, als sie tatsächlich ist, schließlich grenzt sie an das Gelände einer katholischen Grundschule und versperrt den Zugang zu ein paar Tischtennisplatten. Eigentlich ist mir das Motiv fast zu ähnlich zu dem der letzten Woche, andererseits paßt es jedoch sehr gut zu dieser Woche, denn gerade gestern Abend war ich auch wieder auf ganz ähnlichem Gelände unterwegs, hatte aber nur die Nikon und einen einzigen Film zur Hand, da ich den Akku für meine Canon zuhause vergessen hatte. Als ich gerade das Bild auf Flickr hoch geladen und über die Titelwahl nachgedacht habe, mußte ich an längst vergangene Tage denken. Wenn wir als Kinder im Sommer zu Freunden zum Spielen gegangen sind, hing oftmals ein Zettel vorne an der Tür auf dem Stand ‚Sind im Garten‚ und manchmal führte eben auch solch eine Hintertür in das grüne Paradies aus Obstbäumen, Blumenwiese und Planschbecken. Und bei meinen Eltern ist es auch heute noch so, dass Freunde und Familie nicht vorne klingeln, sondern einfach um’s Haus herum und durch die braune Holztür hindurch direkt in den Garten laufen, wo sie meistens zuerst von einem kleinen, bellenden Fellknäul empfangen werden. Wer weiß, vielleicht mache ich daraus ja das Bild für die nächste Woche.

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8 Replies to “[28/52] Backyard door”

  1. das 50mm 1,8 ist eigentlich mein allerliebstes objektiv. ein 35mm will cih mir auch irgendwann noch anschaffen.

    ich hab jetzt ewig gesucht, weil es mal das thema türen&tore beim p52 gab und da hatte ich auch was dabei, was mich daran erinnert hat… mit nem haufen herbstblätter.
    http://paleica.wordpress.com/2009/04/10/projekt-52-turen-tore-woche-14/
    schon lustig, was man alles veröffentlicht hat. und wie sich der fotografische stil und anspruch verändert.

    1. Ich hab ja in letzter Zeit viel mit meinem 60 mm Makro fotografiert, weil ich es auch so gerne mag. Ist schon witzig, wieviel Objektive ich im letzten Jahr gekauft habe, wenn man bedenkt, dass ich am Anfang immer nur mit dem 18-55 mm Kitobjektiv unterwegs war und dachte, dass es mir reicht 🙂 Eigentlich wollte ich am Samstag auch ein kleines Kamerabattle machen – analog vs. digital, Nikon vs. Canon – denn wenn ich mich richtig schlau gelesen habe, ist das 35 mm für die Canon gleichwertig mit dem 50 mm für die Nikon, hab aber blöderweise den Akku vergessen und mußte es daher erstmal vertagen.

      Ja, es stimmt schon, dass sich mit der Zeit die Blickwinkel, der Stil und auch die Ansprüche verändern. Wobei ich ja auch gerade wieder viel mit älteren Techniken herumexperimentiere und das Unperfekte auch mal ganz gerne mag. Von deinen alten Türen gefällt mir auch das zugewachsene Eisentor in schwarz/weiss am besten, auch wenn Du schreibst, das die Bildqualität nicht so gut ist. Lieber ein gutes Motiv, dass man vielleicht nicht perfekt einfangen konnte, als ein technisch perfektes Bild mit einem Motiv, das einem so garnichts gibt, keine Geschichte erzählt.

      1. das 60mm makro hab ich auch, hatte ich aber schon ewig nicht mehr in der hand, obwohl ich mir schon so lange vornehme, mehr damit zu fotografieren. aber bei der festbrennweite greife ich dann doch so oft zum 50mm.

        ja mit dem cropfaktor müsste das in etwa hinkommen.

        ich hab mir ja auch schon oft überlegt, mir alte analoge objektive (festbrennweiten) anzuschaffen und die mit nem adapter an die digitale zu schrauben, weil man da echt lichtstarke objektive für kaum geld kriegt. irgendwie hab ichs aber doch noch nicht probiert. ist dann auch eine sache des platzes – mein stauraum in der wohnung ist ja jetzt schon heillos überladen 🙁

        ja das sehe ich auch so. obwohl die technik auch nicht ganz grottig sein soll – wenn man sie nicht absichtlich so einsetzt, weil das dann das bild halt doch beeinträchtigt.

        aus heutiger sicht gefällt mir diese türe ins wasser (das war in venedig) auch eindeutig am besten. damals mochte ich das foto gar nicht so besonders, es hat nur gepasst. heute würde ich zb die türen aus florenz gar nicht mehr erst zeigen. von der tür mit herbstlaub hab ich ein schöneres im querformat, das hab ich aber leider nicht gefunden.

  2. My first ever lens was a 50mm f/1.8 … and much as I loved it I soon moved to the f/1.4 because I became obsessed with the bokeh and blur of the slightly faster lens … at that time I was also doing a lot of low-light concert photography and every stop counts! I still have the little f/1.8 and it lives on my film Nikon. Watch out though … buying glass can become quite addictive! I’ve never tried the 35mm but it looks like it would be fun 🙂

    1. …can become quiet addictive…yeah, tell me about it 🙂 My first lens was a 18-55 mm zoom with f/3.5-5.6 and for a long time I was ok with it because I didn’t know anything different and only took pictures occasionally. And then it all changed about 2 years ago when I started to take pictures for the blog.

      In the past 18 months, I bought five lenses for my Canon DSLR and there are still some that wouldn’t mind to have just to see if they suit me better or not. I also do have a 50 mm f/1.8 for my film Nikon and mainly bought the 35 mm to have something comparable for my Canon DSLR. I’m planning a little battle of the two, same motives, same settings, to see how different the results might turn out. I normally don’t bother much with the technical details and just play around to find a solution that gives me the results I want, always looking for easiest and most comfortable set-up, so talking about it always feels a bit strange to me 🙂

  3. ha! jetzt habe ich ganz zufällig das gefunden, was ich letztens eigentlich gesucht hab 🙂

    http://paleica.files.wordpress.com/2009/11/blog_schoenemomente_hw_tor.jpg?w=726

    1. Sieht super aus 🙂

      1. 🙂 danke 🙂 aber daran hat mich dein foto jedenfalls erinnert ^.^

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