13 Minuten Sicht

Zur Zeit ist hier ein bißchen viel los, ein paar kleine Neuigkeiten jeden Tag, was vermutlich vorwiegend daran liegt, dass ich morgen für eine paar Tage an die Ostsee fahre, um ein paar Familiengeburtstage zu feiern. Dank eines etwas verpeilten Anbieterwechsels sind meine Eltern allerdings seit ein paar Tagen sowohl telefon- als auch internetlos, das schränkt mich was den Blog betrifft zwar ein wenig ein, erspart mir andererseits aber auch das Mitschleppen meines Laptops, die Bildbearbeitung kann und muß dann eben mal ein bißchen warten. Fototechnisch habe ich beschlossen, dieses Mal keinen Zoom, sondern nur drei Festbrennweiten mitzunehmen, außerdem noch die Diana und ein paar Rollfilme. Mal sehen, wie viel Zeit zwischen Kuchengelage, Barbecue und Sonnenbad zum Knipsen übrig bleibt. Der Hund will vermutlich auch ordentlich durchgeknuddelt werden, aber zum Glück habe ich dieses Mal Verstärkung von meinem Bruder.

Aber bevor ich mich verdrücke, gibt es erstmal noch ein paar Testbilder mit dem neuen 35 mm Objektiv. Ich hatte es letzten Freitag im Büro mit dabei und da ich nach Feierabend noch zum Blumengießen bei einem verreisten Kollegen vorbeischauen mußte, habe ich mir auf dem Weg dorthin ein paar Motive am Strassenrand gesucht. Ausgewählt habe ich eine kleine, chronologische Serie von Bildern, die, wie es der Titel schon ankündigt, innerhalb von 13 Minuten entstanden sind, mit einem räumlichen Abstand von vielleicht 100-200 m zwischen dem ersten und dem letzten Bild. Besonders spannend fand ich dabei den blauen Zettel, der im vorletzten Bild zu sehen ist. Es ist der Wunschzettel eines kleinen Mädchens, der ursprünglich an einem blauen Luftballon befestigt und auf die Reise durch die Luft, einmal quer über den Himmel, geschickt wurde. Auch wenn es sicherlich nützlich sein kann, wenn man gute in Mathe ist und auch gute Noten nicht zu verachten sind, so ist es doch eher der dritte und letzte Wunsch, der ganz besonders heraussticht. Sie wünscht sich, gute Freunde zu finden und ich hoffe sehr, dass dieser Traum nicht zerplatzt wie der blaue Luftballon, der ihn einst trug.

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10 Replies to “13 Minuten Sicht”

  1. das 35mm liefert überzeugende qualität und die motive die die du ausgewählt hast ergeben eine schöne serie. wie immer, eigentlich 🙂 ich wünsche dir ein paar wunderschöne tage und freue mich auf die fotos, mit denen du zurückkommst!

    heute hatte übrigens ich einen sehr abartigen traum, in dem mein vater von einer grünen mamba in unserer alten wohnung gebissen wurde O_o

    1. Danke 🙂 Ich bin auch sehr zufrieden mit den ersten Ergebnis und denke, es war eine gute Kaufentscheidung. Mal sehen, wie sich die beiden Neuen in der sonnigen Heimat machen. Meine grösste Herausforderung wird dieses Mal ein Familienporträt. Mein Bruder hasst sowas, aber Mutter wünscht es sich und es ist ihr Geburtstag.

      Ich weiss garnicht, was ich heut Nacht geträumt hab. Schlangen sind ja nicht so meins, muss da gerade so an die schwarzen Wasserschlangen aus der 6. Dexter-Staffel denken. Und an Sherlock Holmes.

      1. warum denn sherlock holmes? bin da nicht so bewandert 🙂

        ich finde schlangen sonst schon irgendwie ganz cool, aber das war wohl ein ausdruck von sorge oder so.

        na dann drücke ich dir die daumen. ich mache das auch nicht gern, aber zu bestimmten anlässen finde ich kann man sich da schonmal überwinden.

        1. Es gibt einen alten Sherlock Holmes Film aus den 80ern, Das gefleckte Band, da geht es um eine Schlange.

          Ich hoffe, die traumgedeuteten Sorgen sind unbegründet und mit Deinem Papa ist alles ok.

          1. oh, na den kenne ich gar nicht. ich habe eigentlich überhaupt gar keinen alten sherlock holmes film gesehen – ich kenne nur die beiden mit robert downey jr. 🙂

            im grunde ist alles ok, ich mach mir nur allgemein sorgen weil er grade recht gestresst ist und zu wenig auf sich schaut und hört.

  2. Hach meine Liebe… Du hast so ein wunderbares Auge für diese Dinge! Wir müssen unbedingt in Warne meine Augen wieder darauf fokussieren. Ich bin die letzten Monate zu Nix gekommen und befürchte, ich habe das wenige Fotografier-Geschick verlernt 🙁

    1. Danke, Süsse 🙂 Ich denke, wir kriegen Dich ruckzuck wieder fit. Hab gerade gedacht, dass ich ja meinen alten Kamerabody auch einpacken kann, dann kannst Du damit mal ein bißchen Freelensing ausprobieren bzw. Objektive testen, wenn Du magst. Möwen jagen und so 🙂

  3. Die Fotos gefallen mir sehr gut, sicher ein gutes Objektiv aber dir Fotografin hat beordere gute Augen!
    robert
    PS: wir alle brauchen gute Freunde zu haben…

    1. Hmm, es sollte „besondere“ guten Augen…sein

    2. Ja, das stimmt natürlich, Robert. Beides 🙂 Manchmal hilft das Objektiv auch einfach nur dabei, die Welt ein wenig anders zu sehen und inzwischen ist das Standardobjektiv mein großer Liebling. Wenn ich analog fotografiere, habe ich ja auch genau diese Brennweite auf allen Kameras.

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