[29/52] When the sun goes down

Ich bin wieder zurück aus dem Norden und das eigentlich schon seit Montag Abend, bisher hatte ich jedoch noch viel zu wenig Zeit, um mich den mitgebrachten Bildern zu widmen. Es hat sich in den paar Tagen so einiges angesammelt, eine bunte Mischung aus Motiven, was mir die Auswahl eines Bildes für das 52 Wochen-Projekt gar nicht so leicht gemacht hat, zumal ich auch noch gar nicht alles gründlich gesichtet, geschweige denn bearbeitet habe. Letztendlich habe ich beschlossen, es mir relativ leicht zu machen und mit dem letzten Teil meiner Reise zu beginnen, einem Sonnenuntergang an der Ostsee. Nach ein paar sonnigen, heißen Tagen und den Turbulenzen, die zwei aufeinander folgende Geburtstage in der Familie so mit sich bringen, wollte ich zum Abschluss natürlich noch ans Meer und das auch erst gegen Abend, wenn die meisten Urlauber schon wieder verschwunden sind und etwas Ruhe eingekehrt ist. Und so sind wir dann auch erst gegen halb 8 angekommen, schlenderten zunächst in aller Ruhe am Alten Strom entlang und löffelten fruchtiges Eis aus Plastikbechern. Ich knipste zum vermutlich x-ten Mal die Leuchttürme auf der Mole und machte über die Betonbrüstung hinweg das nachfolgende Aufnahme von der noch recht hell strahlenden Sonne. Da ich mich ohnehin so schlecht entscheiden konnte und auch weil ich gerne alle Bilder vom Strand zusammen zeigen wollte ohne die Chronologie zu zerstören, ist das nun also mein Bild der Woche.

Nur ein paar Minuten später spürten wir den langsam kühler werdenden Sand unter unseren Füßen und wanderten zwischen den Möwen zum Wasser hinunter. Da die Sonne noch hoch genug stand und somit noch etwas Zeit war, zögerte ich gar nicht lange und stürzte mich förmlich in die Fluten. Seit dem letzten Mal schien eine Ewigkeit vergangen zu sein und doch fühlt es sich jedes Mal so an, als würde ich nach Hause gekommen. Die Stille des Meeres in der Abenddämmerung, die fast spiegelglatte, beinahe samtig erscheinende Oberfläche des Wassers und das Leuchten der untergehenden Sonne – ein perfekter Augenblick. Danach stand ich einfach nur dort am Wasser und während ein paar kleine, hin und her schwappende Wellen meine Füße kitzelten, habe ich zum allerersten Mal den Sonnenuntergang über dem Meer durch die Linse einer Kamera beobachtet.





Zur nahezu gleichen Zeit, nur ein Stückchen weiter rechts und ein Stückchen weiter links sah der Himmel ganz anders aus. Kein leuchtendes Orange, sondern ein zartes Pink zog sich am Horizont entlang und trennte das tiefe Blau des Meeres vom hellen Blau des wolkenlosen Himmels. Ich war in meinem Leben deutlich öfter während des Tages am Strand, habe dort viele Stunden mit Freunden verbracht, herumgealbert oder auch einfach nur in der Sonne gedöst, doch im Grunde sind mir Sommerabende wie dieser die liebsten.



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12 Replies to “[29/52] When the sun goes down”

  1. Schöne Aufnahmen.

  2. was für wunderschöne fotos, jedes einzelne hat seinen zauber. sonnenuntergänge am meer mag ich so besonders, sie haben etwas weites, unendliches, das aber gleichzeitig vergänglichkeit mit sich bringt. ich schreibe gerade einfach so aus den gefühlen heraus, falls das nicht soviel sinn macht tut es mir leid – aber diese art von bildern berührt mich immer.

    1. Danke 🙂 Ich fand sie auch alle so schön und wußte nicht, welches ich den anderen vorziehen oder gar weglassen sollte. Freut mich, dass sie dich so berühren, es waren wirklich ein paar wunderschöne Augenblicke. Da vergißt man ganz schnell mal alles um einen herum und schaut einfach nur auf das wunderschöne Licht in der Ferne. Und in zwei Wochen fahre ich ja wieder an die Küste, sogar noch ein paar Tage länger. Ich hoffe, dass ich es dann noch öfter ans Wasser schaffe

      1. das kenn ich. manchmal ist das so und das ist schön, denn dann steht vielleicht gar nicht das foto sondern die erinnerung an die szenerie im vordergrund.

        ach schön! das hoffe ich auch – damit du dann wieder so wunderbare bilder mitbringst!

  3. Can you still feel the sand between your toes?
    The last rays of that dying sun?
    If you can … the grittiness reminds
    that part you remains
    there on the beach

    There’s a poem in that … I’m gonna post it myself 😉

  4. ‚part of‘ … it’s meant to read ‚part of‘ 😉

    1. I know, Geoff, I know 🙂 You can get it right in your poem.

      BTW, you look like a magician in your new avatar pic. A naked one though 😉

  5. Du weißt, was ich zu den Bildern schreiben würde… von daher belasse ich es einfach mal mit einem sehnsuchtsvollen „Hachz“ und freue mich auf meinen Urlaub und dem damit verbundenen Wiedersehen mit Dir 🙂

    1. Ja, Süsse, ich weiß genau, was Du meinst. Ist ja bald soweit, dann sitzen wir dort zusammen zwischen den Möwen im Sand 🙂

  6. Durch die Bank weg großartige Aufnahmen, aber besonders Nummer 1 & 2 haben es mir angetan.

    1. Vielen Dank, Nicole, das freut mich sehr. Anscheinend hab ich das erste Bild doch ganz gut ausgewählt 🙂

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