Case for 40 Grad Urban Art

Ich habe schon lange darauf gewartet und nun ist es endlich soweit. Am vergangenen Freitag hat ganz offiziell das 40 Grad Urban Art Festival begonnen. Das bedeutet, dass Düsseldorf in den kommenden Tagen und Wochen zum öffentlichen Kunstraum erklärt und ein kleines bißchen bunter wird. Ich hatte neulich ja schon mal kurz davon berichtet, dass im Rahmen des Festivals ein paar ganz große Namen aus der lokalen, regionalen und internationalen Urban Art Szene erwartet werden. Den Anfang machte nun der deutsche Urban Art Künstler Andreas von Chrzanowski aka Case von der Ma’Claim Crew und in meinen Augen hätte der Auftakt wohl kaum größer sein können.

Von Freitag Nachmittag bis Sonntag Abend hat Case im Reizholzer Hafen eines seiner fotorealistischen Bilder an die Giebelwand eines Wohnhauses gesprüht und ich hab es mir natürlich nicht entgehen lassen, vor Ort dabei zu sein und ihn ein wenig bei der Arbeit zu beobachten. Leicht hat es im das Wetter wahrlich nicht gemacht, es blieb die ganze Zeit über sehr wechselhaft, mit immer wiederkehrenden Regenschauern, doch er ließ sich davon nicht abhalten und malte in seinem gelben Regenmantel einfach immer weiter. So entstand Stück für Stück ein riesengroßes, mit knalligen Grün und leuchtenden Rot akzentuiertes Selbstporträt, das mich unheimlich stark an Freddy Mercury erinnert. Als ich dort war, kamen auch immer mal wieder ein paar Leute vorbei, die eigentlich im Rahmen der zeitgleich stattfindenden Kunstpunkte die Ateliers der im Hafen ansässigen Künstler besuchen wollten. Viele von ihnen blieben dort am Zaun neben dem Haus stehen und blickten voller Staunen nach oben auf dieses riesige Bild. Und konnten kaum glauben, das so etwas in nicht einmal drei Tagen entstehen kann. Mir selbst geht es da ganz ähnlich, auch wenn ich schon ein paar solcher großen Bilder und auch Videos von ihrer Entstehung gesehen habe, fasziniert und begeistert es mich noch immer unheimlich. Wirklich ganz große Kunst, direkt hier vor unseren Augen. Ich freue mich sehr auf das, was hier in den nächsten Tagen noch so alles passieren wird.

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10 Replies to “Case for 40 Grad Urban Art”

  1. Danke fürs Teilen! Das sieht ja echt total klasse aus! Wow, ein tolles Projekt, dass seine Werke hoffentlich auch danach erhalten kann.
    Lieben Gruss

    1. Oh, freut mich total, dass es Dir gefällt, Sonja. Das Festival wird von der Stadt Düsseldorf gefördert, daher sollten die Kunstwerke uns eigentlich sehr lange erhalten bleiben. Ich hoffe es zumindest.

      Lieben Gruß zurück,
      Viola

  2. Free Mary Poppins sagt: Antworten

    Groß-ART-ig !!! 🙂

    1. In der Tat 😀

      Bin in den nächsten Tagen wieder auf Erkundungstour, es wird weiter fleissig gesprüht und gemalt.

      1. Free Mary Poppins sagt: Antworten

        oh, wo kann man erfahren, wo überall?

        1. Für das 40 Grad Urban Art Festival in Düsseldorf hier:
          http://wp11163877.server-he.de/40grad-urbanart/programm/fassaden-und-wande/

          Für das CityLeaks in Köln hier:
          http://cityleaks-festival.com/dates/

          Der Paln für Düsseldorf kam erst nach meinem Artikel raus, sonst hätte ich es verlinkt. Die wand von Case ist auf der reisholzer Werfstraße, Nr. 73, glaube ich.

  3. […] schwierige Lage,  am liebsten alles sehen zu wollen und doch nicht alles sehen zu können. Nachdem das Bild von Case am Sonntag Abend fertig geworden ist und mich schon sehr beeindruckt hat, kehrte am Wochenanfang […]

  4. […] am Rande des 40 Grad Urban Art Festivals entstanden sind, als ich dort rausgefahren bin, um Case beim Malen seiner Wand zuzusehen. Zwischendurch bin ich am Rhein entlang ein bißchen über das ehemalige […]

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