BTOY for 40 Grad Urban Art

Heute gibt es wieder ein paar neue Bilder von Festival und zwar direkt aus meiner unmittelbaren Nachbarschaft. Gleich um die Ecke, vielleicht gerade einmal 300 m von meiner Wohnung entfernt, hat am vergangenen Wochenende die spanische Urban Art Künstlerin Andrea Michaelsson aka BTOY eine Häuserwand mit ihren charakteristischen Porträts verschönert. Ich habe vor ein paar Monaten anläßlich einer Soloshow im Pretty Portal schon einmal hier über sie geschrieben und da sie damals während ihres Besuches nur ein paar vorgesprühte Bilder als Paste-Ups an den Wänden der Stadt zurückgelassen hat, war ich sehr gespannt darauf, ihr nun einmal live bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

Bereits am Freitagabend war die ehemals schmuddelig grüne, mit Riesentintenfischen und Graffitischmierereien versehene Hauswand in einem frischen Dunkelrosa gestrichen und mit ein paar bunten Streifen versehen. Auch das erste Porträt war bereits fertig. Am Samstagnachmittag kamen dann noch zwei weitere dazu, allerdings habe ich, obwohl zweimal dort war, das eigentliche Sprühen der verschiedenen Schablonen verpaßt. Die Arbeit an den feinen Details, das kritische Prüfen, spontane Veränderungen und das Setzen neuer Linien, all das gehört eben auch dazu und ist genau so spannend. Zwischendurch haben wir ein bißchen geplaudert und ich habe so manchem Passanten erklärt bzw. übersetzt, was dort gerade passiert und ein bißchen vom Festival erzählt. Viele Menschen blieben auch einfach nur für einen kurzen Augenblick stehen, ließen den Blick über die Wand streifen, blickten auf die leuchtenden Farben und sagten einfach nur, dass sie es sehr schön finden. Und ein paar wenige fragten, ob sie denn auch noch die andere Hälfte des Eckhauses bemalen würde, damit es auch so schön aussieht. Soviel Zeit hätte sie nicht, da sie bald wieder abreist, es würden später aber noch ein paar lokale Künstler kommen und sich der Wand annehmen, war die Antwort darauf.

Am Sonntag Nachmittag ist die Wand schließlich fertig geworden und man sieht dort nun, Seite an Seite, den Physiker Nikola Tesla, Schauspielerin Katherine Hepburn, Pussy Riot Sängerin Nadezhda Tolokónnikova sowie die französische Nationalheldin und Märtyrerin Jeanne D’Arc. Gestern Abend, als ich von der Arbeit nach Hause kam, sah ich schon von Weitem, dass an der anderen Wand wieder jemand malte. Die Bilder davon kommen demnächst, jetzt geht es erstmal zur After Paint Party.

PS: Die Galerieansicht der Bilder wird übrigens nicht zur Gewohnheit werden, vor allem die sich immer wieder ändernde Anordnung bei der Zufallswiedergabe gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Ich hab nur leider gerade zu wenig Zeit und keinen rechten Kopf dafür, die Bilder zu einem ordentlichen Layout zu formatieren. Wird demnächst wieder anders, versprochen.

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5 Replies to “BTOY for 40 Grad Urban Art”

  1. wow, das schaut echt cool aus. lohnt sich also selbst zu urban leaks zeiten mal, aus köln in die verbotene stadt zu fahren;-)

    1. Haha, das lohnt sich auf jeden Fall 🙂 Sind schon einige sehr coole Bilder entstanden. Momentan malen hier noch Orticanoodles und Pixelpancho auf großen Wänden, das schau ich mir wohl morgen an. Und auf Besichtigungstour in die Stadt mit K geht’s später mal 😉

  2. […] für ihre Schablonen alte Familienfotos verwendet. Während ich bei Jana & JS sowie auch bei BTOY aus Kunststofffolie geschnittene Schablonen gesehen habe, schneidet Kurznachzehn ihre Stencils aus […]

  3. […] Sie selbst hat auch schon über Urban Art in Düsseldorf berichtet, z.B. über die Entstehung des BTOY Motivs für das 40 Grad Urban Art Festival. Auf diesem Wege nochmal meinen lieben Dank an Viola, ohne ihre […]

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