The words of others

Zur Zeit entstehen sehr viele Bilder, Einzelgänger zu bestimmten Themen, Momentaufnahmen und Gedankenspiele, die nicht unbedingt ihren Weg hierher finden, weil sie für andere Orte gemacht wurden. Vor ein paar Wochen zum Beispiel, ging es darum, in einer Detailaufnahme zu verbildlichen, was mich glücklich macht und mir kam dabei sofort etwas in den Sinn, das ich hier schon so manches Mal angesprochen habe. Ich dachte daran, wie sehr mich die Worte von Freunden und Fremden oftmals berühren, wie mich manchmal allein die Erinnerungen an sie zum Lächeln bringen und mir das Gefühl geben, mit anderen verbunden zu sein, ganz egal wie weit entfernt diese Menschen auch sein mögen.

Ich dachte an die unendliche Anzahl von Welten, die sich zwischen zwei Buchdeckeln verbergen können und die Nähe, die im Raum zwischen den Buchstaben entstehen kann. Die meisten von ihnen erscheinen in schwarz auf weiß, flimmern über Bildschirme, jederzeit und überall. Sie tanzen als winzig kleine Bilder vor meinen Augen während ich durch die Straßen laufe, hüpfen auf und ab im Takt meiner Schritte, der sich in abhängig vom Untergrund immer wieder ändert. Mal sind es ganz viele, schnelle Wörterstürme auf kleinen, unebenen Pflastersteinen, mal sind es lange, zähe Gedankenstränge, die sich von einer Gehwegplatte zur anderen dehnen und ein anderes Mal wiederum, wird ihr leises Schnattern durch das Knirschen von Kies übertönt.

The words of others

Und dann gibt es noch die viel zu stillen Räume dazwischen, auf dem glatten Asphalt der Straßen, wo Worte nicht so recht haften bleiben wollen, einfach davon schwimmen und verblassen, bevor sie tatsächlich begriffen werden können. Es ist der Raum für all das unausgesprochene, in dem die Gedanken suchend umher kreisen, zur Orientierung immer wieder an die Grenzen stoßen und neu geformte Worte nur zusammen mit einem Fragezeichen gebildet werden. Worte, die darauf warten, dass dieser merkwürdige Zustand zwischen Aufschrei und Sprachlosigkeit irgendwann wieder überwunden wird. So sehr wie ein paar einfache, kleine Worte verbinden können, so sehr kann die durch ihr Fehlen entstehende Lücke entfremden. Zurück bleibt ein Gefühl der Ratlosigkeit, die Angst vor neuen Worten, und dennoch scheint der Weg zurück in die Stille inzwischen nicht mehr begehbar, vielleicht für immer verbaut zu sein. Durch vier kleine Worte, die niemals wieder vergessen werden dürfen: Ich denke an Dich.

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7 Kommentare

  1. Auf jeden Fall sehr gelungene Aufnahme!

  2. Sehr schöne Aufnahme und wieder berührende Worte dazu 🙂

    1. Danke Süsse 🙂

  3. oh ja, das sind wirklich schöne und ganz besondere worte. und fotos mit schriftbildern finde ich immer ganz großartig. wieder einmal wunderschön!

    1. Oh ja, natürlich. An Deine Vorliebe für Schriftbilder habe ich ja garnicht gedacht, sonst hätte ich es vielleicht schon früher gezeigt 🙂 Freut mich sehr, dass es Dir gefällt. Und der Schluß war von einem kürzlich gesehenen Bild inspiriert ^^

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