[44/52] Modern times

Es war mal wieder schwierig in der letzten Woche, denn obwohl es für mich ein ganz klares Highlight für mich gab, habe ich noch immer kein einziges gutes Bild, um es so zum Thema machen zu können, wie ich es gerne möchte. Momentan setze ich noch all meine Hoffnungen auf eine Rolle Film, die ich hoffentlich bald entwickelt in meinen Händen halten werde und halte es langsam vor Ungeduld nicht mehr aus. In der Zwischenzeit blieb die Kamera erstmal für ein paar Tage unbeachtet in der Ecke liegen, erst zum Wochenende hin durfte sie wieder mit mir zusammen auf die Jagd und es sah ganz so aus, als würde am Ende der Woche wieder ein Regentropfenbild stehen. Doch dann dachte ich an etwas, dass mich im Grunde die ganze Woche über begleitet hat und ständig in meinem Kopf herum spukte: die Kunstmessen Art.Fair und Blooom in Köln.

Am Montag fuhr ich in der Mittagspause quer durch die Stadt, um mir eine Einladung zur Vernissage am Mittwochabend abzuholen, bin dann aber doch nicht hin gefahren, weil ich nach der Arbeit zu müde war und Donnerstag ein langer Tag werden sollte. Alternativ hatte ich den Freitag Nachmittag ins Auge gefaßt, habe es aber nur kurz zum Kaffee holen nach draußen geschafft und den Rest des Tages faul auf dem Sofa herum gelümmelt. Versuch Nummer 3 am Samstag scheiterte an fehlender Geduld für die Verspätungen der Deutschen Bahn und als ich schließlich gestern, am letzten Tag der Messe frierend auf dem Bahnsteig stand, wäre ich beinahe wieder auf dem Absatz umgekehrt, um den Rest des Tages unter einer Decke vor dem Fernseher zu verbringen. Ich hab dann aber doch den Zug nach Köln genommen, weil ich es mir ja so fest vorgenommen hatte und durchaus auch ein wenig neugierig war, was denn so alles als moderne, aktuelle und konvergente Kunst gehandelt wird.

Nun ja, was soll ich sagen, es war interessant und zum Teil auch etwas verstörend. Einige Arbeiten waren wirklich kunstvoll, beeindruckend und/oder wunderschön, für so manch andere fehlte mir jedoch jegliches Verständnis. Aber so ist es eben mit der Kunst, jeder empfindet sie anders und was der eine darin sieht, bleibt dem anderen vielleicht verborgen. Natürlich hatte ich auch die Kamera eingepackt, in der Hoffnung zumindest ein Bild für das Projekt dort zu finden, da ich blöderweise nur mein 50 mm Objektiv eingepackt hatte, hielten sie die gestalterischen Möglichkeiten jedoch in Grenzen. Letztendlich war es ein kleines Detail, das mir besonders ins Auge fiel. Eine alte Uhr inmitten der riesigen, vorwiegend aus Polystyrol gefertigten Skulptur ‚Paratropolis‘ des deutschen Künstlers Alexander Becherer, der mit dieser Arbeit den zweiten Platz des diesjährigen Blooom Awards belegte. Um das 9 m lange und 2,5 m breite Kunstwerk komplett ins Bild zu bekommen, hätte ich vermutlich ein Weitwinkel und eine hohe Leiter gebraucht, so gibt es nur ein winzig kleines Stückchen davon, als Erinnerung an eine von Kunst begleitete Woche.

44:2013 - Modern Times

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3 Replies to “[44/52] Modern times”

  1. wie auch immer das ganze ausgesehen hat, der ausschnitt davon ist wunderschön. ich mag ja so technische/metallische/mechanische sachen wahnsinnig gern!

    1. Oh, stimmt, hatte ganz vergessen, dass Du solche Sachen magst. Dann war es natürlich eine besonders gute Wahl. Obwohl Dir die Regentropfen bestimmt auch gefallen hätten 🙂 Die kommen dann ein anderes Mal.

      1. ach ich mag doch eh sowieso fast alles, was du fotografierst 😀

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