Beneath the surface

Vor vielen Tagen von den Bäumen gerissen und vom kalten Winterwind immer weiter weg getragen, landeten sie schließlich in diesem künstlich geschaffenen Becken aus Stein. Für einen kleinen Moment tanzten sie dort umher, das leise Rascheln, dass durch ihre Berührung, entsteht ist kaum hörbar für all die Menschen, die rastlos mit gesenktem Blick an ihnen vorbei eilen. Doch irgendwann kommt er, der Regen, und das Rascheln verstummt ganz plötzlich. Er durchdringt jede Faser, drückt sie zu Boden, bildet zuerst Pfützen und dann Lachen auf dem Boden des Beckens, das ursprünglich erschaffen wurde, um noch viel größeren Wassermassen Raum und zugleich auch Einhalt zu bieten. Ihr nasses Grab bleibt flach, verhindert das vorher noch so problemlos mögliche Umhertreiben, trennt sie voneinander und bringt gleichzeitig ein paar einzelne von ihnen ganz nah zusammen. Sie klammern sich aneinander, irgendwo dort am Abgrund, und lösen sich schließlich ganz allmählich auf. Blatt für Blatt, Faser für Faser, Molekül für Molekül.

Beneath the surface

Teile diesen Beitrag:

3 Replies to “Beneath the surface”

  1. wieder einmal sehr, sehr schön. die tristesse des februars perfekt aufs bild gebannt!

    1. Dankeschön 🙂 Das war wieder so ein Bild, das erst noch eine Weile ‚reifen‘ mußte. Zum Glück ist es mit der Tristesse so langsam vorbei und der Frühling im Anmarsch bevor es hier überhaupt winterlich wurde. Es blüht hier schon an einigen Ecken und heute hat es ganz eindeutig schon nach Frühling gerochen 🙂

      1. Bei uns ist das eigentlich auch schon so. Wenn der große einbruch nicht noch kommt wird das nächste thema vermutlich wieder ein jahreszeitenthema beim magic monday 🙂 trüb und grau war es ja trotzdem genug, auch wenns bei weitem nicht so schlimm war wie letztes jahr und wir zum glück schneetechnisch im osten verschont geblieben sind.

Wenn Du auch etwas dazu sagen möchtest...