Will you still love me

Heute nehme ich euch mit auf eine kleine Reise durch die Zeit. Vor etwa vier Wochen fand ich bei meiner Suche nach Motiven, die den Winter ganz ohne Eis und Schnee symbolisieren könnten, entdeckte ich in ein paar Sträuchern, die ganz in der Nähe meiner Wohnung wachsen, eine schon etwas verwitterte Japanischen Quitte. Es war ein sonniger Nachmittag und ihre leuchtende gelbe Farbe ein abwechslungsreicher Anblick in der sonst nahezu farblosen Umgebung. Obwohl ich das Bild sehr gerne mochte, habe ich es hier nicht gezeigt und erstmal nur auf Flickr hochgeladen, begleitet von den folgenden Worten: Nothing’s gonna last forever. One moment, it’s all that is left behind and in the next, everything is just gone and forgotten. To return anew one day, from the nothingness that was left behind.

Nur ein paar wenige Tage später hat der Wind die Frucht von den Zweigen gerissen und unter ein paar Blättern begraben, zurück blieben nur die nun gänzlich kahlen Äste, die gelegentlich von ein paar an ihnen hängenden Regentropfen geschmückt wurden. Doch im Laufe der Zeit verändert sich die Welt und der Kreislauf des Lebens beginnt immer wieder von vorne. Zuerst waren es nur ein paar grüne Blätter, die ganz langsam aus den braunen Zweigen der Sträucher spriessten, vor ein paar Tagen entdeckte ich jedoch auch die ersten rötlich gefärbten Knospen, die ersten Anzeichen der bevorstehenden dunkelroten Blütenpracht, und plötzlich wußte ich, das es richtig war, mit diesem einen Bild hier noch zu warten. Die Reihenfolge spielt dabei im Grunde keine Rolle, weil jeder Anfang auch ein Ende bedeutet und jedes Ende der Anfang von etwas Neuem sein kann. Will you still love me when I’m old and wrinkled? I will. Always.

New beginnings
Unperfect paradise

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5 Kommentare

  1. mag ich mal wieder 🙂 und zu deiner letzten zeile fällt mir das lied von lana del rey (sonst mag ich sie ja nicht) aus the great gatsby ein: will you still love me when i’m no longer young and beautiful…

    1. Das freut mich, mal wieder 🙂 Ich kenne den Song nicht, Musik ist ja nicht so meins, das Thema im allgemeinen ist aber vermutlich ein Klassiker und taucht immer mal wieder irgendwo auf.

      1. ach wirklich? dabei ist musik sooo was tolles. aber den song muss man jetzt nicht unbedingt kennen. es wurde bei dem film aber sehr vordergründig verwendet, drum ist er mir hängen geblieben und manche lieder gehen dann langsam, bei öfterem hören, so richtig ins ohr und bleiben hängen.

        das thema ist sicher ein oft bearbeitetes, da hast du wohl recht!

        1. Ja, wirklich. Ich bin ja eher so der visuelle Typ, Musik höre ich nur selten und das beschränkt sich dann auch auf ein paar wenige Bands bzw. Sänger, im Regelfall welche, die ich schon einmal live performen gesehen habe. Meistens ist es zur gleichen Zeit auch immer nur eine, je nach Stimmung z.B. BossHoss oder Triggerfinger. Trotzdem habe ich öfters mal einen Ohrwurm, diese Woche war es Amanda Palmers ‚Ukulele Anthem‘. Ich finde es immer sehr interessant, wenn mir trotz meiner eingeschränkten Musikkenntnisse total of Songtexte als Inspiration für Bildtitel dienen. Oder auch, dass mir immer mal wieder Texte von Songs in den Sinn kommen, die ich vor 20 Jahren gehört habe. Das menschliche Gehirn ist eben immer für Überraschungen gut 🙂

          1. da magst du wohl recht haben 🙂 vermutlich war ich deswegen auch verwundert darüber, dass du mit musik nicht soviel anfangen kannst, weil ich ja doch öfter posts über bosshoss, triggerfinger oder die woche eben amanda palmer gesehen habe (herrje, ich krieg schon viel in diesen sozialen netzwerken mit…)

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