Die Sohlen der Erde

All diejenigen von euch, die hier schon seit einer ganzen Weile mitlesen, erinnern sich bestimmt noch an mein altes Bloglayout und an das Foto von ein paar schwarzen Turnschuhen auf einer alten Bank, das ganz oben im Titel zu sehen war. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, ob sich jemals jemand darüber gewundert oder Fragen danach gestellt hat, aber ich kann euch erzählen, dass es sich dabei um mein erstes Paar Chucks handelte und ich in ihnen schon so viele Teile unserer Erde, Städte, Länder und Kontinente, erkundet habe. Seit beinahe sieben Jahren tragen ihre Sohlen mich zuverlässig durch die ganze Welt, begleiteten mich auch auf so mancher fotografischen Erkundungstour und dienten mir so manches Mal als Fotomodell für Projekte und andere Experimente. Inzwischen sind sie nicht mehr die einzigen ihrer Art in meinem Schuhschrank, denn im Laufe der letzten Jahre sind noch ein paar weitere Mitglieder der Chucksfamilie bei mir eingezogen und jedes einzelne Paar hat schon so manches Fotoabenteuer mit mir durchgemacht. In gewisser Weise sind sie feste Bestandteile meiner Ausrüstung und helfen mir immer wieder dabei, neue Teile meiner ganz persönlichen Welt zu entdecken und zu gestalten.

Da ich mich schon ganz gerne zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter auf die Suche nach neuen Motiven oder visualisierbaren Ideen mache, brauche ich natürlich zuverlässige und bequeme Begleiter, mit denen es im Winter nicht zu kalt, bei Regen nicht zu nass und im Sommer nicht zu warm ist. Vielleicht begründet sich die inzwischen angesammelte Artenvielfalt in meinem Schuhschrank auch damit, dass ich eine Frau bin und ein einziges Paar Schuhe einfach nicht genug ist, auch nicht 5 ähnliche Paare der gleichen Marke. Und so sass ich vor ein paar Wochen mal wieder vor dem Computer und stöberte durch verschiedene Onlineshops auf der Suche nach neuen Chucks. Online vor allem deshalb, weil ich bereits genau wußte, was für welche ich haben wollte: die klassische knöchelhohe Variante, aber aus Leder, für regnerische Frühlingstage, und in schwarz, weil ich bereits weiße und braune Modelle aus Leder besitze.

Bei Zalando wurde ich ziemlich schnell fündig und es gab sie dort sogar in der coolen Vintageversion, letztendlich habe ich mich jedoch für das ganz normale Modell entschieden, denn den abgetragenen Look bekommen sie bei mir nach ein paar Ausflügen schon von ganz alleine. Beinahe wie in einem richtigen, großen Kaufhaus, hat sich der eigentliche Kaufprozess bzw. Bestellvorgang noch um ein paar Stunden bzw. Tage verzögert, da ich erst noch eine paar Umwege durch andere Abteilungen machen und mir jede Menge Kleider für den bevorstehenden Sommer, Blusen und Hosen fürs Büro sowie Sportbekleidung für Fitnessstudio und Strand anschauen musste. Irgendwann hab ich dann trotzdem den letzten Klick gemacht und knapp 2 Tage später kam der orange-weiße Karton bei mir im Büro an. Ich muss zugeben, dass ich mich auf dem Weg nach Hause ab und zu nach ein paar vor Freude schreienden, auf mich zu rennenden Frauen umgesehen habe, konnte jedoch nichts auffälliges beobachteten. Am Samstag durften meine neuen Weggefährten schließlich zum ersten Mal zum Spielen nach draußen, haben sich auf einem kleinen Ausflug mit der Kamera ganz prima bewährt und dabei auch noch so toll ausgesehen.

Rainy Day Blacks

Wer nun glaubt, dass ich tatsächlich nur dieses eine Paar Schuhe gekauft habe, liegt leider ein klein wenig daneben. Der wie immer tollen Auswahl an schönen, bunten Sommerkleidern konnte bzw. musste ich leider widerstehen, da ich momentan nicht einmal die bereits in meinem Schrank hängenden Kleider tragen mag und noch immer auf vielleicht irgendwann einmal wiederkehrende schlankere Zeiten hoffe. Im Sale habe ich allerdings noch ein paar weiße Chucks entdeckt und konnte einfach nicht nein sagen, schließlich haben wir Frühling und bereits einige wunderschöne, sonnige Tage hinter uns. Das etwas wechselhafte Wetter der ersten Apriltage brachte uns zwar ein paar graue Wolken und Regenschauer, doch zwischendurch brach die Wolkendecke auch immer wieder auf und ließ ein paar Sonnenstrahlen hindurch. Dem tollen Licht vorgestern Abend konnte ich nur schlecht widerstehen und so bin ich noch einmal nach draußen, mit Kamera und neuen Schuhen, die mich viel weiter weg trugen, als ich es eigentlich geplant hatte. Zu ein paar neuen Frühlingsmotiven, die ich euch in ein paar Tagen zeigen werde.

Sunny Day Whites

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8 Replies to “Die Sohlen der Erde”

  1. ihr mädchen seit soooooo süss… 😉

    1. Darüber muss ich schon den ganzen Tag lang schmunzeln. Danke dafür 🙂

  2. au ja, mag ich soooo. wieder mal 🙂 ich hab zwei paar, ein paar flache und ein paar hohe. meine ersten sind so richtig mit vielen grauen fahrern vorn an der kappe – die zweiten will ich davon mal wieder befreien, zum jeanslook passt das nicht 🙂

    1. Na sowas 🙂 Ich bin da nicht so und lass meine Exemplare immer schön verwildern. Ich glaube, eine Freundin hat mal zu meinen allerersten Chucks gesagt ‚Auf dem Foto sahen die irgendwie sauberer aus‘. Hihi. Naja, ab und zu lass ich mich hinreissen und schmeiss auch mal ein Paar in die Waschmaschine. Und die neuen weißen sollten vielleicht auch lieber sauber bleiben, sieht doch schöner aus, so für’s Büro 😉

      1. ich glaub, die weißen machen sich mit schmutz nicht so gut 🙂 bei den alten stört mich das auch nicht, dass sie „verwildert“ sind, da gehört das so, aber bei den anderen möchte ich es nicht so weit kommen lassen 🙂

  3. Da ich meist nur ein paar chucks habe und die fast alles mitmachen müssen, ist da üblicherweiße nach einenhalb Jahren die Sohle durch 😉 , meine vorletzten Lederchucks hatten schon nach einen dreiviertel Jahr Auflösungserscheinungen, da hab ich sie kurzerhand wieder ins Geschäft getragen… der Verkäufer hat mich damals entgeistert angeschaut und gemeint das sind chucks die halten nicht länger… nach einem ernsten Gespräch mit dem Geschäftsführer haben die mir sie dan von einem Schuster reparieren lassen…
    Deswegen hab ich so eine Hassliebe zu Chucks…
    Aber Chuckfotos machen sich immer gut !!! 😉
    Lg Peter

    1. Das kann ich mir gut vorstellen. Zur Zeit trage ich zwar meistens Chucks, auch im Büro, aber früher habe ich zwischendurch auch noch oft andere Schuhe getragen, dann nutzen sie nicht so schnell ab. Bei mir geht meistens eher das Futter innen kaputt, von außen geht es meistens, meine ältesten Chucks sind jetzt knapp 7 Jahre alt. Ich finde auch, dass gerade die Ledermodelle deutlich länger halten sollen, die sind ja schließlich auch nicht ganz billig. Und außerdem waren es ja ursprünglich mal Basketballstiefel.
      Freut mich auch, dass Dir meine Chuckfotos gefallen. Ich habe gerade noch eine experimentelle Yin Yang-Füße-hoch-Version für Facebook bearbeitet, so viel Spass muss sein 🙂
      Lieben Gruß zurück,
      Viola

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