Hin und Her

Zur Zeit dauert es bei mir leider mal wieder etwas länger, bis sich genug Worte oder auch nur Gedanken aufgestaut haben, um den sich nach wie vor stetig ansammelnden Bildern hier ein wenig Gesellschaft zu leisten. Ehrlich gesagt gab es in den vergangenen Wochen auch schon öfter Momente, in denen ich mich gefragt habe, ob es nicht manchmal ein wenig zu viel von allem ist und darüber nachgedacht habe, warum ich das alles eigentlich mache. Manchmal ist es beinahe wie ein Rausch, es passiert dann so viel auf einmal, das ich gerne mit euch dort draußen teilen möchte, dass ich einfach keine Zeit oder auch nur nicht genug Raum in meinem Alltag dafür frei machen kann. Und dann gibt es Tage oder auch Wochen, in denen alles zu schweben scheint, Bilder, Worte, Gedanken und Erinnerungen, alles existiert auf einmal und doch scheint nichts wirklich greifbar oder von Bedeutung zu sein. Während ich versuche, das Warum zu verstehen, erinnere ich mich an die Szene mit der tanzenden Plastiktüte im Film American Beauty und Ricky’s Worte, die genau so auch meine eigene Worte sein können: „But it helps me remember… I need to remember… Sometimes there’s so much beauty in the world, I feel like I can’t take it, and my heart is just going to cave in.“

Ich glaube, das ist der Teil, mit dem das alles vor etwa 3 Jahren anfing, vielleicht auch schon viel früher, Stück für Stück im Laufe der Zeit. Inzwischen ist es jedoch noch etwas anderes, etwas, das sich gerade in solchen Momenten des Zweifels ganz leise zu Wort meldet. Es sind meistens ganz einfache Bilder wie dieses hier, das ich am Ostermontag bei einem langen Spaziergang über die Wiesen rund um den Baggersee gemacht habe. Bilder, die ihre Schönheit oft erst viel später offenbaren, Bilder, in denen ich für einen Augenblick auch einen kleinen Teil von mir selbst erkenne.

Stormy blue

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7 Kommentare

  1. Ich glaube, ich verstehe ein bisschen was du meinst und finde es schön, dass du es mit uns teilst. Einen schönen Sonntagabend, lg Marlies

    1. Ich danke Dir, Marlies, das freut mich sehr. Komm gut in die neue Woche und sei ganz lieb gegrüsst, Viola

  2. das bild mag ich sehr gern und wenn du das plätzchen hier nicht befüllen würdest würden dich einige leute – so wie ich – schon sehr vermissen. man sollte sich damit aber nciht unter druck setzen – und wie wir kürzlich auch bei mir festgestellt haben – meistens macht mans, weil man nicht anders kann. und wenn die phasen sind, in denen die worte nicht sprudeln und sich die beiträge und sehr zäh formen, ist es eben etwas stiller.

    1. Dankeschön, das hast Du lieb gesagt 🙂 Wir haben ja schon ab und zu mal darüber gesprochen. Manchmal ist es eben etwas schwieriger, da kommen Zweifel aus ganz verschiedenen Gründen. Und dann gibt es sonMomente, in denen man merkt, wie viel man dadurch auch an Freude gewinnt. Nicht nur durch das Spielen mit der Kamera, die Suche nach Worte finden und die Bilder selbst, sondern auch durch die Menschen dort draussen, die daran teilhaben und ein Stück weit verstehen.

      1. mir gehts genauso. grade erst hab ich wieder einen total lieben menschen kennengelernt, die aus meinem nachbarort kommt und die ich ohne den blog nie getroffen hätte. die positiven dinge überwiegen, denke ich – denn wenn es mal nicht läuft, dann macht man eben einfach eine pause.

        aber ich kenne die zweifel, die kommen, gut. und das ist auch nicht schlecht, wenn man hin und wieder hinterfragt, was man da eigentlich tut.

  3. Manchmal sprudelt alles aus einem hervor, Worte und Bilder gleichermaßen. Manchmal reicht es eben nur für Worte oder Bilder, die dann auch mal für sich stehen können. Und wieder ein anderes Mal bleibt der Platz eben ein Weilchen leer. Welcher Blogger kennt diese Phasen denn nicht?
    Das Bild ist wunderschön!

    1. Dankeschön 🙂 Ich mag das Bild auch total gerne. Du hast recht, es geht wohl jedem von uns mal so. Ich glaube, es sind auch ein bißchen die eigenen Ansprüche und Gewohnheiten, die es einem da manchmal schwer machen. Ich hatte mir für dieses Jahr vorgenommen, auch ohne festes Projekt regelmäßig und häufig zu bloggen, also 2 bis 3 mal pro Woche. Wenn ich dann mal länger in der Luft hänge, werde ich schon ein bißchen unruhig, obwohl es nicht schlimm ist, wenn mal ne Woche oder länger nichts kommt. Gleichzeitig habe ich auch beschlossen, öfter auch mal kurze Posts mit nur einem Bild zu schreiben, das machts dann wiederum leichter, einfach nur mal kurze Gedanken in die Welt hinaus zu schicken.

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