Graffiti am Donaukanal

Nachdem ich neulich meinen letzten Beitrag veröffentlicht hatte, lag ich abends noch eine Weile wach und habe darüber nachgedacht, wie sich die weiteren Bilder aus dem Urlaub wohl am besten aufteilen lassen und wie lange es wohl dauern wird, bis ich tatsächlich alles gezeigt habe, was ich möchte. Das Witzige daran ist, dass ich noch nicht mal eine genaue Vorstellung habe, um wie viele Bilder es sich dabei tatsächlich handeln wird, da ich noch immer nicht alle in Ruhe gesichtet habe; es sind viel mehr einzelne Themen, Orte, Konzepte oder auch Motive, die mir dabei durch den Kopf gehen. Ein paar Ideen habe ich inzwischen auch schon wieder verworfen, schließlich will ich ja auch nicht wochenlang nur aus dem Archiv posten, sondern auch wieder los ziehen und neue Bilder machen, was bedeutet, dass einige einzelne Aufnahmen aus Zeit- und Platzgründen wohl nur auf Flickr zu sehen sein werden.

Jetzt geht es aber erstmal weiter mit ein paar Aufnahmen, die ich heute vor 3 Wochen in Wien gemacht habe, als ich einem weiteren Tipp von Peter gefolgt bin und zwischen Rossauer und Schwedenbrücke auf Entdeckungsreise war. Auf beiden Seiten des Donaukanals gibt es dort nämlich gefühlt endlos lange Wände, die legal von Graffiti- und Streetartkünstlern genutzt werden können. An so einem sonnigen Tag waren dort dementsprechend nicht nur viele, gemütlich am Wasser entlang schlendernde Spaziergänger anzutreffen, sondern auch einige Künstler, die frische Farbe an die Wände brachten. Ich muss zugeben, dass ich in einigen Momenten fast ein wenig bereut habe, ohne meine Zoomobjektive verreist zu sein, das hat die Motivwahl doch manchmal etwas schwierig gestaltet, zumal ich der geländerlosen Kaikante nur ungern zu nahe kommen wollte, aber für ein paar Eindrücke hat es dennoch gereicht. Die für mich interessanteste Entdeckung dort war übrigens der kleine, aus Hochbeeten bestehende Gemeinschaftsgarten, der im letzten Jahr in der Nähe der Salztorbrücke entstanden und zumindest teilweise im letzten Bild zu sehen ist. Urban Gardening zwischen Sprühdosen, Strandbar und Spielplatz mitten in der großen Stadt, das hat schon was.

The other side
Around the curve
Coloured Corner
Lucky findings
Underneath the bridge
Adding fresh paint
Assimilation. Of sorts.
Urban Gardening

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13 Replies to “Graffiti am Donaukanal”

  1. Freut mich das es dir dort gefallen hat. Da gibts immer was neues zu sehen…
    Lg Peter

    1. Ja, das stimmt. Die Wände dort verändern sich ja ständig und ich habe auch nur einen Teil erkunden können, aber es ist schon ein sehr spannender Ort.
      Lieben Gruß zurück, Viola

  2. Ich wollte mit die ja eigentlich auch da hin, umso mehr freu ich mich, dass du das sehen konntest. Ich war war ja erst einmal dort fotografieren und das von blauer Stunde bis nachts, das ist auch sehr schön wenn sich die Lichter im Kanal spiegeln. Ich mag besonders Bild 1, 3 und 4, weil es so schön ungewöhnliche Perspektiven sind!

    1. Dieses Mal haben wir’s zwar nicht geschafft, diese Orte gemeinsam zu erkunden, aber vielleicht klappt es beim nächsten Mal ja besser. Ich kann mir gut vorstellen, dass es nachts dort auch sehr spannend aus sieht, Lichtreflektionen auf dem Wasser sind ja auch was Feines. Freut mich, dass Dir die Perspektiven gefallen, ich versuche ja immer mal, Dinge ein bißchen anders zu zeigen als man es im ersten Moment vielleicht tun würde. Manchmal klappt es 🙂

      1. ja, die lichterspiele sind wirklich schön zur blauen stunde und darüber hinaus!

  3. Wow, das sieht ja cool dort aus! Ich glaub, wir müssen Dir wirklich mal einen Besuch abstatten 🙂
    Absolutes Lieblingsbild ist für mich das 4. mit dem Skateboard! Sehr geil!
    xox, Consu

    1. Danke Süsse. Das Bild mit dem Skateboard mag ich auch am liebsten, weil es sich total unerwartet ergeben hat. Zwei Mädels hatten es dort geparkt um ein Stückchen weiter Fotos von sich zu machen und ich war zufällig gerade in der Nähe 🙂 Oh und die Bilder sind nicht aus Düsseldorf, sondern noch aus Wien, aber hier gibt es natürlich auch viele tolle Orte und ihr könnt mich sehr gerne mal besuchen kommen. Das rote Sofa ist so gut wie immer frei.

      1. Ha, klar in Wien… wer lesen kann, ist klar im Vorteil 😀
        Rotes Sofa klingt verlockend! Wir werden das mal im Auge behalten :-*

  4. Ja, Kasimir Malewitsch hatte auch mit Graffiti-ähnlichen Bildern angefangen, und dann doch zu dem Schwarzem Quadrat gekommen. Die heutigen Straßenkünstler müssten ja auch sich überlegen, ob sie vielleicht weniger Details und mehr Inhalt abbilden. 🙂

    1. Ich glaube, diese Wände dort werden wohl eher von Sprayern genutzt, die sich noch ausprobieren und experimentieren wollen. Ich sehe das irgendwie eher als eine Art Gesamtkunstwerk, in dem man die Handschrift des Einzelnen vielleicht eher schwer erkennen kann. Es gibt aber durchaus viele Streetartkünstler, die sich weit über einfache Tags hinaus entwickelt haben und unglaublich schöne Kunstwerke auf den Wänden der Welt hinterlassen. Falls Du sie nicht noch kennst, schau Dir mal die Arbeiten meiner Lieblingskünstler Herakut an, ihre Bilder erzählen Geschichten und sind nicht nur wunderschön, sondern oft auch sehr berührend. Im Juni haben sie eine Ausstellung in Frankfurt, über ihr Projekt in den syrischen Flücktlingslagern, und ich werde versuche demnächst hier darüber berichten.

      1. Ich kenne Banksy – aber ihn kennt wahrscheinlich jeder 🙂 ansonsten sind die Sprayer eher anonym.

        Auf deinen Bericht in Juni sind wir dann gespannt.

  5. Schöne Photos, besonders Bild 3 und 4 gefallen mir besonders gut aufgrund der Perspektive! Ich war letztens auch mal dort und hab das in einem Photospaziergang zusammengefasst, mit ganz anderen Photos, da sieht man die Vielfalt an Motiven, die dort vorhanden ist 🙂
    http://weltblicke.at/2014/04/24/photo-der-woche-13/
    LG, Jakob

    1. Vielen Dank Jakob und herzlich willkommen hier bei mir 🙂 Normalerweise konzentriere ich mich beim fotografieren von Streetart auch eher auf einzelne Motive bzw. Künstler, aber bei so wenig Zeit und so viel zu sehen, hab ich halt eher versucht ein bißchen die Atmosphäre einzufangen. Ich hab schon bei Dir geschaut und ein paar Dinge wiedererkannt. Ich glaube, man könnte wohl endlos Fotos dort machen, zumal sich die Wände ja auch stetig verändern. Ist wirklich eine tolle Location. Lieben Gruss zurück, Viola

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