At the Crossroads

Seit vielen Monaten schon steckt dieses Bild nun bereits in meinem Archiv fest und obwohl es noch aus den kalten, dunklen Zeiten des vergangenen Winters stammt, hätte es genauso gut auch gerade erst gestern aufgenommen worden sein können, kurz vor Sonnenuntergang an einem regennassen Sommerabend. In meinem Kopf haben sich schon seit Tagen, Wochen, Monaten ein paar dazu passende Gedanken und Wörtergruppen angesammelt, immer dann, wenn das Warten auf eine immer wieder nicht eintretende Veränderung zu offensichtlich und das Gefühl endlos lange in der Regungslosigkeit zu verharren beinahe überwältigend zu werden schien. Doch dann, angekommen im hier und jetzt, kurz vor dem Tippen der allerersten Buchstaben und ihrem Verknüpfen zu etwas, das all dem bereits Bekannten und so oft Durchdachten vielleicht am nächsten kommen mag, bringen mich die wenigen, am Anfang über allem stehenden Worte ins straucheln. Also schweife ich für eine viel zu lange Zeit ab, um in der fernen Welt der Musik ein paar passende Worte mit dem richtigen Klang für dieses Bild zu finden und entdecke dabei den Song Crossroads von Calvin Russell. Er lässt ganz mich überraschend für eine Weile innehalten, weil doch im Grunde alles schon ein mal gesagt wurde und plötzlich scheint es mir nicht mehr wirklich wichtig oder gar notwendig zu sein, dem noch etwas hinzuzufügen.

„I’m standing at the crossroads, there are many roads to take. But I stand here so silently for fear of a mistake.“

At the crossroads

Teile diesen Beitrag:

7 Kommentare

  1. Ein wunderschöner Gedankengang zu einem wunderschönen Bild 🙂

    1. Dankeschön Eleni 🙂

  2. ein wunderschönes bild mit einem tollen text. ich kenne das gefühl gut – aber irgendwann muss man einen dieser wege einschlagen, wenn besser ist es, einen falschen zu gehen und einen fehler zu korrigieren als dauerhaft im stillstand zu verharren… danke übrigens für den wunderbaren songtipp!

    1. Dankeschön und gern geschehen 🙂 Bei mir ist es leider ein bißchen komplizierter, zumindest fühlt es sich so an. Es verändern sich ja einige Dinge, zumindest in nun wohl absehbarer Zeit, trotzdem habe ich das Gefühl des Versteckens. Und leider noch immer keinen Plan, in welche Richtung es eigentlich weitergehen soll. Ich schieb’s halt immer noch auf, konkret neue Wege zu erkunden bzw. aktiv zu werden und das ist manchmal echt ein wenig entmutigend.

      1. liebe viola, ich weiß ja nicht genau, wo der punkt ist, an dem das vorwärts sich nicht gehen lassen will, aber ich vermute, dass es in der situation immer kompliziert ist… ich würde jetzt einmal diese veränderung abwarten (eins nach dem anderen). ich will dir auch gar nicht mit irgendwelchen schlauen sätzen kommen, das braucht man meistens am wenigsten. ich weiß nur, je länger man es aufschiebt, umso mehr gewöhnt man sich an stagnation, die zur komfortzone wird und umso schwieriger ist es, aus diesem muster wieder auszubrechen…

  3. wunderschön, das Lied hat mich heute den ganzen Tag begleitet.

    1. Oh, das freut mich natürlich ganz besonders 🙂

Wenn Du auch etwas dazu sagen möchtest...