When light is just a blur

Es ist Samstag Nacht, kurz nach 23 Uhr fange ich an, die ersten Zeilen zu tippen und frage mich, wann ich wohl den Punkt am Ende letzten Absatzes setzen werde. Wenn ich versuche, einen Moment inne zu halten, um die vergangenen Tage, Wochen, Monate zumindest ganz kurz Revue passieren zu lassen, kommt mir der größte Teil der Zeit wie ein langes Rauschen vor, als wäre alles nur eine schnelle Abfolge von Höhen und Tiefen, die so eng beieinander liegen, dass sie scheinbar ohne Übergang miteinander verschmelzen und wie ein einziges breites Band erscheinen. Manchmal weiß ich gar nicht, ob nun eigentlich alles irgendwie gut oder doch irgendwie schlecht war, unzählige Momente des endlosen Wartens oder eine einzige Hetzerei von einer Deadline zur nächsten. Meistens scheint es so, als würde beides zur gleichen Zeit passieren, auf verschiedenen Ebenen meines Lebens, alles scheint eigentlich ganz klar zu sein und macht doch nicht wirklich einen Sinn. Genau wie die Worte, die meine Finger schreiben, während sie im Halbdunkel über die Tastatur rasen. Und während dieses ständige, rohe Gefühl bestehen bleibt,  weil ich mich Tag für Tag immer wieder an den gleichen Dingen aufreibe und es mir einfach nicht gelingen will die nötige Distanz zu schaffen, denke ich dennoch die ganze Zeit daran, dass es irgendwann vorbei und die Welt wieder sehr viel klarer, heller, bunter sein wird. In ein paar Tagen, Wochen, Monaten. Vielleicht noch nicht morgen, aber bestimmt bald. 30 Minuten bis zum letzten Punkt.

When light is just a blur

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4 Replies to “When light is just a blur”

  1. Hmmm… this notion of life as a blur is not unknown to me. One of the reasons I started blogging was to be able look back over a period and be able to see some of the things I’d done or achieved… Bright or dark stripes perhaps in the broad band of light and noise that was life passing by. I like this post. I like it a lot.

    1. Thank you Geoff. I wrote in one of this blurry moments when I wasn’t sure if I should really put any words down but also felt that I had to do something so I’m glad to hear you like it. For me, writing the blog actually helps me to create or maybe also live more moments to remember, like little peaks outside of all the blur. It just hasn’t been easy lately, with life really just being a big blur, certainly not as exciting as your life with all the exhibitions etc 🙂

  2. ein sternchen für gefallen und verständnis für diese worte…

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