Willkommen im Variètè Libertè

Wie ich ja bereits vor ein paar Wochen angekündigt hatte, war nach einer Pause von etwa zweieinhalb Jahre Ende September mal die das Variètè Libertè in der Stadt und hat für ein paar Tage im alten, leerstehendem Kino am Hauptbahnhof Quartier bezogen. Ich war im Vorfeld schon ein wenig neugierig, weil ich unbedingt sehen wollte, wie es in diesem alten Gebäude, an dem ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit vorbeilaufe, wohl aussehen mag und wie es in dieser kurzen Zeit als temporärer Kunstraum und Eventlocation zurechtgemacht wird. Von außen hat es nämlich bisher keinen guten Eindruck bei mir hinterlassen, die bahnhofsnahe Lage ist nicht unbedingt immer vom Vorteil und lässt so manche Ecke dort leider sehr schmuddelig werden. Am Montag Morgen, einen Tag vor der Vernissage, erlebte ich jedoch eine Überraschung und stellte fest, dass am Wochenende ganz offensichtlich ein paar fleissige Bienchen am Werk gewesen sind, alle Fenster und Türen von Dreck, Papierfetzen und alten Jalousien befreit und mit bunten Programmankündigungen beklebt hatten. Zusammen mit den ersten Einblicken ins Innere sah das alles schon verdammt gut aus.

Zur Vernissage am nächsten Abend habe ich es dann aber trotzdem nicht geschafft und auch am nächsten Tag war mir eigentlich gar nicht danach, mich ins bunte Getümmel zu stürzen, doch als ich dort vorbei ging und sah, dass es gerade gar nicht so sehr voll war, dachte ich mir, so ein kurzer Blick könne ja nicht schaden. Ich muss sagen, auch wenn ich keinen Vergleich zum Vorher-Zustand habe, war ich doch sehr beeindruckt davon, was die Veranstalter bzw. Organisatoren dort geschaffen haben, vor allem, wenn man bedenkt, dass es nur für etwa 5 Tage war. Obwohl es relativ dunkel war (in Kino braucht ja keine Fenster), was das fotografieren für mich recht schwierig gemacht hat, war es so schön bunt und die Stimmung sehr nett. So bin ich dann doch noch etwas länger geblieben und sogar noch ein zweites Mal wiedergekommen, habe mich in alle Ruhe überall umgeschaut, ein paar Fotos für euch gemacht und gemütlich mit einer Apfelschorle im Liegestuhl ein paar Kurzfilme auf der mitten im Saal, als Hintergrund für die Bühne dienenden Leinwand geschaut. Für die am Abend auftretenden Bands bin ich aber nicht da geblieben, danach war mir einfach nicht. Und auch die geführten Streetarttouren haben aufgrund eines Kommunikationsproblems dieses Mal ohne mich stattgefunden, was allerdings halb so wild ist, da ich die meisten Kunstwerke auf der diesjährigen Strecke ohnehin schon kannte und zum Teil ja sogar dabei war, als sie letztes Jahr während des Festivals gemalt wurden. Ich habe sogar noch ein paar unveröffentlichte Bilder, die ich euch vielleicht demnächst mal zeigen werden. Jetzt gibt es aber zunächst einmal ein paar bunte Schnappschüsse aus dem alten Kino. Falls ihr noch mehr sehen wollt, schaut doch einfach mal in den Abschlussbeitrag auf dem Blog des Place de la Crèativitè, dort gibt es ganz, ganz viele Fotos.

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3 Replies to “Willkommen im Variètè Libertè”

  1. ich mag ja so lichteffekte total gern – in wien wird momentan die einfahrt zur hofburg auch immer so toll beleuchtet. besonders gefällt mit das bild mit dem schlagzeug (oder sagen wir: der trommel 🙂 ) weil das glänzende silber im vergleich zum eher dumpfen rundherum einfach gut kommt. aber auch throwing fire und die schuhe finde ich super gelungen!

    1. Dankeschön 🙂 Ich fand es echt ein wenig kniffelig mit den Lichtverhältnissen, wollte aber auch nicht extra ein Stativ anschleppen. So sind die meisten Bilder immer da entstanden, wo ich die Kamera auf ein Geländer setzen oder, im Fall des Schlagzeugs, an einer Wand stabilisieren konnte. Throwing Fire ist aber frei hand, das war vorne im Eingangsbereich, wo es ein bißchen Tageslicht gab. Ist halt mal wieder ein bißchen was anderes, so zwischendurch 🙂

      1. 🙂 bisschen abwechslung tut einem immer gut 🙂

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