Remixing fall

Nach einer recht turbulenten Woche, in der zunächst meine Gefühlswelt und dann mein Körper ein wenig verrückt spielten, begann das Wochenende für mich mit einem kleinen Unfall in der Küche und einem langen Nachmittag in der Notaufnahme. Es ist nichts wirklich Schlimmes passiert, mit zwei kleinen Stichen war der Schaden wieder geflickt, emotional hat es mich aber doch ein wenig aus der Bahn geworfen und ziemlich erschöpft. Dabei hatte ich gehofft, trotz meiner Erkältung wenigstens morgen ein bisschen vor die Tür gehen zu können, um noch ein mal dem Herbst nachzujagen und das neue, alte Equipment zu testen. Stattdessen werde ich wohl die meiste Zeit des restlichen Wochenendes verschlafen und vielleicht noch ein bisschen durch mein Archiv stöbern, wo ich vorhin diese am letzten Sonntag entstandenen abstrakten Spielereien entdeckt habe. Obwohl der größte Teil des Parks tatsächlich noch vorwiegend grün gefärbt war, haben sich auf der Wasseroberfläche des Teiches die schönsten Farben des Herbstes gespiegelt.

Remixing fall

Eine Stelle am Ufer hat mich ganz besonders fasziniert, denn dort trafen die dunklen Schatten eines schon kahlen Baumes auf die Spiegelungen der am anderen Ufer leuchtenden, bunt gefärbten Baumkronen. Der Kontrast bzw. das Wechselspiel von warm und kalt beschreibt eigentlich ganz gut mein Leben, Denken, Fühlen, in den vergangenen Wochen, daher musste ich es einfach irgendwie in einem eigenen Bild festhalten.

Hot and Cold

Bilder wie diese entstehen immer mal wieder, manchmal rein zufällig und manchmal ganz bewusst. Wenn ich später mit der Sichtung und Bearbeitung beginne, bleiben sie meistens zunächst ein mal unbeachtet, weil es oft genug andere Kandidaten gibt, die sich für eine Veröffentlichung vermutlich sehr viel besser eignen. Doch dann gibt es eben auch solche Momente wie heute, in denen ich einfach an solchen Bildern hängenbleibe und einfach nicht wieder von ihnen lassen kann. Wenn ich sie so betrachte, denke ich, vielleicht würde genau so etwas dabei herauskommen, sollte ich irgendwann doch die Zeit und den nötigen Raum dafür haben, um mit Farben auf großer Leinwand zu arbeiten.

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7 Replies to “Remixing fall”

    1. Thank you! I’m happy that you like them 🙂

  1. ich mag diese spiegelungen ja auch total gern und hatte letztes jahr auch die gelegenheit, damit ein wenig rumzuspielen. einfach traumhaft, es hat was von einem impressionistischen gemälde aus einer traumsituation 🙂
    ich hoffe, deiner hand geht es bald wieder besser – ich kann mir gut vorstellen, dass das emotional aus der bahn werfend ist, ich bin auch immer komplett von der rolle, wenn ich wegen irgendwas ins spital fahren muss und wenn man sich dann auch noch alleine drum kümmern muss – mein persönlicher alptraum!

    1. Ja, das weiss ich doch 🙂 Manchmal mag ich gerade so abstrakes sehr gerne und die Farben lassen sich in Lightroom prima mischen und verstärken. Ich glaube, bei Dir gab’s gerade neulich auch schon ein paar Spiegelungen in Herbstfarben zu sehen. Werd die Tage noch mal in Ruhe ein bisschen stöbern kommen, bin ja erstmal ne Weile zu hause und das Tippen mit einer Hand bzw. einem Finger geht auf dem iPad ganz gut.

      War heute bei meiner Hausärztin zur Wundversorgung, die hat mich erstmal krankgeschrieben, weil ich die Hand schonen soll, damit es besser heilt. Nächste Woche kommen dann die Fäden raus. Ich war zuletzt vor 33 Jahren in ner Notaufnahme, daher war es schon sehr komisch und wenn die Freundin, die mich verarztet hat, nicht dazu geraten hätte, wär ich vermutlich gar nicht hin gegangen. Es sollte wirklich sowas wie Überlebenskurse für Singles geben 🙂

      1. ich überleg grad… die letzten spiegelungen bei mir sind glaube ich schon ein weilchen her. aber an das: http://paleica.files.wordpress.com/2013/10/blog_herbstimdehnepark06.jpg?w=1000&h=664 musste ich denken 🙂 das war wirklich schön dort!

        lass es dir halbwegs gut gehen die paar tage. ich glaube, es kann dir nicht schaden, einfach ein bisschen zur ruhe zu kommen, ohne den zwang, rauszumüssen. ist zwar nicht nett, wenn man ein verbundenes pratzerl (um es auf wienerisch zu sagen) hat, aber ich hoffe für dich, dass es bald gut heilt und du dich allgemein etwas regenerierst!

        ich glaub dir das. ich denke, niemandem fällt es leicht, sich dazu zu überwinden, aber wenn man nicht aufpasst, kommt sowas raus: mein opa wohnt ja auch ein stück weit weg von uns und meine eltern waren auf besuch, da haben sie gemerkt, seine hand ist stark geschwollen. dann hat er zugegeben, dass er gestürzt ist. ins spital wollte er zuerst nicht – wir haben ihm dann doch druck gemacht, dass er gehen muss – arm gebrochen, 5 wochen gips. und er wollte sich das nicht anschauen lassen…

  2. Spiegelungen sind immer war Besonderes.
    Der kleine Unfall ist hoffentlich überstanden, obwohl die Fäden wohl noch gezogen werden müssen.
    Du willst an einer Leinwand arbeiten, wow!
    Liebe Grüße Bärbel

    1. Danke Bärbel. Meine Hand heilt ganz gut und tut nur selten weh, allerdings bin ich noch krankgeschrieben bis nächste Woche die Fäden rauskommen.

      Ja, ich würde schon ganz gerne so richtig mit Farbe auf grosser Leindwand arbeiten, halt etwas mit den Händen machen, aber so recht fehlt mir dafür irgendwie der Raum und vielleicht auch noch die Geduld. Immer wenn’s mir in den Fingern juckt, frage ich mich gleichzeitig, was ich denn mit den fertigen Bildern anfangen soll. Fotos dagegen lassen sich immer machen, nehmen mir ja im Grunde keinen Platz weg und eignen sich halt wunderbar als Material für den Blog. Wenn ich sie hier nicht zeigen könnte, würde ich wahrscheinlich gar nicht oder nur wenig fotografieren. Die Malerei kommt vielleicht später 🙂

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